#96 Prof. Dr. Klaus Hurrelmann bei der #lunchbox

Shownotes

Unser Gast ist heute Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. Er studierte Soziologie, Psychologie und Pädagogik an den Universitäten Freiburg, Berkeley (USA) und Münster und promovierte mit einer Arbeit aus der Schulforschung. 1975 habilitierte er sich mit der Schrift „Erziehungssystem und Gesellschaft“ und übernahm anschließend eine Professur für empirische Bildungs- und Sozialisationsforschung an der Universität Essen. 1980 wechselte er im gleichen Gebiet an die Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld, deren erster Dekan er war. Dort baute er mit Kolleginnen und Kollegen den interdisziplinären, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Sonderforschungsbereich „Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter“ auf, dessen Sprecher er während der gesamten Zeit von 1986 bis 1998 war. Auch war er Mitbegründer des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung in Bielefeld. Von 1994 an amtierte Klaus Hurrelmann als Gründungsdekan der von ihm mit initiierten Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Inhaltlich vertrat er dort das Gebiet Prävention und Gesundheitsförderung. Er war Direktor des „Collaborating Research Center for Health in Adolescence“ im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und leitete den deutschen Teil der Studie „Health Behaviour in School Children HBSC“. 1990 nahm er eine Gastprofessur für Soziologie an der New York University und 1999 eine Gastprofessur für Gesundheitswissenschaften an der University of California in Los Angeles wahr. Sowohl im Sonderforschungsbereich als auch im Collaborating Center führte er zahlreiche Forschungsprojekte durch. Schwerpunkte waren familiäre und schulische Bedingungen der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung, der Zusammenhang von Sozialisation und Gesundheit und die Entwicklung und Evaluation von Präventionsstrategien bei Risikoverhalten wie Gewalt, Sucht und psychosomatischen Gesundheitsstörungen. Er war Mitglied im Leitungsteam der letzten Shell Jugendstudien und hat nach dem gleichen Format die World Vision Kinderstudien initiiert und mehrfach mit geleitet. Seit 2009 ist Klaus Hurrelmann Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin. 2018 erhielt er den Titel eines Ehrendoktors der PH Freiburg. Seit 2020 arbeitet er als Senior Expert für das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin. Klaus Hurrelmann hat, teilweise in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen, zahlreiche Lehrbücher publiziert, darunter „Lebensphase Jugend“, „Einführung in die Sozialisationstheorie“, „Gesundheits- und Medizinsoziologie“ und „Einführung in die Kindheitsforschung“. Die meisten davon sind auch in englischer Sprache erschienen. Allen Büchern liegt seine „Theorie der produktiven Realitätsverarbeitung“ zugrunde, die in der wissenschaftlichen Lehre und ebenso in Fachschulen und Gymnasialen Oberstufen intensiv diskutiert wird. Mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Disziplinen sind außerdem umfangreiche Handbücher in den Gebieten Sozialisationsforschung, Gesundheits­wissenschaften, Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitliche Ungleichheit und Bildungsarmut entstanden. In englischer Sprache erschienen neben zahlreichen Aufsätzen das International Handbook of Adolescence und das International Handbook of Public Health sowie die Sammelbände Social Problems and Social Contexts in Adolescence und Health Risks and Developmental Transitions During Adolescence.
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Klaus ist auch stellv. Beiratsvorsitzender von DigitalSchoolStory, denn "was DigitalSchoolStory leistet, geht über reine Medienkompetenz hinaus: Es geht um eine produktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Realitäten – und damit um eine zentrale Aufgabe moderner Bildung."
DigitalSchoolStory befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Seit unserem Start wachsen wir kontinuierlich. In unserem Unterstützer-Umfeld finden sich Fachleute aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und ThinkTanks.
Zum Einlesen:

  • Unsere Organisation
  • Erlebe uns in der Klasse
  • So geht Mathe mit DigitalSchoolStory: TikTok im Matheunterricht
  • Schau Dir unsere Fokusthemen an rund um Demokratie- und Wertebildung, Berufliche Orientierung und Prävention Ein lebendiges Beispiel ist das Projekt Wertebildung an der Taunusschule in Bad Camberg gemeinsam mit unserem Kooperationspartner der Werte-Stiftung: Wie Demokratiebildung in der Schule funktionieren kann, zeigt eine kooperative Gesamtschule in Bad Camberg. Schüler sollen lernen, digitale Kommunikationsmechanismen zu verstehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Das zeigt der Beitrag "Volle Kanne" vom ZDF. Genauso wie das Projekt Demokratiebildung an der RS Meitingen, das die Augsburger Allgemeine dokumentiert hat.
  • Die Lernmethode DigitalSchoolStory ist wissenschaftlich evaluiert:
  1. Fraunhofer FIT entwickelt Fragebogen zur Messung von Bildungskompetenzen
  2. Lehrkräfte beobachten Kompetenzstärkung der Schüler:innen durch DigitalSchoolStory

Transkript anzeigen

00:00:02: In der Lunchbox, ich freue mich riesig.

00:00:04: Wer heute unser Gast ist nämlich Professor Klaus Vorlmann ist hier dabei und ich kenne ihn schon seit langem und ich freu mich sehr dass er heute mit im Podcast dabei ist den ich auch mit dem Co-House zusammen mache nämlich mit Eliott.

00:00:20: also herzlich willkommen einmal Eliott an dich.

00:00:22: und herzlich willkommen Klaus.

00:00:23: schön das du da bist.

00:00:25: Danke für die Einladung.

00:00:27: Und vielleicht, wir steigen ja immer so ein bisschen ein mit dem Thema.

00:00:30: Welche drei Hashtags beschreiben dich eigentlich am besten?

00:00:34: Was würdest du da rausgreifen Klaus?

00:00:37: Na der Hashtag... Neugier muss es da natürlich stehen!

00:00:43: Der Hashtack, ich würde mal sagen Unternehmenslustig und der Hashteck aus Norddeutschland klare Kante

00:00:53: Da kannst Du ja direkt anschließen.

00:00:54: dann Eliott oder?

00:00:55: Du kommst ja aus dem Norden

00:00:58: Ich komme auch aus Bremen und ich glaube, Bremen ist gar nicht so gut darin immer klare Kante zu zeigen.

00:01:03: Bist du die Wasche in Ihrer Bildungspolitik?

00:01:06: Klaus, du forschst jetzt seit über fünfzig Jahren über Jugend.

00:01:10: Und wenn du gerade aktuell irgendwie auf die Generation schaust, die zwischen vierzehn-und zwanzig ist... was überrascht dich an dieser Generation am

00:01:17: meisten?

00:01:18: Na, ich muss sagen, mich überraschte das die riesige Mehrheit der jungen Leute mit den heutigen Lebensbedingungen im digitalen Zeitalter ziemlich gut bis sehr gut zurechtkommt, denn das ist ja langsam fast unmöglich geworden.

00:01:34: sich gesund bei Leib und Leben durch diese digitale Dschungellandschaft mit den sogenannten Social Media, die ja keine sozialen Medien mehr sind.

00:01:43: Sondern man kommerziell organisierte digitale Plattformen, die einfach nur auf Aufmerksamkeit oder auf Abhängigkeitsorientierung aussehen.

00:01:52: Wer dadurch kommt?

00:01:53: Der hat eine große Bewunderung und das sind so würde ich die Studien, die da vorliegen zusammen passen.

00:02:00: Das sind mindestens und alle Dinge haben auch echte Probleme.

00:02:07: Das ist ja total spannend, wir haben ja gerade diese große Social Media Debatte wo der Social Media natürlich oft verteufelt wird und sagt scherdet der Jugend.

00:02:17: aber das was du grade sagst es dir im Prinzip eigentlich ist es für den Großteil von Jugendlichen nicht so.

00:02:21: habe ich das richtig verstanden?

00:02:23: Ja das hast du richtig verstandene diese digitalen Plattformen.

00:02:27: und dass drum herum also inzwischen dann auch andere Angebote über das Internet und vor allem auch künstliche Intelligenz, die verschiedensten Chatbots.

00:02:38: Die eröffnen natürlich völlig neue Welten.

00:02:41: also solche Perspektiven Informationen aus allen Regionen des Wissens, aber auch aus allen Regionen der Welt zu erfassen.

00:02:52: Die habe ich in meiner Jugendzeit so nicht gehabt.

00:02:55: Da musste ich mich mühselig.

00:02:57: Ich hab in den USA studiert ein Jahr.

00:03:00: da war es dann eine Möglichkeit Briefe zu schreiben per Luftpost die zu schicken telefonieren.

00:03:06: das konnten wir uns nicht leisten.

00:03:07: das war ein ganz tolles Unternehmen.

00:03:10: Der Kontakt fand postalisch statt, man musste zwei Wochen warten bis man dann wirklich die Antwort hatte.

00:03:18: Das

00:03:18: hat sich alles so total verändert und heute habt ihr als junge Leute natürlich einen Kosmos von Möglichkeiten nur den auszunutzen, den richtig auszuschöpfen in zum eigenen Vorteil dann auch zu gestalten und nicht abhängig zu werden von den inzwischen immer Unverholen auf reine Abhängigkeit, auf Manipulation ausgerichteten Algorithmen die dahinter stecken.

00:03:49: Das ist das Problem noch!

00:03:52: Das macht mir auch große Sorgen, dass da viele junge Leute stranden.

00:03:57: Ich habe gesagt ich schätze so etwa ein Viertel, die von zu Hause aus wenig Unterstützung kriegen und in ihren Bildungsvoraussetzungen nicht gut dastehen.

00:04:07: Dann wird man anfällig für die negativen Seiten des ganzen digitalen Informationskarussells, was sich da dreht und kann sich seine eigenen Haut nicht erwehren.

00:04:20: Und dann kann man in enormen Probleme auch der Persönlichkeitsentwicklung hineinschlädern?

00:04:29: Klaus, ich würde da gerne noch mal ein bisschen nachfassen.

00:04:32: Denn wenn das jetzt für nur zwanzig Prozent sind, was müsste sich denn auch an dem Kontext Schule sozusagen ein Stück weit ändern?

00:04:39: Damit wir genau die fünfundzwanzig Prozenten, die das von zu Hause sozusagen vielleicht nicht die Möglichkeit kriegen damit zu arbeiten, damit zu lernen diese Dinge auf vollumfänglich mit nutzen zu können und die anderen seventy sie noch besser nutzen als Sie das vielleicht auch tun.

00:04:54: Was sollte sich da deiner Meinung nach tatsächlich ändern?

00:04:58: Es sollte sich ändern, dass die Schule sich tatsächlich mit diesem wichtigen Informations- und Kommunikationskanal digitale Plattform beschäftigt.

00:05:10: Und alles drumherum zu einem zentralen nicht nur Gegenstand Unterrichtsgegenstand inhaltlicher Art mit Informationen darüber was es ist und wie ich das handhaben kann sondern auch zu einem Zentralen Trainings Gegenstand zu machen.

00:05:25: Also das in der Schule, in gezielten Maßen und im gezielte Umfang digital gearbeitet wird mit digitalen Plattformen gearbeitet werden, dass sie in ihrer ganzen Arbeitslogik erkannt und bekannt werden, dass sich Anfänger als Schülerinnen und als Schüler selbst auch in der Lage zu sein das zu rekonstruieren.

00:05:54: Ich halte es für ganz wichtig, dass junge Leute selbst lernen zu produzieren.

00:05:59: Ganz wichtig finde ich, solche Produkte zu erstellen, die andere abhängig machen sollen.

00:06:06: Dass man also die Manipulationsmechanismen selbst auch einmal kennen, den man ausgesetzt ist.

00:06:12: Erst dann kann man anfangen darüber zu reflektieren was man selbst konsumiert und welche Komponenten dessen was man komponiert eventuell riskant sind und gefährliche Entwicklung für einen.

00:06:22: Das kriege ich ja sonst nicht mittig.

00:06:24: diese im Bilde gesprochen, die schlittern eben da hinein in diese Welt und lassen sich von ihr passiv treiben.

00:06:33: Und das tut natürlich keinem gut und macht die Situation ganz schlimm.

00:06:39: also die Schule hat ja eine Schlüsselrolle, die nutzt sie im Moment viel zu wenig aus und die Schulen sind auch überfordert.

00:06:46: Die Lehrkräfte sind überhaupt keinen Vorwurf.

00:06:49: wie sollten Sie das von heute auf morgen schaffen können?

00:06:53: die Ausbildung der Lehrkräftigen hinterher, da sind wir also weit im Feld und tun der jungen Generationen nun wirklich überhaupt keinen Gefallen mit einem am Rande stehenden Schulsystem mit Lehrkräften.

00:07:07: Die selbst nicht wissen wie sie mit dieser veränderten Situation umgehen können, die überall nur wittern das über mit künstlicher Intelligenz eventuell Arbeiten, Hausarbeiten und Klausuren und andere Ausarbeitungen manipuliert werden können.

00:07:23: Und dass man jetzt neu nachdenken muss, wie man das kontrolliert.

00:07:26: also da eine völlige Fehlleitung von Entwicklungen.

00:07:29: Da ist leider sehr viel zu tun im Schulsystem.

00:07:33: Das ist total spannend.

00:07:34: Du sprichst mir ja irgendwie so ein bisschen aus deiner Seele mit deinen Empfehlungen, das ist ja im Prinzip das was Nina und ich und auch total viele andere Menschen seit Jahren sagen.

00:07:42: Wenn man sich dann so Umfragen anguckt, dann sagen eigentlich auch die meisten Erwachsenen und die meisten Schüler eigentlich wollen eine Änderung in der Schule haben wir wollen mehr Medienbildung haben, wir wollen Medienkompetenz drin haben.

00:07:52: Die Frage ist wenn alle sagen Wir wollen dass woran liegt es eigentlich gerade?

00:07:55: Dass es nicht funktioniert Und meinen Eindruck ist dass die Erwachsenden genauso wenig mit diesen Medien umgehen können Dadurch, die Erwachsenen natürlich auch selten in der Lage sind irgendwie den Schüler in diese Kompetenzen zu vermitteln.

00:08:06: Wie nehmst du das denn wahr?

00:08:08: Dass eigentlich alle sagen okay, wir brauchen es jetzt aber niemand so ganz was macht und niemand so ganze Worten auch Taten folgen ist.

00:08:16: Wir können mal in die Corona-Pandemie zurückschauen.

00:08:18: da hatten wir ein Schlüsselerlebnis dass diese Dinge angeht, die du da gerade ansprichst.

00:08:24: Wir waren von heute auf morgen gezwungen auf digitale Kommunikationskanäle umzuschalten, weil kein Besuch der Schulen mehr möglich war.

00:08:34: Und da konnte man erkennen wie die ich wiederhole nochmal ohne jeden Vorwurf beschreibend wie die Überforderung der Schulen ausgesehen hat dass einige Schulen und einige Lehrkräfte überhaupt gar nicht in der Lage waren in diese Richtung sich zu verändern wären bei den Schülerinnen und Schülern digital der Anteil von vielen, von einigermaßen gut sortierten und gut trainierten Leuten viel höher war.

00:09:04: Und was haben wir gemacht?

00:09:05: Wir haben die Schülerinnen und Schüler an die Seite gedrängt und zu Konsumenten gemacht.

00:09:09: Die hätten in vielen Fällen viel klügere und viel bessere Vorschläge machen können für den digitalen Unterricht aber es wurde nicht getan.

00:09:19: Das drückt noch mal aus wo wir gerade stehen.

00:09:23: Im Grunde ist die aus der Alltagswelt kommende Fähigkeit und Kompetenz mit den digitalen Plattformen, Kommunikationskanälen entgeraten umzugehen.

00:09:36: Die ist heute in der jüngeren Generation intuitiv stärker als in der Generation der meisten Lehrkräfte.

00:09:42: Bei den jüngernen Lehrkräften merkt man, dass das ebenso ist.

00:09:46: Die sind auch schon digitale Eingeborene.

00:09:49: in diesem Sinne aber sagen wir mal ab über dreißig über vierzigjährige Lehrkräftel und es nach wie vor die Mehrheit ist das nicht der Fall!

00:09:56: Die sind überfordert, sind nicht trainiert für den Umgang mit digitalen Angeboten und deswegen muss das an erster Stelle stehen, dass die Schulen überhaupt in die Lage versitzt werden zu verstehen welche Entwicklung kommt.

00:10:11: Da auf uns zu ist schon voll in lange und entfaltet sich gerade mit einem riesigen Tempo.

00:10:16: das ist ja alles exponentiell was wir da haben.

00:10:19: die Verbreitung von künstlicher Intelligenz zum Beispiel dass realistisch den Schulen den Lehrkräften zu vermitteln, ihnen Strategien zu entwickeln wie sie das auffangen können und dann gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern in den Unterricht zugestalten.

00:10:36: Da geht die ganze Entwicklung hin, dass das Autoritätsgefälle zwischen Lehrkräften und Schüler nicht mehr da ist.

00:10:43: Das ist ja heute ein Coaching Verhältnis und nicht mehr ein Lehrer-Schüler-Verhältnis im klassischen Sinne Umstellung.

00:10:52: Oh Mann, die hat es in sich!

00:10:53: Das ist eine richtige umweltsungsschulische Arbeit und die gehen wir ganz ganz zögerlich an.

00:10:59: Es gibt ich würde mal so schätzen zehn, fünfzehn Prozent Schulen, die müssen das einfach und das ist fantastisch wenn man dann bei denen ist und das mit erliebt andere Kindes nicht hin.

00:11:11: Das ist total spannend.

00:11:13: im Prinzip Wachst du ja eigentlich, müssen wir die Erwachsenen mehr oder weniger stärker befähigen?

00:11:17: Die keine Ahnung haben.

00:11:18: Wie gehen wir mit den Medien um?

00:11:19: Das ist auch übrigens meine Erfahrung im privaten Kontext.

00:11:21: Es sind meistens immer Erwachsene, die durven Kommentare unterliegt innen und auf Instagram oder sonst was schreiben.

00:11:28: Ich glaube der spannende Knackpunkt, dass sehr viele sagen werden Wir bevormunden gerade irgendwie Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, die volljährig sind.

00:11:35: Und es gab mal diese wunderschöne Forderungen für den Pflichtdienst für Senioren.

00:11:41: Wie würde man denn auch so eine Person antworten?

00:11:43: Oder wie wird es du auch so einer Person antworte, die sagt eigentlich bevormundest du mich jetzt hier und ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet und bin erwachsen.

00:11:50: Ja Pflichtdienst für Senioren, da bin ich dran.

00:11:53: schuld dass diese Debatte sich entzündet hat.

00:11:56: Ich habe schon seit längerem immer wieder darauf hingewiesen Dass es bei der Einführung eines Pflichtdiens ist.

00:12:06: Eine sehr große Zumutung ist das nur der jungen Generation aufzubürden.

00:12:11: Ich gehe davon aus, dass wir wahrscheinlich ein Dienster so wie die Info ja einmal hatten als Wehrdienst oder Zivildienst.

00:12:20: dass wir ihnen in Bälle einführen müssen, jedenfalls wenn die geopolitische Lage so bleibt und die Bedrohung durch Russland so bleibt.

00:12:27: Dann wird uns nichts anderes übrig bleiben um unsere Verteiligungsfähigkeit zu stärken.

00:12:32: Und da kommen alle automatisch auf die Idee ja dann führen wir den traditionellen Wehr- und Pflichtdienste ein.

00:12:39: Der geht aber nur für Männer.

00:12:41: das finde ich überhaupt nicht nach verziehbar.

00:12:42: es ist eine Herabsetzung von Frauen.

00:12:45: selbstverständlich müsste auch Frauen mit einbezogen werden Und da gilt zur Zeit dann immer, und das sind sich fast alle einig nur für die junge Generationen.

00:12:54: Für die, die noch nicht in den Berufsbereich eingetreten sind im Arbeitsleben.

00:12:59: Da habe ich schon immer die Position vertreten.

00:13:01: Es ist nicht nachvollziehbar.

00:13:03: auch die Menschen aus dem Berufsleben austreten müssen genau der gleichen Verpflichtung ausgesetzt werden.

00:13:11: Führen wir also einen Pflichtdienst ein?

00:13:15: sowohl für die Gruppe derer, die noch nicht im Berufsleben sind als auch für die Grupper, die aus dem Berufsleben ausgestiegen sind.

00:13:21: Das stößt interessanterweise auf eine riesige Ablehnung weil wir ein völlig anderes Konzept von Austritt aus dem Berufsleben haben.

00:13:30: Austritt mit im Moment gleichgesetzt und gesellschaftlich frei.

00:13:35: Ich habe nicht mehr die geringste Verpflichtung whatsoever gar nichts mehr.

00:13:40: ich bin jetzt ein freier Mensch alles getan, was sie tun konnte.

00:13:43: Ich hab mich ausbilden lassen und habe berufstätig gewesen.

00:13:46: Viele haben eine Familie geguckt und das war's!

00:13:49: Jetzt bin ich nur noch freizeitmenschlich.

00:13:50: Und es ist heute aber ein Lebensabschnitt von im Durchschnitt fünfzehn manchmal zwanzig, manchmal fünfzwanzig Jahren.

00:13:57: Das kann ein Drittel des ganzen Lebens sein.

00:13:59: Und das finde ich nicht nachvollziehbar.

00:14:01: sowohl sozial- und gesellschaftspolitisch als auch vom Lebensgrund muss her und halte dringende Thematik, die öffentlich diskutiert werden muss.

00:14:13: Und sie spiegelt genau das wieder, was du sagst, Elliot ein ganz ungleichem Maßstäbel, die an die verschiedenen Generationen angelegt werden.

00:14:22: Die junge Generation von den Alten über sechzigjährigen vor allem immer wieder kritisiert wird für zu wenig Einsatz für die Gesellschaft und Dadurch in Spannung zu den älteren Gerät, die besonders viele Vorurteile gerade über sich ergehen lassen muss.

00:14:45: Das ist keine gute Auslandssituation.

00:14:47: Vielleicht um dort noch mal nachzuhaken?

00:14:49: Es gab ja parallel dazu von dem Tiktokalivi-Pinnell Die Forderung nach einem Social Media Verbot für ühe sechzig Menschen.

00:14:57: Eigentlich gab es keine Forderungen, er hat das eigentlich gesagt in einer Talkshow und daraus hat dann die Bildzeitung eine tolle Headline gemacht.

00:15:04: Und damit hat man eigentlich genau das bestätigt was der Levi gesagt hat.

00:15:07: Die Erwachsenen sind nicht kompetent mit Medien haben alle nur die Headline gelesen.

00:15:10: deshalb gedacht dass Levi jetzt irgendwie TikTok für die Sechzig Menschen verbieten wollen.

00:15:15: sein Argument war ja im Prinzip ein bisschen Jugendliche viel stärker darin irgendwie KI Fake News und so etwas zu erkennen.

00:15:21: Wie würdest du deine Haltung von der Pflichtdienst für Senioren auf dem Social Media-Verbot für i-Sechzig Menschen übertragen?

00:15:29: Nun, wir müssen grundsätzlich uns klarmachen.

00:15:34: Was ist das für eine Förderung?

00:15:36: Verbot des Zuganges zu digitalen Plattformen?

00:15:40: Verbot des Zuganges zu sogenannten Social Media in Klammern.

00:15:45: Ich habe es schon gesagt, das ist ein Euphemismus.

00:15:47: Das sind keine sozialen Medien mehr.

00:15:49: Sie sind kein sozialer Austauschplatz mehr wo man Meinungen bringt und sich miteinander unterhält sondern sie sind heute nur nach Gewinnorientierung ausgerichtet.

00:16:03: Wenn wir jetzt diskutieren Ein Verbot der Zugangs Dann heißt das ein Verbot sich der heutigen modernen Technologie zu bedienen, die zwar in den Händen von internationalen kapitalistisch orientierten Konzernen ist – was überhaupt nicht in Ordnung ist.

00:16:22: Aber das Abschneiden von der Kommunikationsform und natürlich der Zukunft Was ist das für ein Modell?

00:16:31: Damit würde ich ja signalisieren, Menschen dürfen nicht mehr miteinander kommunizieren auf den Kanälen die heute absolut vorherrschenden sind.

00:16:40: Sie sollen nur noch traditionell oder analog miteinander kommunikieren und sich von einem riesigen Bereich der gesellschaftlichen Wirklichkeit abschneiden so dass die Idee verbot per se schon mal völlig schief und krumm ist.

00:16:55: was damit meist gemeint ist eine Regulation der Art, dass ich Menschen schütze mit Inhalten sich auseinanderzusetzen.

00:17:08: Mit denen sie sich nicht auseinandersetzen wollen und nicht aueinander setzen können – mit Kommunikationsformen die ihre Persönlichkeit stört, die sie psychisch irritiert.

00:17:19: Das ist das eigentlich gemeinte Ziel ein Schutzziel.

00:17:23: Aber das kann ich meiner Einschätzung nach nicht durch einen Verbot erreichen, sondern... Und es gilt jetzt für alle Gruppen.

00:17:29: Es gilt für die jungen und für die mittleren Altersgruppen, gilt für den älteren so dass sich mal sagen würde, die Diskussion verbot trifft dem Kern nicht.

00:17:39: damit erreicht man überhaupt gar nicht das worum es geht nämlich eine Souveräne kompetente für die eigene Persönlichkeit hilfreiche aufbauende stärkende des Umgangs mit diesen Kanälen und Plattformen, eine bereichernde Form der Kommunikation.

00:18:02: Ich würde da gerne auch noch mal reinspringen, nämlich mit dem Thema.

00:18:05: wir reden ja dann davon dass wir Jugendliche befähigen können damit umgehen zu lernen und das auch zu üben in der Anwendung mit in Schule.

00:18:14: Gleichzeitig erleben wir natürlich das ganz viele Erwachsene und Eliott hat es schon gesagt wenn auch kommentiert wird unter seinen Postings sind das Erwachssene die sich häufig im Ton vergreifen und ausfallend werden im Vergleiche zu den Jugendlichen.

00:18:29: denn Wie siehst du das denn tatsächlich in dem Umgang auch?

00:18:34: Also wir erleben ja, dass Erwachsene das permanent Jugendlichen vorschreiben selber aber auch gar nicht gelernt haben damit umzugehen.

00:18:44: Wie schätzt du das ein, dass da quasi Entscheidungen über den Kopf hinweg getroffen werden und nicht da auch gerade das gegenseitige Lernen mit im Vordergrund steht?

00:18:52: Also warum wird nicht auch gesehen.

00:18:54: Jugendliche haben dann einen anderen Umgang, haben vielleicht auch einen anderen Zugang zu können.

00:18:59: Dann auch wenn sie in der, sagen wir mal, wenn die ja mit Digital Discursor gearbeitet haben sehr kompetent damit umgehen und verstehen auch viel stärker hinten dran Was passiert denn damit den Mechanismen?

00:19:13: Warum nutzen Erwachsene so wenig, ich frage mal bei meinen Kindern oder meinen eigenen Kindern nach.

00:19:21: Sondern man ist automatisch auf dieses Verbot so stark gemünzt.

00:19:25: Ja, wie gesagt, ich vermute mal der Antrieb dahinter des Motives an Schutzbedürfnis.

00:19:32: Das fällt sowieso auf dass heute Erwachschende vor allem auch Eltern Vielleicht auch ein bisschen noch Großeltern, aber bei Eltern ist ganz stark den Eindruck haben diese Welt in der mein Kind hier liegt.

00:19:46: Wir sprechen gerade über die digitalen Herausforderungen.

00:19:49: oder können wir noch hinzutun eine Welt in dem einen Krieg ganz nah an uns dran ist und möglicherweise haben schon darüber gesprochen uns auch noch direkt erreichen wird.

00:19:59: Eine Welt, in der die Klimakonstellation völlig unberechenbar ist.

00:20:04: Die wirtschaftliche Zukunft ist wackelig und fraglich hängt mit dem Digitalen zusammen aber auch mit der insgesamt der ökonomischen Situation des Landes.

00:20:15: In der jungen Generation herrscht die Einschätzung vor dass es möglicherweise wirtschaftlich leicht bergab geht Aber nicht bergauf das man keine zukunftsperspektive als Angehörige der jungen Generation.

00:20:31: Das alles drückt auf die Haltung und das muss ich alles ertragen, dazu muss sich ein eigenes Konzept entwickeln.

00:20:43: Du hattest noch einen anderen Aspekt in der Frage drin?

00:20:46: Ja mit den Erwachsenen sozusagen dass ja da viel geurteilt wird ohne kompetenter zu

00:20:52: sein.

00:20:52: also das ist ja ein großes Thema.

00:20:54: Jetzt sagen viele Erwachsene in einer solchen Welt zu leben.

00:20:59: Das kann mein Kind ja gar nicht schaffen, ich kann das ja kaufen also muss sich meinen kind unterstützen und muss ihm helfen.

00:21:06: Ich glaube dass ist der Hauptantrieb heute.

00:21:09: deswegen haben wir auch so viele fürsorgliche bis übergehütigende Eltern, die sich gewissermaßen vor ihre Kinder stellen auch noch vor die Erwachsenen geworden in teilweise und sie abschirmen und schützen.

00:21:23: Und finanziell füttern uns ihnen Schwierigkeiten aus dem Weg an so dass Sie in dieser komplizierten Welt mit komplizierter Orientierung und schwieriger wirtschaftlicher Lage das sie da zurechtkommen.

00:21:37: und so kommt so ein so eine Haltung der älteren Auch der elternen Zustand sich immer einzumischen in das, was an Auseinandersetzung mit der realen Welt notwendig ist.

00:21:51: Ich komme ja aus der Bildungsforschung oder Sozialisationsforschungen und da kann man es auch theoretisch fassen ich kann eine Welt nur überleben wenn ich mich selbst mit meiner Körperlichkeit, mit meiner Psyche so wie ich sie habe Ins Vernehmenssätze und so, was sind meine Fähigkeiten?

00:22:10: Das sind meine Stärken.

00:22:11: Und mit denen muss ich mein Leben gestalten die soziale und die physische Welt beherrschen.

00:22:17: Ich muss ein eigenes Konzept finden um wie ich es nenne eine produktive Verarbeitung dieser inneren und der äußeren Realität zu schaffen, dann bin ich stark.

00:22:28: Dann kann ich auch mit Krisen umgehen und damit zurechtkommen.

00:22:31: Wenn jetzt aber Eltern mir diesen Prozess abschneiden und mir gar nicht die Möglichkeit geben, dann unterstützen sie mich nicht!

00:22:38: Das ist heute ganz schwer vielen Eltern klarzumachen dass eine Ein Krisenerlebnis, ein Scheiternserlebnis Konflikterlebnisse.

00:22:48: Heute so wichtig wie noch nie sind gerade in einer solchen ungewissen unsicheren krisenhaften Lebenswelt, in der man heute groß werden muss.

00:22:57: und dahin kommt diese Debatte Verbot von Zugang zu digitalen Plattformen.

00:23:03: damit glauben viele Menschen so, damit kann ich das abschirmen Und mein Kind davor retten, das ist mit Inhalten und mit Kommunikationsverfahren sich auseinandersetzen.

00:23:16: Muss die einfach die psychischen und die sozialen und die emotionalen Möglichkeiten meines Kindes übersteigen.

00:23:25: eine zunächst mal nachvollziehbare Motivation aber völlig falsches.

00:23:31: der Desk Egen Teil muss sein, ich muss mit Kindern und Jugendlichen zusammen alle Altersgruppen zusammen beraten.

00:23:41: Im Ziel sind sie sich nämlich alle einig.

00:23:43: Beraten wie kann denn das sein?

00:23:45: Wie kann das aussehen?

00:23:47: Welche Hilfen?

00:23:48: Welcher Unterstützung brauchen wir um in dieser Welt zu überleben?

00:23:51: Und was dabei immer auf der Strecke bleibt wenn über Verbote diskutiert wird ist die Anbieter von diesen Digitalen Plattform, was denn mit denen?

00:24:00: Die dürfen machen, was sie wollen.

00:24:02: Die dürfen Geld verdienen bis zum Geht nicht mehr mit Manipulationen, mit Abhängigkeit machen und mit Persönlichkeitsstörenden angeboten.

00:24:13: Das kann ja wohl nicht die Lösung sein.

00:24:18: Die Regulierung braucht es, glaube ich.

00:24:19: Ich glaube da setzt man ja auch gerade sehr stark an EU-Seitig wirklich auch da den DSA-Akt wirklich voranzutreiben und da auch die Regulierungen greifen zu lassen.

00:24:29: denn die Möglichkeiten oder die Dinge sind ja da.

00:24:32: Man muss sie nur einfach am Ende mit umsetzen.

00:24:35: Das verlandet

00:24:36: ganz offensichtlich, aber ganz schön politischem Mut.

00:24:39: Ich muss gegen eine amerikanische Regierung die ihre Privatkonzerne von vorne bis hinten peppelt.

00:24:48: Muss ich mich durchsetzen?

00:24:49: Gegen eine chinesische Macht muss ich nicht durchsetzten.

00:24:53: Da muss TUU noch Zähne zeigen da ist sie noch ein bisschen sehr sanft.

00:24:59: Das lasse ich jetzt auch stehen, weil ich würde gerne nochmal auf das Thema Partizipation übergehen.

00:25:04: Da liegt ja eine ganz große Chance drin wenn Jugendliche ihre Ideen vielleicht in der anderen Form auch mit einbringen können und damit in einer anderen Form Wirksamkeit erfahren.

00:25:16: Und wirksamkeit bedeutet ja auch gleichzeitig, ich kann doch was tun und ich kann etwas verändern in der Situation.

00:25:22: Das ist ja das, was quasi im Moment ruht oder gar nicht so richtig festgestellt wird dass sich irgendetwas in dieser Welt dazu beitragen kann wenn du Die jetzt aber anguckst, auch wie Politik entschieden wird.

00:25:37: Wir Unternehmen häufig entscheiden nämlich ohne das Einbeziehen jugendlicher sondern man hört dann vielleicht man lädt sich ja inzwischen überall auf die Panels ein.

00:25:48: da dürfen sie was tun Sie dürfen eine Empfehlung abgeben.

00:25:51: Aber am Ende ist doch Partizipation auch, wir werden Dinge ausprobiert und umgesetzt.

00:25:57: Warum krankt unsere Gesellschaft tatsächlich daran?

00:25:59: Partizhipation Jugendlicher wirklich fest zu verankern in Themenstellungen?

00:26:05: Wahrscheinlich aus dem Grund, den wir gerade hatten weil die älteren Menschen das Gefühl haben Wir müssen die Jüngeren schützen Und dabei vergessen sie dass die ihre eigene Sicht auf die Welt haben Dass sie heute sehr viel selbstständiger sind als je max zuvor auch dank der Kommunikationsformen, die ihnen zur Verfügung stehen.

00:26:24: Dass sie viel stärker sind in all ihren Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

00:26:31: Tatsächlich aber werden sie abgeschimpft ist genau der Eindruck der jungen Leute selbst.

00:26:36: auch ich bin ja viel beteiligt an Jugendstudien also Befragung von jungen Leuten sagen wir mal grob unter dreißig Jahre alt.

00:26:45: Und da kommt ganz klar das zum Vorschein, was du gerade gesagt hast die junge Generation hat den Eindruck wir werden an wichtigen politischen Entscheidungen nicht beteiligt werden.

00:26:55: einfach antike fragt Wir werden übergangen?

00:26:58: Beispiel Corona-Pandemie vorhin ist für mich immer so ein Symptom und auch eine Tätik So einen wahren Hinweis wie es passieren kann und dieses Gefühl dass die Politik sich um die kümmert, die älter als man selbst sind.

00:27:19: Dass man als junger Mensch heute in einer Minderheit in dieser Gesellschaft ist – das ist ganz bitter.

00:27:25: und das trägt mit dazu bei, dass jetzt eine jungen Generation auch eine politische Verunsicherung.

00:27:31: einen getreten ist.

00:27:33: In der jungen Generation haben wir die sehr irritierende Situation, dass die beiden politischen Flügelgruppen rechts außen und links außen immer stärker werden.

00:27:46: das es jetzt seit ein zwei Jahren der Fall setzte mit der Corona-Pandemie auch ein so'n Ohnmachtsgefühl genau das was du beschrieben hast.

00:27:55: Das Gefühl ich kann meine eigene Situation nicht steuern da kommen Kräfte auf mich einen, den ich nicht korrigieren kann.

00:28:03: Den ich nicht kontrollieren kann, die ich zum Teil gar nicht richtig verstehe und ich bin Opfer.

00:28:10: dieses Grundgefühl das herrscht bei vielen jungen Leuten so atmosphärisch vor und es ist höchst gefährlich und führt im politischen Bereich dazu dass Parteien wie die AfD und Die Linke immer stärker werden sie aber wie wir wissen könnten nicht miteinander regieren.

00:28:27: also da die Sorge, dass wir auseinanderdriften und eine politische Polarisierung haben.

00:28:34: Die ist schon sehr hoch.

00:28:35: Junge Leute sind oft Trendsetter für Entwicklungen, die dann auch in die anderen Bevölkerungsgruppen mit rüber springen.

00:28:42: Und das beobachte ich mit großer Sorge ,dass wir im Moment eine solche Situation haben.

00:28:47: Konsequenz daraus muss sein.

00:28:49: Die junge Leute in der Schule geht es los am Arbeitsplatz aber eben auch in der Politik ganz systematisch an politischen Entscheidungen zu beteiligen.

00:29:02: Das klingt so gut, ist aber ganz schön schwierig umzusetzen und dazu fehlen auch alle Orten die Instrumente.

00:29:08: Ich glaube wir brauchen da Quoten, Jugendquoten in dem Parlament bei Kandidaturen, bei den Wahlen unter dreißigjährige müssen zumindestens dreißzig Prozent vertreten sein

00:29:20: usw.,

00:29:21: um das strukturell abzusichern.

00:29:23: denn die Mehrheit der Gesellschaft ist nun einmal sehr alt Und wenn nur sie entscheidet, dann gibt es Entscheidungen die zwangsläufig strukturell gegen die Interessen der jungen Generationen sind.

00:29:36: Ich denke, wenn das so weitergeht, wird die junge Generation immer stärker strukturär benachteiligt in unserer Gesellschaft.

00:29:42: Ich würde ja persönlich alterstechnisch wahrscheinlich sogar noch jünger gehen.

00:29:47: man sieht hier eindeutig ist in der Politik Es ist irgendwie eine epistemische Lücke gibt, also irgendwie eine Differenz zwischen dem was existiert und dem was von der älteren Generation irgendwie erkannt werden kann.

00:29:58: Was ja auch daran liegt dass wir als Jugendliche irgendwie eine systematische Beteiligung oder Benachteiligung in unserer Funktion als Wissensträgerin haben.

00:30:07: Was zum einen daran liegt das unsere Aussagen einfach entwertet wird aufgrund unserer sozialen Identität irgendwie Und zum anderen merke ich auch, dass vielen Jugendlichen irgendwie diese konzeptuellen Mittel fehlen.

00:30:17: Die eigenen Erfahrungen überhaupt vernünftig zu kommunizieren und zu verstehen.

00:30:22: Was mich aber unfassbar interessieren würde abgesehen davon das wir das Gefühl haben keine Selbstwirksamkeit zu haben Warum wählen sie dann eigentlich die AfD?

00:30:29: Warum wählten Sie denn die Linke?

00:30:32: Weil nur Protest kann es ja auch nicht erklären.

00:30:34: also sie müssen ja irgendwas anders machen oder irgendwas in den Menschen ansprechen Dass sie nicht dieselbe Erfahrung haben wie z.B.

00:30:42: der CDU oder bei der SPD.

00:30:44: Ja, was du ansprichst ist ja auch die Chance für die traditionellen Parteien in der Mitte des politischen Spektrums dass sie zeigen wie ein Regierungssystem funktioniert mit demokratischer Tradition und demokratischen Traditionen.

00:31:04: Sie zeigen, wie man sachlich miteinander diskutiert.

00:31:07: Wie man Gegensätze abklärt?

00:31:09: Wie man das auch mit moderner Kommunikation macht oder wie man Menschen daran beteiligt?

00:31:14: Ich finde es ist eine Chance die auch die Ampelregierung schon immer wieder hat an sich vorbeiziehen lassen wir jetzt die Regierung muss aufpassen was nicht das Teil hier passiert die Menschen beteiligen also deutlich machen.

00:31:30: Wir haben folgende Alternativen für die Sicherung der Sozialsysteme, der Gesundheitsversorgung und der Altersversorgungsalternative A, B und C. Wie sieht es aus?

00:31:43: Wir als Regierung möchten das innerhalb der nächsten sechs Monate entscheiden.

00:31:48: Wir öffnen jetzt einen Dialog.

00:31:50: Diese symbolische Beteiligung der Bevölkerung an solchen Entscheidungen fehlt mir.

00:31:57: Das ist nicht mit den Wahlen getan, die Landtagswahlen und irgendwann später dann wieder die Nicht-zu-Bundestagswahl folgt anderen Gesetzen aber nicht denen Sachentscheidungen in einer transparenten und für alle nachvollziehbaren Form hin die öffentliche Diskussion zu bringen.

00:32:20: Das glaube ich ist etwas, was die Parteien der Mitte und auch die jetztigen Regierungsparteien unbedingt machen müssen.

00:32:28: Diese Transparenz von politischen Entscheidungen und Dingen!

00:32:34: Denn das deutliche Signal, wir sind darauf angewiesen dass ihr als Bevölkerung mitmacht und werden sehr sensibel darauf reagieren wie die Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung sind.

00:32:48: Es gibt auch Bürgerräte die man etablieren kann also durch Zufall ausgewählten der Bevölkerung, wo ich mir wünsche dass die junge Generationen doch professionell etwas stärker vertreten ist weil sie sonst immer in der Minderheit ist.

00:33:03: Kann man zusätzlich noch machen also alles was wir tun können um dieses Gefühl das eine Bevölkerung per se oder dass die junge Bevölkerung strukturell aus wichtigen Entscheidungen ausgeklammert ist.

00:33:19: Wenn das nicht abgebaut ist, dann kommt es zu dieser ich würde mal sagen überwiegend Trotz und Protesthaltung und dann wählen junge Leute so einer großen Mehrheit sind ja nicht alle aber doch zu einer auffällig grossen Mehrheit dann die extremen Parteien.

00:33:35: Das wäre das Rezept.

00:33:37: was mir vorspricht

00:33:41: Stimmt total zu, dass Demokratie nicht bei der Wahl ohne Enden darf.

00:33:45: Ich glaube das liegt auf der Hand.

00:33:48: Ich würde aber schon den Eindruck haben, dass es einen großen Unterschied zwischen der Linken und der AfD gibt weil die Linke wenn man sich das mal so anguckt was sie machen sind ja deutlich mehr aus auf Jugendpartizipation.

00:34:00: Die beziehen jugendlich in vielen Fällen

00:34:02: ein.

00:34:02: ich wehe jetzt nicht die linke das andere Gründe Aber ich würde schon sagen, dass die Linke dadurch diesen Unique Selling point hat und deswegen viele Menschen zu den Linken gehen.

00:34:12: Ich kann aber nicht verstehen warum die Menschen zu der AfD gehen weil die AfD will ja systematisch genau das nicht machen.

00:34:17: also die AfD juckt das überhaupt nicht was die Jugend da eigentlich denkt und hat auch überhaupt kein Interesse daran die Jugend irgendwie zu beteiligen.

00:34:24: Das sehen viele in der jungen Generation anders.

00:34:28: diese beiden Parteien du sprichst einen ganz wichtigen Aspekt an.

00:34:31: wir sind wieder bei Bedeutung und Nutzung von Kommunikationskanälen in der heutigen Zeit.

00:34:39: Beide dieser Parteien sind führend, in der Präsenz auf den sogenannten Social Media, also den digitalen Plattformen.

00:34:47: Sie beherrschen diese Klaviatur.

00:34:50: die AfD ist erst seit Jahrzehntein dreizehn gegründet.

00:34:52: Die ist also schon im digitalen Zeitalter entstanden.

00:34:55: Die Linke hat sich das vor wenigen Jahren systematisch angeeignet persönlich intensiv gemacht, sich über die Plattformen direkt mit den Menschen und hier jetzt dem jungen Menschen in Verbindung zu setzen.

00:35:13: Das tun beide Parteien!

00:35:14: Und der Eindruck bei den jungen Leuten ist dass die AfD direkt erreichbar ist.

00:35:20: ich kann mit den Kandidaten korrespondieren.

00:35:23: Die gehen auf Themen ein, die mich persönlich beschäftigen.

00:35:26: Wir haben bald in dieser Partei geschafft und es ist mir ein Rätsel.

00:35:30: Ich drehe dein Argument mal um, dass die anderen Parteien das nicht machen.

00:35:35: Es ist nun einmal die Kommunikationsform der Zukunft über die Plattformen.

00:35:40: Und junge Leute sind das gewohnt!

00:35:45: und müssen über diese Kanäle angesprochen werden.

00:35:48: Und das tun die traditionellen Parteien viel zu wenig, sie sind noch auf ihr älteres Publikum ausgerichtet.

00:35:56: Das Ältere-Publikum ist nicht die Ballarena der Zukunft sondern die jungen Leute zeigen genau die Richtung in wie es geht.

00:36:03: also wir sind auch beim Thema Kommunikationen und damit eben Erreichbarkeit sagen wir mal ganz vorsichtig, Gefühl der Mitbestimmungsmöglichkeit im politischen Raum durch die direkte Kommunikation über die digitalen Plattformen.

00:36:21: Finde ich auch wieder total spannend!

00:36:23: Ich würde schon zustimmen wenn man sich mal anguckt wie viele junge Menschen Social Media als Hauptinformationsquelle für Politik und so was verwenden ist ja glaube ich ein unfassbar großes Potenzial.

00:36:35: Ich finde aber trotzdem, wenn man sich Kommunikation anguckt da muss ja hinter der Kommunikations eine Informationsgrundlage stellen.

00:36:40: und ich würde schon sagen dass die Linke systematisch bessere Politik für junge Menschen macht.

00:36:45: Sei es was mit Mieten angeht sei ist was irgendwie Studienpreise angeht und die AfD macht das sehr systematischen nicht.

00:36:51: und deswegen finde ich schon, dass wenn man über die linke redet man systematische eher irgendwie in die Jugendrichtung geht weil die Link hier auch tendenziell deutlich jüngere Abgeordnete hat.

00:37:01: Also wenn man sich mal so anguckt, es gibt ja Kreisvorsitzende bei den Linken die sind irgendwie sechzehn, siebzehnt, achtzehn Jahre und das gibt's halt bei der AfD tendenziell eher nicht.

00:37:14: Ich gehe mal rein mit der Frage, sag mal Klaus haben wir, wenn wir das jetzt was wir auch gerade diskutiert haben, haben wir grundsätzlich eher ein Erwachsenenproblem oder haben wir einen Jugendproblem?

00:37:27: Genau.

00:37:30: Wir haben ein sehr starkes Erwachsenenproblem, das diskutieren wir ja die ganze Zeit.

00:37:35: aber wenn man mal runter will von der gegenseitigen Beschuldigung, die leider ein bisschen mit hineinspringt... Wir haben einen Problem des Austausches, der Interessen, der Bedürfnisse, der Empfindungen der Gefühle zwischen verschiedenen Altersgruppen.

00:37:56: Ich glaube, das ist etwas was ganz dringend mit aufgenommen werden muss in die nünftige politische Diskussion.

00:38:06: Es ist für mich als Bildungswahrscher völlig nachvollziehbar ganz anschaulich fast spürbar dass ich ja heute als junge Frau in einer ganz anderen Welt groß werde, als das zum Beispiel bei mir der Fall war.

00:38:22: Der in der Nachkriegszeit seine Kinder- und Jugendzeit hat oder beim Menschen im mittleren Alter.

00:38:29: Das sind ja andere Färbungen von Lebenserfahrungen.

00:38:34: mit unterschiedlichen Alter auch andere Perspektiven und die auszutauschen.

00:38:40: Und sie fair sich gegenseitig anzuzeigen, um sie nicht moralisch abzuwerben.

00:38:45: Und den jüngeren gegenüber zu sagen ihr seid überhaupt gar nicht in der Lage diese Situation einzuschätzen denn ihr braucht erst mal noch viel mehr Erfahrungen um das überhaupt zu können.

00:38:58: die Abwertung, wie gerade die Jüngeren immer wieder erfahren.

00:39:01: Wenn wir lieber winnen wollen und wir müssen sie überwinden damit die Gesellschaft funktioniert oder mit wirklich alle Themen von Bedeutung auch offen angesprochen werden dann braucht es dieses Wertschätzen der unterschiedlichen Perspektiven.

00:39:15: davon lebt eine Gesellschaft das sie eingeht auf die unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektive und die dürfen in Spannung und in Konflikt zueinander stehen.

00:39:26: Und deswegen halte ich viel von sogenannten Generationendiallogen, also Formen bei denen die unterschiedlichen Altersgruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Erfahrungen sich austauschen und zum Beispiel zu bestimmten Fragen Das waren vorhin ja schon mal ein Beispiel, umgang mit digitalen Plattformen.

00:39:46: Wie kann das kanalisiert werden?

00:39:49: Müssen wir das mit einem Verbot machen oder ist das eine untaugliche Struktur?

00:39:54: Das gehört in solch eine generationsübergreifende Diskussion hinein, alter Sicherung aber auch sämtlicher anderen Themen, die die Gesellschaft gerade zu tun hat Sicherheit und Umweltschutz.

00:40:11: Alle anderen Varianten von Bedeutung gehören in die öffentliche Diskussion, wo alle Altersgruppen und alle Generationen in einer fairen und leicht berechtigten Weise beteiligt werden sollten.

00:40:25: Dafür haben wir eigentlich alle Möglichkeiten und dafür sind auch wieder die digitalen Plattform natürlich ein wunderbares Forum.

00:40:35: Und ich glaube tatsächlich, dass auch wenn du die sozialen Medien ja eigentlich als unsozial beschreibst sie tatsächlich trotzdem auch soziales Netzwerken mit fördern untereinander.

00:40:46: Also auch gerade mit den Schüler und Schülerin da könnte man sonst gar nicht in der Form übergreifen in Kontakt wie man das jetzt hat oder wo man auch wirklich andere Perspektiven sehen kann.

00:40:58: Ich glaube, es ist wichtig

00:41:00: und wir bräuchten nur Zwischenruf.

00:41:03: Wir bräuchen eben sehr viel mehr Plattformen die in der öffentlichen Hand sind.

00:41:07: Warum gibt es eigentlich keine Plattform?

00:41:10: Ich sage mal der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Schule in Deutschland, die tun sich alle zusammen Also in öffentlicher Hand getragene nach gemeinnützigen Gesichtspunkten funktionierende Anbieter von wirklichen Social Media, das wär's.

00:41:30: Das hatte tatsächlich Markus Bicke da auch in einem Diskurs mal mitgesagt.

00:41:37: mit ihm dazu gesprochen habe, dass da ja tatsächlich auch ganz viele Möglichkeiten wären gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen das weiter zu verfolgen in so eine Richtung.

00:41:48: Ich würde gerne noch mal einhaken bei dem Generationendialog.

00:41:51: Also ich glaube schon und das erlebt man ja draußen zunehmend, dass die Gespräche auch stattfinden wo Jugendliche hier eingeladen werden, wo dann auch wirklich ältere mit Jugendlichen diskutieren.

00:42:02: Mir ist es ehrlicherweise immer noch zu wenig weil was passiert denn daraus konkret?

00:42:07: Wir können immer nett reden und am Ende geht jeder seiner Wege der eine seine Konstellation ändert, nämlich ich integriere in Entscheidungen wirklich Jugendliche und gleichzeitig auf der anderen Seite auch mitzukriegen die Jugendlichen.

00:42:26: Ich durfte jetzt meine Meinung sagen habe eigentlich einen guten Punkt mit eingebracht aber am Ende geht er doch eben wieder verschluckt.

00:42:33: wie schaffen wir es tatsächlich dass sowas auch konkret wird also das wir wirklich in die Umsetzung damit gehen?

00:42:40: Wir sind eine Demokratie parlamentarischer Struktur, also repräsentativ demokratische Muster.

00:42:49: in die Bevölkerung wählt Abgeordnete.

00:42:52: Die sie sozusagen im kleinen Format von was haben wir zurzeit?

00:42:56: Sechs Hundert Personen oder so auf Bundesebene repräzentiert.

00:43:01: Das heißt es ist ein Wahlakt wo ich meine Stimme abgebe.

00:43:08: Dieses als Gremium muss erreicht werden.

00:43:10: das sind die Machtzentren Jedenfalls zum großen Teil.

00:43:16: Natürlich kommt noch sehr viel durch andere politische Kräfte, durch Wirtschaftsimpulse.

00:43:22: Wir haben schließlich ein kapitalistisches Wirtschaftssystem und da kommen natürlich auch noch andere Kräften mit rein.

00:43:28: aber das Parlament muss erreicht werden wenn ich Gesetzgebung beeinflussen will.

00:43:32: Das bedeutet Generationendiagoge.

00:43:36: Zum Beispiel über einen Bürgerrat, ich nehme das Beispiel noch mal auf.

00:43:40: Der gebildet wird in dem nach einem Zufallsverfahren Menschen ausgewählt werden, angeschrieben werden.

00:43:48: willst du an einem Bürgerrat teilnehmen?

00:43:50: zur Frage der Verbesserung der Umweltsituation in der Bundesrepublik oder zur Sicherung der Alterssysteme.

00:44:00: Hier ist die Einladung und du bist zufällig aus der Einwohnermelde-Datei ausgewählt worden, das Bestein geladen hieran teilzunehmen.

00:44:09: Dieser Bürgerantakt behandelt das Thema innerhalb von vier oder sechs Wochen oder so im konzentrierten Sitzungen, holt Experten dazu Bei.

00:44:20: dem Bürgerrat würde ich darauf achten, eben habe ich schon mal gesagt dass das proportional nach Altersgruppen zusammengesetzt ist.

00:44:26: So dass die junge Generation nicht immer in einer Minderheit ist weil sie demografisch im Moment so klein ist.

00:44:32: dann kommt eine Entscheidung dieses Bürgerrates was übrigens meist sehr klare Entscheidungen und uns sehr unkompliziert auch zustande gekommen sind.

00:44:43: Wie kann diese Entscheidung bei der jetzt die jungen generation gleichberechtigt beteiligt war und hinter der Entscheidung steht.

00:44:52: Wie kann die in die Gesetzgebungsstruktur rüberkommen?

00:44:55: Das wäre ganz konkret immer die Herausforderung, da hängen wir im Moment fest.

00:45:01: das sehe ich auch so.

00:45:02: jetzt hat der Bürgerrat gearbeitet oder ein anderes Kremium uns sachlich und fair diskutiert und alle waren beteiligte und es ist auch einen klaren Beschluss gefasst worden.

00:45:14: aber Was jetzt?

00:45:19: Und da würde man also brauchen, eine Verlinkung.

00:45:22: Das heißt die Entscheidung des Bürgerrates muss ins Parlament getragen werden und im Parlament muss sie debattiert werden und muss in einen Entscheidungsprozess aufgenommen werden.

00:45:33: Mechanismen dieser Art vielleicht noch nicht.

00:45:36: der letzte Gedanke dazu, die bräuchten wir denn sonst passiert genau das... Partizipationsmuster ins Leere laufen und dann werden sie entwertet.

00:45:46: Und dann haben wir die auch noch kaputt und noch ein Verbrauchensverlust in Systemen, den wir uns nicht leisten können.

00:45:53: Also das ist ein ganz wichtiger Punkt!

00:45:55: Ich musste gerade an Schülernvertretung denken weil es ist ja im Prinzip genau das was da die ganze Zeit läuft.

00:46:00: wie alle setzen zusammen Wir arbeiten Konzeptevorschläge Teilweise kümmern wir uns um Finanzierung nur damit es am Ende nicht irgendwie entscheidungskräftig angebunden und scheitern.

00:46:11: Und das sind Teilstimmen, weil das ist einfach Scheinpartizipation.

00:46:14: Was

00:46:15: macht die Idee?

00:46:16: In der Schule muss es dann verbindlich in die Schulkonferenz oder welches Glendium auch immer da ist was wenigstens ein bisschen über Schulbelange entscheiden kann.

00:46:25: Genau dass!

00:46:26: Was mich noch interessieren würde wir wollen ja gerade eigentlich einen Wandel in der Art und Weise wie Politik gemacht wird.

00:46:33: du bist ja auch Professor bei der Herty School.

00:46:34: da kann man unter anderem auch Public Policy Studieren, die haben ja auch ganz namenhafte Alumni zum Beispiel irgendwie den Finanzminister von Rumänien.

00:46:43: Was mich interessieren würde wird denn Public Policy und wird Politik dort zum Beispiel anders gelehrt?

00:46:48: Also leg dir beim Lernen wie man gute Politik macht schon einen Fokus darauf Wie kann man das participativ gestalten?

00:46:56: Und habt ihr schon Wandel in der Basis der Politiker, die dann irgendwann mal im Bundestag zum Beispiel

00:47:01: kommen?

00:47:03: Die Philosophie untersteckt einem Wort Governance etwas schematischen Begriff.

00:47:09: Steckt das mit drin?

00:47:11: Die Konzeption, die Ausrichtung ist genau die, die wir hier diskutieren.

00:47:17: Sie ist auf Beteiligung oder Partizipation aller Gruppen mit Gleichberechtigung ausgelegt.

00:47:24: Governance bedeutet auch dass alle Sektoren der Gesellschaft, der private Sektor, der öffentliche Sektur aber auch der Sektar der Zivilgesellschaft berücksichtigt werden und sich beteiligen habe ich den wirtschaftlichen, privatwirtschaftlichen Sektor genannte wird mit dazu dass sie alle beteiligt werden.

00:47:45: Und in einen Interessenausgleich gebracht werden.

00:47:48: das ist die Philosophie bei der Hatties-Kool, die früher ja auch Hattie School of Governance hieß heute Hattiez Cool University of Governances weil wir eine kleiner, aber voll ausgebaute Universität sind.

00:48:02: Und ja von denen etwa, ich glaube es sind jetzt schon dreitausend Alumni also den Absolventen der verschiedenen Studiengänge, sind sehr viele in politische Ämter gegangen.

00:48:14: oder am liebsten wollen die Menschen, die bei uns ausgebildet werden, in Multiplikatoren und Kommunikationsrollen.

00:48:25: In internationalen Organisationen tätig sein nicht direkt in die Regierung sondern in regierungsberatende Institutionen.

00:48:33: aber Tatsache ist das ganz viele auch in Regierungsämter gegangen sind in Multiplicationsrolln war Stiftungen viele auch breit in öffentliche Bereiche hinein.

00:48:47: Und ja, ich kann nur mit dir hoffen dass das irgendwann mal etwas ausmacht, dass da für Partizipationen politische Interessensdurchsetzung unter Berücksichtigung von Wünschen und Bedürfnissen und Emotionen ausgewildete Menschen dass die stärker ins politische Leben und auch ins gesellschaftliche Leben eintreten, dass das einen Unterschied

00:49:11: macht.

00:49:18: Lj, schließt du noch an?

00:49:20: Ich kann es auch nochmal anschließen.

00:49:22: Was ich ja auch merke... Du hast ja eben den Interessenausgleich angesprochen aber das was man eigentlich machen würde oder machen bräuchte ist ja eigentlich ein Machtausgleich.

00:49:34: Ich merke ja vor allem, dass total viele Menschen gerade auch im Schlüschenkontext immer an dieser Macht festhalten und sie auch nicht abgeben können.

00:49:41: Wir haben damals die Drittelparität in den Schulkonferenzen eingeführt, dann schrien natürlich alle Schulleitungen auf.

00:49:47: Die sind jetzt handlungsunfähig wir können nicht mehr über unsere eigene Schule entscheiden und das ganze Ding wird irgendwie vor die Hunde laufen.

00:49:55: Ist überhaupt nicht so gekommen würde es zu sagen diese Angst die viele Menschen in Macht haben diese Markt zu verlieren ist überhaupt gerechtfertigt?

00:50:04: Nein, bei der Schule haben wir schon angefangen vorhin zu diskutieren.

00:50:11: Man merkt auch alle, dass wir unter völlig neuen Bedingungen neue Führungsstrukturen brauchen.

00:50:19: Die Schule ist keine Wissensvermittlungsagentur mehr was sie noch bis vor dreißig Jahren war.

00:50:25: da konnte man das rechtfertigen.

00:50:27: Das gut ausgebildete Fachleute als Lehrkräfte meist in zwei Fächern perfekt durch ein Studium ausgebildet.

00:50:39: Hier wissen, weitergeben an junge Leute die das sonst nirgendwo erschließen und erwerben können, sondern... eine direkte Vermittlung erfahren.

00:50:50: Dann ließe sich vielleicht auch rechtfertigen diese Organisationsstruktur der Schule mit Klassenverbänden, mit ziemlich heraichisch aufgebauten Strukturen und Jahrgangsabfolgen.

00:51:04: Das macht heute so alles kein Sinn mehr!

00:51:07: Und in den letzten zwanzig Jahren ist das auch richtig spürbar geworden.

00:51:11: Die Schule ist keine Wissensvermittlungsinstanz mehr.

00:51:15: Das Wissen kommt aus, sind wir da dabei?

00:51:18: Kommt aus den digitalen Kanälen, kommen aus dem Internet und es ist erschließbar für jeden.

00:51:24: durch künstliche Intelligenz kann es jetzt binnen Minuten das ersetzen was früher in einer komplizierten Kaskade von Unterrichtseinheiten erarbeitet werden musste dass das heute durch Knopfdruck.

00:51:38: also verändert sich die Rolle von Schule und an meiner erster Stelle, wir haben es auch schon kurz erwähnt die Rolle von Lehrkräften.

00:51:45: Die sind jetzt nicht mehr Wissensvermittler sondern da sind teilweise den Schülerinnen und Schülern gleichberechtigt beim Erschließen oder sogar unterlegen.

00:51:58: Das heißt sie sind in der Rolle des Lernbedleiters eine verhältnismäßig leicht berechtigte Position wie ein Schüler Und der Bildungsprozess ist jetzt ein gemeinsamer Arbeitsprozess.

00:52:14: Man erschließt sich gemeinsam Sachverhalte und Zusammenhänge, das bedeutet natürlich dass die ganze Organisationsform von Schule anders aussieht.

00:52:23: es gibt Schulen da gibt es keine Klassenräume mehr sondern dann gibt es Arbeits-Ecken und einen großen Versammlungsraum und es gibt Räume mit technischer Ausstattung und Labore und Werkstätten.

00:52:38: Es ist wie ein moderner Arbeitsplatz, an dem an verschiedensten Enden und Ecken gearbeitet und gewerkelt und gemacht und Videos produziert werden.

00:52:50: Und Wissen geschöpft wird und Wissen verarbeitet und weiter entwickelt.

00:52:56: Also eine Bildung die Schule als Arbeitsplatz.

00:53:01: Das ist eigentlich die Entwicklung, in die wir gehen und dafür eine Organisationsform zu finden heißt natürlich das alle Beteiligten auch in den Entscheidungsfunktionen sitzen müssen.

00:53:14: Und selbstverständlich sind das auch die Schülerinnen und Schüler, die ihre eigene Position einbringen und in den leitungsgremien mitsetzen.

00:53:24: Das wird alles eine viel kollegialere Struktur als wir das bisher kennen.

00:53:28: Da ist nicht nur eine einzige hierarchisch führende Persönlichkeit – es gibt vielleicht noch einen CEO!

00:53:34: der die Schule männlich oder weiblich, der die Schule vertreten nach außen und als Kloger, Personen das ganze Manage.

00:53:41: Aber ansonsten sind das Teamstrukturen bei denen alle an dem schulischen Arbeitsleben Beteiligten eine gleichberechtigte Rolle haben?

00:53:53: Das ist ja wirklich spannend was du jetzt auch mit strukturell sozusagen auch beschreibst.

00:53:57: Das zeigt dir auch auch mit dem was wir vorher gesprochen haben wie viele Jugendliche heute eigentlich können, leisten, wissen und welchen Umgang sie tatsächlich auch haben.

00:54:10: Und auch an ihren Kompetenzen mit erweitern.

00:54:12: also das ist ja auch was wo wir bei Digital History ganz stark darauf setzen Wie verändert man die Kompetenz?

00:54:18: Wie kann man die üben um die dann in die Anwendung zu bringen?

00:54:22: Wenn du dir das jetzt anguckst, was da alles gefordert ist und gleichzeitig sehen wir dann wie sehr auf die junge Generation geschimpft wird.

00:54:33: Dass wenig Wissen da ist, dass sie nicht loslegen können, die Betriebe permanent unzufrieden sind.

00:54:40: Wir gleichzeitig mitkriegen... Das heißt, die lehnen sich nur zurück!

00:54:44: Die tun ja überhaupt nichts.

00:54:45: Sie sind faul ganz überspitzt jetzt auch natürlich dargestellt Wir aber gleichzeitig erleben, wie Sie ganz viele Dinge ganz anders machen.

00:54:55: Brauchen wir dann nicht auch andere Dinge?

00:54:57: Wie wir sowas evaluieren also gerade im Kontext des PISA-Tests?

00:55:02: wenn wir uns das alles angucken müssen da nicht solche Dinge tatsächlich ganz massiv auch geändert werden um tatsächlich die Fähigkeiten der Jugendlichen anders sichtbar zu machen?

00:55:13: denn sie ist ja da

00:55:15: Ja, auf jeden Fall.

00:55:16: Übrigens finde ich das PISA dieses von der ist nicht UNESCO sondern OECD etablierte internationale Vergleichssystemen von Leistungen In diesem Bereich sehr, sehr offen.

00:55:37: Da werden ja nicht nur Leistungen gemessen, sondern im Laufe der Jahre seit zweitausend Handelter Systemen etabliert sind immer auch nebenunterrichtliche soziale kommunikative bis hin zu emotionalen Aspekten mit in die Erhebungen aufgenommen worden.

00:56:00: und das ist genau die Richtung, die du beschreibst die ich für ganz wichtig halte.

00:56:07: Wir können das auch noch mal drehen, was ist denn heute entscheidend?

00:56:11: Eine Schule soll ja die Menschen, die dahinein kommen als Kunden, die Schülerinnen und Schüler soll sie ja stark machen.

00:56:26: Sie sollen trainiert werden, mit ihrem täglichen Leben gut zurechtzukommen und wenn die Schule verlassen, sollen sie in der Lage sein einen guten Anschluss zu finden und auch berufstätig zu leihen.

00:56:39: Das alleine nur mit den Leistungsmessungen in fest definierten Fächern auszudrücken ist sehr eng.

00:56:51: jede Messung des Erfolges von Schule nicht dastehen bleiben.

00:56:55: Natürlich ist das von der Deutung, welche Fähigkeiten ich habe in Kerngebieten... Aber sie sind nicht das alles Entscheidende, sondern immer wichtiger wird Wahrhochschuhe.

00:57:06: Jetzt merken wir es so richtig.

00:57:07: Immer wichtiger wird die persönliche Fähigkeit mit Belastungen umzugehen, flexibel zu sein, Konflikte auszuhalten und Krisen aushalten überhaupt mit Unsicherheit zu leben und dabei eine stabile Persönlichkeit zu haben.

00:57:22: In meiner Sprache ist das also eine Herausforderung an die Schulen auf alle Entwicklungsherausforderungen des Lebens vorzubereiten und sie alle in der Schule zu berücksichtigen.

00:57:33: Nicht nur Leistung, also nicht nur Bildung und Qualifikation sondern auch soziale Kompetenzen umgangsformen Kontaktaufnahme Bindungen Beziehungen eingehen zu können Kompetenz zu konsumieren, Souverän mit Medien umzugehen.

00:57:54: Mit Freizeitangeboten, mit Regeneration und Geld umzugeben.

00:57:58: Und eben haben wir angesprochen auch sozial engagiert und politisch beteiligen können.

00:58:06: Das sind die Herausforderungen der eine moderne Schule hat.

00:58:10: Wenn wir da traditionell in Deutschland nur die Bildungs- und Qualifikationsebene berücksichtigen, dann kann da keine... in sich stimmige Bildungsinstitutionen draus werden.

00:58:21: Und deswegen, glaube ich hängen wir da auch fest!

00:58:24: weil es so wenig gelingt, die Gesamtpersönlichkeit von Schülerinnen und Schülern in die schulische Arbeit einzubeziehen.

00:58:33: Und dass wir sich irgendwie geschildert haben, die Schule als Arbeitsplatz das gestattet hat.

00:58:37: Da kann ich dann tatsächlich alle solche Aspekte berücksichtigen.

00:58:40: Für mich ist ein Abschlusszeug nicht so aus wie heute, dass da fünfzehn Noten aufgelistet sind, sondern sie können bleiben.

00:58:50: Das zweite Teil des Zeugnises wird beschrieben, was dieser Mensch an Fähigkeiten im Voraussetzung und Kompetenzen in verschiedenen anderen Bereichen hat.

00:59:02: eine Profilbeschreibung der Fähigkeiten.

00:59:05: Und das, was wir heute haben, dass einige Schülerinnen und Schüler überhaupt gar keinen Abschlusszeugnis kriegen, das gehört von heute auf morgen abgeschafft.

00:59:12: Das ist eine der schlimmsten Konstellationen die wir überhaupt haben, das von Staat wegen öffentlich jemandem die Nachricht bekommt.

00:59:19: Das sind ja fast sieben acht Prozent.

00:59:22: Du bist ein Schulversager!

00:59:23: Was soll das?

00:59:25: Dieser Mensch hat ja Fähigkeiten.

00:59:27: Natürlich kriegt er seinen Schulabschluss Zeugnis und habt ihr dann auch ganz realistisch drin, was er kann was er für Profil hat, was er nicht kann geht daraus auch hervor.

00:59:35: Aber er hat einen Abschluss und hat die Schule abgeschlossen und bekommt ein entsprechendes Zeugnis.

00:59:41: also da sind viele grundsätzliche Dinge noch umzustellen wo wir weit empfehlt sind.

00:59:48: Ich komme hier aus Bremen und wir in Bremen sind immer auf dem letzten Platz in allen allen Crashwitz-Tests Und deswegen kann ich auch total gut damit irgendwie resonieren wenn du sagst Vielleicht sind das gar nicht so die richtigen Maßstäbe, dass gerade angesprochen.

01:00:02: PISA hat theoretisch auch Zusatzmodule und Sondererhebungen im Bereich sozialemotionale Kompetenzen.

01:00:09: Aber der Kern liegt ja im Prinzip eigentlich immer noch auf lesenrechnenden Schreiben oder turwissenschaftliche Kompetensen.

01:00:15: Und da frage ich mich halt immer wieder ob das wirklich der Standard ist an den wir uns alle in Europa und auch in Deutschland orientieren sollten.

01:00:23: wenn das eine totale Engführung von einem Bildungsbegriff Würdest du persönlich, dafür plädieren eher in die Richtung zu gehen weg von nur Lesen, Rechnen und Schreiben?

01:00:33: Sondern vor allem hauptsächlich diese Kompetenz, die man dann auch braucht um der Gesellschaft wirksam zu sein.

01:00:40: Wir dürfen nicht gegeneinander ausspülen.

01:00:41: das haben ja alle bitter gelernt sind ja alle davon ausgegangen.

01:00:49: In dem Moment, wo ein modernes Leserechtschreibsystem auf dem Computer zur Verfügung steht, brauchen wir nicht mehr zu wissen wie man schreibt und wie man richtig schreibt.

01:01:02: Das ist aber eine Täuschung.

01:01:04: die Souverän umgehen auch mit künstlicher Intelligenz dann inzwischen kann nur einen Mensch der selbst die Grundrechnarten und das Grundmuster lesen und schreiben möglichst sehr gut beherrscht.

01:01:18: Sonst werde ich überrumpelt und übertäupelt von dem System.

01:01:23: Das heißt, wir dürfen die beiden Bereiche nicht gegeneinander ausspielen.

01:01:27: Lesen, rechnen und schreiben sind die absolut zentralen Kulturtechniken und jede Schule muss sehen dass sie da so viel wie möglich an Grundlagen bei den Schülerinnen und Schülern legt.

01:01:39: Deswegen bleiben die auch für mich im System der Evaluation, der Messung von Ergebnissen und Fähigkeiten enthalten.

01:01:48: Aber sie werden eingebettet und ergänzt durch ganz viele der anderen, die wir angesprochen haben.

01:01:54: Also so würde ich auf deine Frage antworten.

01:02:04: Ich würde zum Abschluss nochmal zwei Fragen aufgreifen wollen.

01:02:08: Nämlich was würdest du denn Erwachsenen mit an die Hand geben?

01:02:12: Und sagen denkt doch da mal drüber nach.

01:02:18: Erwachsenen würde ich mit auf den Weg geben.

01:02:21: Ihr seid Angehörige einer Generation, eure Kinder sind Angehöhrige aller ganz anderen Generationen und habt völlig andere Bedingungen aufgewachsen.

01:02:32: Zwar mit euch zusammen und ihr habt damit auch gemeinsame Erlebnisse aber in einer anderen Zeit unter anderen Bedingung.

01:02:41: Und ihr müsst das unbedingt respektieren, ihr Älteren, ihr Mütter und Väter.

01:02:48: dass ihr es mit einem jungen Menschen zu tun habt, der ganz andere Lebenserfahrung hat und alle Parallelen und Vergleiche hinken.

01:02:56: Und alles sagen, ich weiß das besser als du muss ganz kritisch hinterfragt werden weil das überhaupt nicht stimmen kann.

01:03:04: Ihr habt vor euch eine eigenständige Persönlichkeit eurer Rolle als Eltern ist die so stark wie möglich zu machen und wenn ihr merkt, die ist anders als ihr.

01:03:14: Genau das als ein Gewinn war zu nehmen.

01:03:17: also diese Rolle um aus dieser fürsorgenden protektionistischen überfür sorglichen Haltung heran überbehütende Rolle herauszukommen, die halte ich heute für ganz wichtig.

01:03:31: Und bei den jungen Leuten lautet die Botschaft ja respektiert tun die übrigens sehr stark mehrheitlich, respektiert die Leistung eurer Eltern.

01:03:42: Schätzt sie, guckt euch ab, wie die ihr Leben machen und macht euch euer eigenes Bild ob ihr das übernehmen wollt oder nicht?

01:03:50: Als Muster bleiben Sie euch und als soziale Modelle bleiben Sie Euch also wieso erhalten und dann Ihnen könnt Ihr überlegen ob wir so leben wollen oder anders leben wollen.

01:04:01: Vielen Dank dafür!

01:04:03: eine mini abschließende Frage noch stellen, die vielleicht auch wirklich persönlich ist.

01:04:08: Du bist ja nicht nur Wissenschaftler der sich ganz lange mit diesen Themen auseinander gesetzt hat, der heute noch sehr engagiert reingeht was brauchen Jugendliche?

01:04:18: Der sich dafür stark macht dass das passiert.

01:04:21: wie selber war es aber auch für dich als Elternteil weil du bist ja auch Papa tatsächlich und hast ja auch deine Kinder sind heute erwachsen hast aber auch da selber bestimmte Dinge gehabt, die nicht immer ganz so einfach war.

01:04:35: Kannst du vielleicht noch mal auch aus deiner Sicht als Elternteil?

01:04:38: Du kannst ja vieles jetzt auch verstehen was da draußen passiert.

01:04:41: aber wie geht es dir als Elternteil wenn du da drauf guckst?

01:04:45: Wie würdest du da auch mithandeln?

01:04:47: Vielleicht kannst du da nochmal einen abschließenden Rat mit an die Seite geben.

01:04:51: Ich bin sehr froh und auch sehr stolz dass ich als Vater wirklich mit meiner Frau zusammen fast auf die Stunde gleichberechtigt die Kindererziehung gemacht habe vom ersten Tag an.

01:05:06: Das finde ich ganz toll, dass das geklappt hat.

01:05:08: Ich bin in einem Beruf, wo ich flexibel die Arbeitszeit einteilen kann und da haben wir voll ausgenutzt.

01:05:16: Meine erste Frau war auch Wissenschaftlerin oder Professorin und wir haben uns die Arbeit wirklich auf die Stunde geteilt habe ich ein gutes Gefühl, wie pädagogische Arbeit im Familienbereich aussehen kann und welcher Rolle Eltern sein bedeutet.

01:05:38: Und da würde man sagen das was wir eben diskutiert haben war für mich dann immer der Orientierungspunkt.

01:05:43: Ich habe später dann einmal theoretisch versucht das auf den Punkt zu bringen und gesagt die beste Haltung in der Erziehung von Eltern ist Die eigene Autorität nicht zu leugnen.

01:05:57: Ich habe noch mal die Autorität als älterer und bin berufstätig und habe dadurch bestimmte Finde, also das bringe ich mit in die Beziehung zu meinem Kind ein.

01:06:06: aber ich berücksichtige gleichzeitig die Bedürfnisse meines Kindes und daraus mache ich eine Balance, eine Balance aus Autoritätsausübung fair und sachlich und transparent, und Berücksichtigung der Bedürfnisse.

01:06:21: Und jetzt achte ich darauf das magische Erziehungsdreieck genannt, dass die Impulse von Anerkennung an Regung und Anleitung, dass sie sich gut mischen.

01:06:32: Da habe ich mich immer theoretisch dran orientiert um die Praxis umzusetzen.

01:06:40: Die sind ja auch fünftig und die haben inzwischen auch noch eine ganze Menge von Enkelkindern.

01:06:45: Dann denke ich, es ist mir zum Glück gelungen.

01:06:49: Sehr schön vielen Dank für die Einblicke.

01:06:51: noch zum Abschluss!

01:06:53: Und ich wünsche uns tatsächlich das dass nicht nur bei den Generationen Dialogen bleibt, sondern das tatsächlich wir auch viel stärker in die Umsetzung kommen und freue mich darauf mit dir im Austausch zu bleiben.

01:07:04: Und sagt vielen Dank, Eliott

01:07:05: für

01:07:07: die Superfragen, die du auch hier gestellt hast.

01:07:09: Ich bin gespannt was unsere Hörerinnen sagen.

01:07:12: Danke!

01:07:13: Ja ich danke euch beiden, dass ihr soviel auf mir herausgekitzelt habt.

01:07:19: Alles Gute tschüss.

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