#103 Lilli Berthold bei der #lunchbox
Shownotes
Meine Gästin ist heute Lilli Berthold. Sie ist 18 Jahre alt und geht in Halle (Saale) in die 12. Klasse eines Gymnasiums. Ihr Engagement im Bereich der Schülervertretung begann 2023, als sie Workshops zum Thema Bildung für andere Jugendliche gegeben hat. Später engagierte sie sich in Halle, Sachsen-Anhalt und schließlich in der Bundesschülerkonferenz als Schüler*innenvertreterin. Ihre Herzensthemen sind vor allem politische Bildung, der Kampf gegen Rechtsextremismus und der Wandel von Schule als Lernraum hin zu Schule als Lebensraum. Zugleich ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Bereiche, in denen sich aus ihrer Sicht an Schule etwas verändern muss.
Vernetze dich gerne mit Lilli oder folge ihr auf LinkedIn.
DigitalSchoolStory befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Seit unserem Start wachsen wir kontinuierlich. In unserem Unterstützer-Umfeld finden sich Fachleute aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und ThinkTanks.
Zum Einlesen:
- Unsere Organisation
- Erlebe uns in der Klasse
- So geht Mathe mit DigitalSchoolStory: TikTok im Matheunterricht
- Schau Dir unsere Fokusthemen an rund um Demokratie- und Wertebildung, Berufliche Orientierung und Prävention Ein lebendiges Beispiel ist das Projekt Wertebildung an der Taunusschule in Bad Camberg gemeinsam mit unserem Kooperationspartner der Werte-Stiftung: Wie Demokratiebildung in der Schule funktionieren kann, zeigt eine kooperative Gesamtschule in Bad Camberg. Schüler sollen lernen, digitale Kommunikationsmechanismen zu verstehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Das zeigt der Beitrag "Volle Kanne" vom ZDF. Genauso wie das Projekt Demokratiebildung an der RS Meitingen, das die Augsburger Allgemeine dokumentiert hat.
- Die Lernmethode DigitalSchoolStory ist wissenschaftlich evaluiert:
- Fraunhofer FIT entwickelt Fragebogen zur Messung von Bildungskompetenzen
- Lehrkräfte beobachten Kompetenzstärkung der Schüler:innen durch DigitalSchoolStory
- Warum wir für Unternehmen interessant sind
Das sind wir: www.digitalschoolstory.de
Unsere Preise: - Wir zählen zu den sieben Preisträgern des startsocial-Bundeswettbewerbs 2023/24 und erlebt Bilder und Eindrücke an dem Tag in der Hessenschau (ab 10''02)
- Wir sind Gewinner des Corporate Digital Responsibility Award 2023 in der Kategorie Verbraucherbelange
Wir sind flexibel anpassbar und machen Integration anders erlebbar: https://copetri.digitalschoolstory.de/case-ukraine
Wir sind der Transformations-Aktivator in Unternehmen, um Menschen ins Machen und selbst gestalten zu entwickeln: https://copetri.digitalschoolstory.de
Unsere Musik: "Gutes Gefühl" von Fargo
Transkript anzeigen
00:00:02: In eine neue Podcast-Folge in die Lunchbox und ich freue mich sehr, dass Lili Bertolt heute meine Gästin ist aus der Bundeschülerkonferenz.
00:00:10: Herzlich willkommen!
00:00:12: Guten Morgen Nina.
00:00:13: Hallo!
00:00:15: Lili wir haben immer so den Punkt das man sich ein bisschen persönlich selber noch mal vorstellt um so ein bisschen zu sagen wie würde man sich denn persönlich auch beschreiben?
00:00:24: Welche
00:00:24: drei Hashtags würdest du wählen?
00:00:26: Das
00:00:27: hätte jetzt ein bisschen kompliziert.
00:00:30: Also auf jeden Fall der Hashtag Bundes-Schülerkonferenz, dass so ein bisschen die Arbeit, die ich mache.
00:00:42: Vielleicht noch Hashtags... Jetzt wird es schon langsam brenzlig!
00:00:49: Es ist doch erst der zweite?
00:00:50: Auf!
00:00:52: Ja,
00:00:54: vielleicht noch.
00:00:56: Ich habe noch Hashtec Navi für Naturwissenschaften.
00:01:02: weil meine Schule darauf ausgerichtet war und weil ich das auch mal in die Richtung studieren möchte, wäre es vielleicht noch ein Hashtag.
00:01:10: Und Hashtags Haustiere, da ich in meinem Leben ganz viele verschiedene Haustiere hatte.
00:01:18: Ach cool!
00:01:19: Okay dann lass uns doch damit starten.
00:01:21: was sind das für Haustierer die du
00:01:25: hattest?
00:01:26: Ich hatte schon ganz viel verschiedene Katzen Weil wir auch häufiger mal, wenn Familienmitglieder sich nicht mehr kümmern konnten oder sowas.
00:01:35: Dann haben die Katzen und die Vögel schon übernommen.
00:01:40: Rehensittiche... Wir hatten einen Hund, wir hatten auch mal Goldfische.
00:01:46: Wir hatten ganz viele Kaninchen.
00:01:49: Das war immer so... Da war ich immer ein bisschen traurig, weil meine Eltern hatten sich diese Kaninchen eigentlich angeschafft.
00:01:56: Um die auch zu schlachten und um sie auch zu essen.
00:01:58: Und das war so eine richtige Kaninchenerasse, die man extra gezüchtet hat dafür aber ich durfte es immer nicht wissen.
00:02:07: deswegen wurde mir kurz bevor es soweit war gesagt dass die Kaninche ins Ferienlager fahren müssen Weil diese Rasse streng gezüchtet wird, sehen alle Exemplare dieser Rasse wirklich gleich aus.
00:02:22: Und dann kam nach der Ferienlagerzeit auf einmal neue Kaninchen und ich dachte das wären die gleichen wie vorher.
00:02:29: Das war aber nicht so!
00:02:33: Jetzt inzwischen finde ich das total lustig, aber das ist schon ein bisschen komisch gewesen damals.
00:02:37: Aber ja wir hatten extrem viele Kaninche.
00:02:40: Aber sagen wir gerade mit dem Punkt, jetzt war das ja wahrscheinlich einfach wenn man auch damit anders umgegangen ist und dass irgendwie auch einem Kind nicht gleich so sagen wollte.
00:02:47: Aber wie wirkt es so auf dich?
00:02:49: War das in der Situation aber eine richtige Reaktion oder hättest du dir eher gewünscht, dass Eltern mit ihr anders gesprochen hätten?
00:02:58: Ich glaube ich persönlich habe das nicht ganz... Also ich hab' das nicht so ernst genommen.
00:03:06: natürlich war mir klar Diese so eine Ferienlageerzählung, dass er natürlich auch nicht wahr ist und dass da irgendwas anderes dahinter steht.
00:03:14: Und es hat mich aber auch nicht so wirklich interessiert.
00:03:16: Aber irgendwann war ich einfach selber an dem Punkt wo ich gesehen habe achso Menschen schlachten Tiere und das Fleisch, was ich esse dafür werden auch Tiere getötet.
00:03:26: Ich habe dann auch glaube ich schon relativ früh dadurch dass sich hier so ländlich wohne auch schon mal mit Hühner- und Kaninchenschlacht geschlachtet oder hab damit zugeguckt und habe mich dann auch dafür entschieden auf jeden Fall sehr viel weniger Fleisch zu essen.
00:03:42: nachdem ich die Experience war mitgemacht habe aber also nicht persönlich hat es nicht getroffen dass mir damals quasi nicht die Wahrheit erzählt werden konnte.
00:03:56: Ich glaube aber, dass es wahrscheinlich für so eine normale Auch für ein bisschen Awareness demgegenüber, was es eigentlich bedeutet.
00:04:04: Tiere zu essen, Fleisch zu essen.
00:04:05: Dass man die Tiere, die man ist, dass man sie sich auch Zuhause hält.
00:04:09: Dass das so ein bisschen ein Kreislauf ist und einen Haushalt bewirtschaftet.
00:04:13: Vielleicht hättest du mir einfach in der Lehre, die ich daraus ziehen hätte können mehr geholfen mit mir ehrlich umzugehen?
00:04:20: Aber mich persönlich hat es dann nicht gestört.
00:04:22: Ich war nicht sauer im Nachhinein oder sowas.
00:04:24: Ich hab mit meinen eigenen Erkenntnissen irgendwo geholt
00:04:30: Lili, da sind wir so ein bisschen ja mit in einem Thema auch drin.
00:04:35: Was unterschätzen Erwachsene denn eigentlich grundsätzlich an jungen Menschen?
00:04:40: Ja also das war wirklich eine extrem gute Überleitung!
00:04:43: Also ich finde gerade... Also ein Ding, das Erwachsene an jungen Menschen unterschätzen.
00:04:49: Dass sie eigentlich sehr weitsichtig sein können und dass die auch wirklich sehr logisch und verknüpfend über den Tellerantinaus denken können.
00:04:58: Und dass ihnen das dementsprechend weil ihnen Dinge abgesprochen werden vielleicht so was wie Lebenserfahrung oder sowas wie Weitsichtigkeit, Weisheit ist ja irgendwie alles mit dem Alter ein bisschen hergeht zumindest in der Wahrnehmung abgesprochen wird.
00:05:19: Sie haben das, junge Menschen sind wirklich fähig die Welt zu verstehen so wie sie im Gesamten ist und ich glaube dass Erwachsene versuchen die dementsprechend immer kleinzuhalten entweder Informationen zu verstecken oder was wahrscheinlich auch ein bisschen mit auf Naja, auch mit unserem Geringem am meisten resoniert es die Tatsache dass ihnen dann auch Mitsprache verweigert wird.
00:05:44: Dass sie in große Entscheidungsprozesse nicht einbezogen werden weil ihnen nachgesagt wird doch gar nicht die Situation überblicken zu können doch gar Nicht eins und eins so zusammensetzen zu können das man hier die jungen Leute tatsächlich in dem Entscheidungs Prozess einbinden sollte Das ihnen die Erfahrung fehlt und dass ihnen vielleicht auch dieses konsequente Denken fehlt.
00:06:05: Ich glaube, das ist ein Fehler, den man macht.
00:06:07: Weil Jugendliche entwickeln das ja schon in einem sehr frühen Alter.
00:06:13: Die Welt irgendwie in ihrer Gesamtheit zu verstehen, Konfliktsituationen einzuordnen, komplexe Situationen irgendwie in kleine Teile zu unterteilen um sie dann eben greifbar und Verständnis also zu verstehen.
00:06:27: Und ich glaube wenn man ihnen das einfach ein bisschen mehr zugestehen würde Dann könnte man zum einen endlich mal die Perspektive junger Menschen mit einbinden.
00:06:40: Zum anderen, könnte man aber gerade die Kompetenz sich einzubringen, Dinge zu verstehen, Mitreden zu wollen auch fördern.
00:06:47: also Die Teilhabe ist ja an sich auch wieder ein Selbstzweck.
00:06:52: Also Teilhäbe führt ja wieder zu mehr Teilhaube und wieder zu Mehr Einbringung.
00:06:57: Genau Und ich glaube das ist so ein bisschen der Konflikt zwischen zwischen zwei Generation oder mehreren Generationen.
00:07:04: Ja, ist bisschen schwierig.
00:07:07: Was glaubst du was deiner Meinung nach Erwachsene daran hindert die Jugendliche Perspektive da auch ein Stück weit mehr einzubeziehen?
00:07:18: Also es wird ja häufig Erfahrungen vorgeschoben wenn man mit älteren spricht, was man selber irgendwie gesammelt hat.
00:07:25: Ja das würde irgendwie nicht reinpassen.
00:07:28: Hat es nicht viel mehr oder hatte überhaupt etwas auch mit Kontrollverlust zu tun?
00:07:36: Sicherlich ich denke mal... Es gibt ja auch wissenschaftliche Studien darüber dass Menschen sich auch mental wohler fühlen Wenn sie über einen gewissen Zeitraum ihre ihre Abläufe überblicken können, ihre eigenen Handlungen und ihr eigenes Umfeld kontrollieren können.
00:07:57: Also das hat man am meisten erforscht bei Menschen die Fluchterfahrungen gemacht haben wo dann eben herausgefunden werden konnte dass gerade dadurch als Person auf der Flucht ist, dass man nicht abschätzen kann was passiert heute im Laufe des Tages.
00:08:14: Weil welche Hürden muss ich heute noch überwinden?
00:08:17: Was passiert morgen?
00:08:18: bin ich morgen noch mit meiner Familie zusammen gibt es vielleicht Situationen die auch das eigene Leben bedrohen und das waren so dass man diese Situation an denen man quasi rausfinden konnte dass das Gefühl von Kontrolle und das gefühl von Integrität und Selbstwirksamkeit auf das eigene leben tatsächlich im großen Rahmen sehr viel ausmacht über die Art und Weise wie dass man seine eigene Lebensqualität auch wahrnimmt.
00:08:41: und das eben durch fehlende Teilhabe dann wieder wegzunehmen, führt ja genau zu diesem Kontrollverlust.
00:08:47: Wenn man jetzt auf verschiedene politische Debatten schaut – das Rentenniveau des Social-Media-Verbots, den Diverdienstpflicht – da ist die Frage inwiefern will man dann Jugendlichen da auch ein Stück weit Kontrolle über ihr selbstbestimmtes Leben noch lassen?
00:09:05: Und inwiefern möchte man aufgrund irgendwelcher Autoritätsargumente das in Kauf nehmen, Jugendliche auch so nachhaltig zu schädigen?
00:09:17: Auch schon im Entscheidungsprozess.
00:09:20: Was glaubst du was das für Auswirkungen auch für Jugendliche hat?
00:09:24: also wie erlebst du dass selber wenn diese Wirksamkeit am Ende fehlt Partizipation richtig auszuleben?
00:09:34: Meistens Resultiert das in Resignation unter Jugendlichen?
00:09:39: Die wenigsten sind wirklich auf dem Pfad, dass sie so wie wir jetzt als eine Schülervertretung oder andere politische aktive Gruppen sowas wie Fridays for Future oder auch Jugendparteien.
00:09:54: sich organisieren und dann irgendwie versuchen, sich ihre Stimme zu erkämpfen.
00:09:59: Das ist ja wirklich nur ein sehr kleiner Teil der meistens auch privilegiert genug ist das zu machen.
00:10:06: Der andere Teil, der umweltengrößer ist und der wirklich die Mehrheit der jungen Leute betrifft sei es jetzt im städtischen Raum oder ländlichen Raum in welchen Altersgruppen oder mit welche Herkunft immer ist einfach die Resignation davor sich tatsächlich überhaupt noch an diesem Geschehen, was politisch stattfindet, was gesellschaftlich stattfindend beteiligen zu wollen und davon auch tangiert werden zu wollen.
00:10:28: Also dieses klassische Phänomen von der Politikverdrossenheit dass man ja dann auch immer wieder in irgendwelchen Wahlumfragen erfassen kann das Menschen die sich von derpolitik gar nicht tangiert fühlen, die das Gefühl haben sie sind hier gar nicht getroffen, sie sind ihr gar nicht eingebunden es wird keine Politik für Sie gemacht handieren ja auch nicht dazu ganz laut zu werden, sich zu organisieren, sich zusammen und für ein bestimmter Partei einzustehen.
00:10:55: Sondern sie tendieren ja zum Nichtwählen.
00:10:57: Und so ist das auch unter Jugendlichen.
00:10:58: einfach zu sagen ich will davon nichts mehr hören.
00:11:02: Tagesschau mache ich konsequent aus wenn man vielleicht tagesschau auf instagram guckt oder sowas.
00:11:08: Ich weiß nicht wie viele Jugendliche noch nach Rundfunk gucken
00:11:15: aber
00:11:16: Genau, ich möchte auch nicht mehr darüber diskutieren.
00:11:18: Das heißt, ich lasse es auch nicht zu, dass mich irgendwie in einem großen Meinungspluralismus bewege, sondern ich möchte einfach in meinem gewissen Leben das Ich zurückgelassen worden bin und möchte mich einfach nicht mehr damit auseinandersetzen habe da jetzt auch keine Aktien mehr dran.
00:11:33: Und das führt eben zum einen dazu wie bei den Nichtwählern, dass man eben als Jugendliche Stimme nicht mehr gehört wird.
00:11:39: also die Leute, die sich auch nicht laut machen werden dann dementsprechend nicht gehört gerade wenn Jugendliche ja auch keine.
00:11:45: Also deswegen ist ja das Wahlbeispiel vielleicht auch ein bisschen schlecht, weil Jugendliche hier einfach keine Mehrheit sind für irgendwelche Wahlen.
00:11:51: Für demokratische Entscheidungsprozesse sind Jugendliche meistens keine Mehrheiten.
00:11:57: aus politischer Perspektive berücksichtigt werden müsste.
00:12:01: Aber zum anderen führt es dazu, dass sich da dann Meinungen versteifen wenn es die denn schon gibt... Da kann man dann auch noch mal darüber reden, dass das ein Teil von Radikalisierung ist.
00:12:14: Das ist auch ein Teil der Jugendliche aus dem demokratischen Spektrum rausdrängt.
00:12:20: aber vor allem ist es der Teil, der sie dazu bringt sich nicht mehr daran zu beteiligen.
00:12:27: Genau, ich würde gerne da noch mal so ein bisschen, dass wir uns so ein bißchen da nochmal annähern.
00:12:33: Die Shell Jugendstudie hat ja in dem Kontext auch rausgekriegt, dass fifty-fünfzig Prozent der Jugendlichen politisch sehr wohl interessiert sind und sich auch weiter informieren wollen darüber was Politik tatsächlich aktiv passiert.
00:12:51: Jetzt hast du ja auch gerade gesagt, dass man nicht so wirklich mit einbezogen wird und wir schon auf
00:12:58: Strömungen erkennen,
00:13:00: dass Jugendliche rechtsradikale Parteien wählen.
00:13:06: Wie siehst Du das?
00:13:08: Gibt es eine Trotzreaktion?
00:13:11: Ich gehe dann in die andere Richtung um zu gucken ob wir da mehr Mitbestimmung kriegen ist jetzt tatsächlich auch ein Stück weit die entgegengesetzte Haltung, die man zu Hause mit in der Erziehung mitbekommt um da sozusagen auch zu sagen ich krieg vielleicht auch wenig Mitbestimmung Zuhause.
00:13:29: Man hält mich irgendwie immer klein.
00:13:31: Ich
00:13:31: gehe jetzt sozusagen raus aus dem Mainstream weil ich mein damit kann man natürlich wenn Wahlen ab sechzehn sind nicht mehr sagen junge Menschen haben keine Relevanz für die wahlen am Ende.
00:13:45: Ja, so ganz vom Zahlenverhältnis her kann man natürlich immer noch sagen dass junge Menschen keine große Relevanz bei den Wahlen haben.
00:13:51: Also
00:13:52: gerade
00:13:52: wenn man sich jetzt die Länder anschaut, die dieses Jahr auch Landtag wählen also Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, die haben ja auch ein wahnsinnig groß Durchschnittsalter.
00:14:02: Da wird auf jeden Fall nicht die junge Generationen die Wahl entscheiden.
00:14:08: Zum anderen was eben diese Radikalisierung unter Jugendlichen angeht ist es glaube ich immer ein bisschen kompliziert, wirklich auf das Individuum zu schauen und zu fragen.
00:14:19: Und wo ist es bei dir entstanden dass du dich jetzt nicht mehr im demokratischen Konsensbereich bewegst sondern dass du eben das jetzt für richtig hältst und auch für angemessen Kräfte wie AfD zu wählen Gerade jetzt hier, also ich wohne auch in Sachsen-Anhalt.
00:14:36: Also hier ist ja auch die AfD gesichert rechtsextrem.
00:14:39: Hier gibt es einfach Beweise und Belege dafür dass es Menschen verachtendes Gedankengut gibt das Entscheidungen getroffen werden, die super viel Bevölkerungsgruppen schaden werden.
00:14:50: Das gibt ja einfach Schwarzauweis und man muss fragen was deinen Beweggrund dafür, das in Kauf zu nehmen um irgendwas anderes umzusetzen.
00:15:00: Warum lässt sich das irgendwie?
00:15:01: Warum hätte ich das bei dir so die Waage in der Entscheidungsfindung und ich glaube meistens ist es tatsächlich nicht das Protest wählen?
00:15:10: weil wenn man das wirklich ganz also wenn man es wirklich ganz faktisch betrachtet dann macht ja die AfD beispielsweise nicht unbedingt mehr Jugendpolitik als die anderen Parteien.
00:15:22: Also es gibt ja nicht unbedingt die den Jugendlichen jetzt zugutekommen würden.
00:15:29: Es gibt ja nicht irgendwie die Forderung nach, wir bauen in jeder kleinen Kommune einen Jugendclub und es gibt höchstens zur Forderungen, die sagen, die Schulpflicht wird abgeschafft oder bei mir beispielsweise... irgendwie ein gemeinsames Simson fahren oder so.
00:15:51: während des Wahlkampfs habe ich in Thüringen gesehen und Ich glaube das ist so, dass das ist der Punkt.
00:15:56: es gibt ja nicht wirklich irgendwas wo man als Jugendlicher sagen würde ach die hören jetzt auf einmal meine Meinung.
00:16:03: Was vor allen Dingen wirklich auf Jugendliche wirkt, ist die Medienwirkung dieser populistischen Kräfte.
00:16:09: Gerade Populismus wirkt ja in Medien besonders gut.
00:16:14: Sowohl von links als auch von rechts aber ich glaube von rechts ist einfach schon die Strategie viel verankerter und stärker geworden so dass es da auf jeden Fall die Leute wirklich richtig fischt.
00:16:25: teilweise wenn man sich das anschaut Social Media Kurzvideos sind darauf getrimmt Menschen, die sich das angucken, eine maximale Aufmerksamkeitsspanne von acht und ein halb Sekunden haben.
00:16:37: Und wenn du natürlich populistische Aussagen einer politischen Richtung so unfassbar prägnant formulieren kannst ohne irgendwie zu differenzieren oder irgendwie auf faktische Aspekte nochmal einzugehen, also einfach nur die Emotionen ansprechen vielleicht auch Den hast du irgendwie rausgeholt aus deiner populistischen Aussage.
00:16:59: Und das packst du in acht Sekunden, natürlich das generiert so unfassbar viele Klicks und es haben diese Parteien auch verstanden gerade Social Media für sich zu nutzen um eben auch im der jungen Generation die Leute auf ihre Seite zu holen.
00:17:14: Alle eure Probleme lösen wir jetzt mit einem Vorschlag, der in acht Sekunden passt und dann wird dieser Vorschlag von acht Sekunden in alle Veeds gespült.
00:17:22: Und natürlich sieht es dann sofort jeder, der sich irgendwie auf TikTok oder Instagram bewegt und das sind eben vorrangig Jugendliche.
00:17:31: Es ist halt ein Problem, also es verdeckt halt.
00:17:34: ich glaube was... Das beste Beispiel ist, ich glaube aus den demokratischen Spektrenn gab es irgendwie nur mal Olaf Scholz-Ackentasche die auf TikTok mal Klicks generiert hat.
00:17:44: Aber ansonsten kann man sich das ja gar nicht vorstellen dass aus dem demokratischen Parteien niemand erfolgreiches Social Media Content macht.
00:17:50: also wir können uns jetzt auch nicht vorstellen, dass Babelbars in acht Sekunden eine prägnante Forderung raushaut oder dass Lars Klingbei noch einmal eine rettende Wendung zum Wehrdienst-Bodalisierungsgesetz.
00:18:07: Ich weiß nicht, dass Friedrich Merz es in acht Sekunden schafft mehr als zwei Sätze zu sagen.
00:18:13: Man kann sich das gar nicht denken, dass die demokratischen Parteien, die gerade unsere Regierung stellen diese Strategie jemals fahren würden.
00:18:21: und natürlich macht man sich dann auch nahbar als extremistische Partei.
00:18:31: Das ist ja total nah, aber das ist viel... Also man sagt immer, wir machen auch Haustür-Wahlkampf.
00:18:39: Aber bei ... der brauchst du nicht mit einem Flyer an die Haustüre klingeln und fragen ob sie dich denn wählen würden sondern da gehst du mit denen Sinn Sonnenfahren oder schickst du ihnen Tiktokvideos.
00:18:51: und es hat einfach funktioniert.
00:18:53: Und ich hab das Gefühl dass kommt.
00:18:55: also um da so ein bisschen auch zu kritisieren Ich habe das Gefühl das kommt einfach nicht bei den Leuten, die da jetzt auch agieren müssten.
00:19:04: Also bei anderen demokratischen Parteien also den anderen und das halt irgendwie nicht an dieser Strategiewandel.
00:19:14: Das ist auch schade irgendwo.
00:19:17: Willi wie viel Mut bräuchte es um da nicht einfach reinzusteigen und zu machen?
00:19:22: Und sich vielleicht selber nicht immer so ernst zu sehen und den Mut zu haben, dass man einfach mal zu versuchen.
00:19:32: Ich weiß nicht, ob das wirklich so viel Mut bräuchte oder ob es einfach weniger Stolz bräucht.
00:19:41: Ich habe auch öfter das Gefühl und ich weiß dass sich da immer wieder ein bisschen meinen eigenen Medienkonsum hinterfragen sollte und mich auch fragen sollte was wird mir denn eigentlich präsentiert?
00:19:50: Und in welcher Art und Weise wird mir das präsensiert, sodass ich das auch noch ordentlich einordnen kann.
00:19:56: aber wenn man das auch miteinander vergleicht wie beispielsweise Parteien auch im Dialog mit Menschen sind, die auf ihre Wählerstimmen angewiesen sind.
00:20:05: Vergleichbar damit wie jetzt Parteien im Dialogue mit jungen Menschen oder mit Menschen generell sind, sie eben auch schon viele Regierungserfahrung gemacht haben,
00:20:14: die
00:20:16: in ganz vielen Länderparlamenten gerade einfach in der Regierung, also in Koalitionen teil sind.
00:20:23: Dann hat man immer das Gefühl dass man sich Dass man sich damit verschiedenen sozialen Schichten auch abgibt, dass man da auch mit einer gewissen Hierarchie zu kämpfen hat.
00:20:35: Und das ist natürlich etwas was gerade bei Jugendlichen auf Ablehnung trifft wenn man in einem Alter ist wo man Grenzen austestet gerne Hierarchien sprengen möchte wo man sich selbst auch erstmal in so eine Hierarchi einordnen möchte wo Man selbst seinen Platz noch findet ist es natürlich total beängstigend und Ja, das sorgt ja auch für Ablehnung.
00:20:56: Dass man dann auf einmal auf Hierarchien trifft.
00:20:58: also ich weiß dass es immer so gemein zu sagen weil ich glaube es wäre eigentlich nicht so aber ist einfach die öffentliche Wahrnehmung dass sich sehr viel weniger Hemmungen hätte.
00:21:07: mich jetzt beispielsweise persönlich mit sagen wir mal nicht jetzt jemanden aus der AfD, aber beispielsweise betreibt ja gerade die Linke auch einen vergleichbaren guten Social Media Content beziehungsweise einer, der halt funktioniert.
00:21:25: Ich hätte viel für weniger Hemmung mich mit einer Reichendecke auf der Straße zu treffen als mich jetzt mit einem Lars Klingmeier auf der Strasse zu treffen oder mit einer Bebelbars und das vielleicht zwei weibliche Personen sind einfach weil ich das Gefühl hatte Da bestehen verschiedene Hierarchien zwischen uns.
00:21:41: Und da bestehen einfach wirklich Ränge und auch irgendwo eine Wertigkeit, die in mir einen Unwohlsein auslöst.
00:21:51: Ich glaube dieses Gefühl gibt es bei vielen Jugendlichen dass sie sich damit unwohl fühlen mit Autoritäten aufeinander zu prallen.
00:22:00: Was würde Augenhöhe dafür dich bedeuten Lilly?
00:22:04: Augenhöher wäre für mich ein Zeichen von Verständnis zu zeigen.
00:22:09: Man hat Verständnis dafür, dass das deutsche demokratische System wirkt.
00:22:16: Dass es einfach auch einschüchtern kann so wie der Bundestag vielleicht und wenn man davor steht vom Reichstagsgebäude dann... Dann ist das ja auch allein, dass es schon einschüttelt.
00:22:28: Wenn man ein bisschen Verständnis dafür zeigt, dass Jugendlichen nicht als die erfahrenen Demokraten geboren werden sondern dass sie Verständnissen dafür brauchen wie man sich in einem demokratischen Spektrum bewegt, wie man demokratische Mitte findet, wie Man Konsens findet, Wie man Kompromisse findet, wenn man dafür Verständnis zeigt, dass das ausgeprägt werden muss und dass das jedes Mal mit jeder Generation wieder neu ausgeprägten muss.
00:22:56: Und dass sich das nicht irgendwann etabliert in irgendwelchen Autoritäten, in irgendwellchen Hierarchien oder in irgendwelsche Abstufungen.
00:23:06: Das demokratische System wird sich nie... irgendwie so etablieren, dass nachfolgende Generationen das schon in ihrer DNA haben.
00:23:15: So funktioniert es einfach nicht.
00:23:16: Man muss es jedes Mal neu anfangen wieder aufzubauen.
00:23:19: Jedes mal wieder Neuverständnis dafür zeigen, dass man hier wieder von vorne anfängt.
00:23:24: und wenn man dieses Verständnis aufbringen würde ich glaube dann hätte man schon eine gewisse Augenhöhe
00:23:31: erreicht
00:23:32: weil man voneinander die Bedürfnisse langsam ernst nimmt Und ich glaube dann würden auch Jugendliche die Bedürfnisse der Politik wieder irgendwie ernst nehmen können, also zu sagen.
00:23:44: Wenn ihr euch engagieren wollt, dann organisiert euch doch oder wenn ihr die und die Veränderung wollt, kommt vielleicht auch... Also dann redet doch mit uns in Form von wirklich demokratischen Mitteln.
00:23:59: Keine Ahnung, dass wir vielleicht über große Vereinde oder Organisationen kann man ja auch anfragen in den Bundestag stellen.
00:24:05: Man kann sich auch regelmäßig bei irgendwie fragt den Staat oder sowas über Dinge informieren.
00:24:12: macht es also trete doch einfach in Kontakt mit uns und dann können wir auch mehr nach euren Bedürfnissen handeln.
00:24:19: Und ich glaube das wäre so dieses gegenseitige bedürfnis verstehen was denn Augenhöhe schaffen würde.
00:24:29: Jetzt waren Politiker irgendwann ja auch mal Kinder und ihnen ist es wahrscheinlich ähnlich gegangen.
00:24:35: Ist das was, was du feststest?
00:24:38: Was Erwachsene total verlernt und vergessen haben, dass sie selber in so einer Situation waren?
00:24:46: Ich denke immer nicht, dass Sie das vergessen haben und ich glaube, das ist gerade das Problem, weil ich denke wenn ich jetzt auch an meine Eltern denke, dass die politisch keinen Mitspracherecht hatten.
00:24:58: Natürlich war das ein bisschen kompliziert, weil meine Eltern auch in der DDR Kinder waren und da gab es mit politischer Mitsprach und großes demokratisches Spektrum sowieso nicht wirklich viele Optionen.
00:25:09: Aber auch meine Eltern und auch meine Großeltern haben ja nie dieses... Also ich bin der Meinung dass ich gerade schon so einen Novum erlebe dass es so gewollt und so gefordert ist, sich politisch einzubringen.
00:25:25: Und das man danach gefragt wird doch auch seine Meinung sagen zu können.
00:25:30: Dass man sich organisieren kann in großen Gruppen die nicht politisch geprägt sind.
00:25:36: Die Bundes-Schülerkonferenz ist ja keine Parteiorganisation beispielsweise sondern eine Jugendorganisation.
00:25:41: letztendlich ist es wahrscheinlich gerade dann das Problem, wenn sich Dinge ändern und sich dann ältere Generationen wieder auf ihre Kindheitsrückberufen, wo ihnen eben nichts mitgegeben wurde.
00:25:54: Wo ihnen politisch nichts an die Hand gegeben wurde, wo nicht gemeinsam am Estisch diskutiert wurde?
00:25:59: Wo sich in der Schule nicht in irgendwelchen Unterrichtsflächen drüber unterhalten wurde?
00:26:04: Und dass dann wieder mit ihren Kindern mitgeben möchten, dann ist da natürlich ein Problem.
00:26:09: Es ist einfach eine Differenz zwischen der Lebensrealität damals.
00:26:15: gerade weil sie es nicht vergessen, stößt das dann wieder auf Unverständnis.
00:26:22: Ein bisschen was, dass man an dem Phänomen Social Media und Social Media-Welt auch so ein bisschen nachvollziehen kann.
00:26:30: Weil viele Erwachsene ja das Verbot fordern im Punkt des Social Media Und das auch immer mit begründen junge Menschen sollen rausgehen in die Natur und draußen spielen und auch da sehr stark ausblenden, dass die Welt einfach eine andere geworden ist.
00:26:47: Wie siehst du das oder welchen Blick hast du darauf Lilly?
00:26:53: Wir sehen, es ist ein bisschen zweischneidig auch.
00:26:57: Natürlich ist das Quatsch zu sagen geht einfach mal ein bisschen raus in die frische Luft und beschäftigt euch mit dem was wirklich passiert.
00:27:04: natürlich ist jetzt auch nicht richtig zu sagen dass unsere moderne Welt gerade in der Lebensrealität von Social Media stattfindet.
00:27:16: Das Problem ist einfach nur was denn alles?
00:27:19: von unserer realen Welt jetzt gerade auf Social Media stattfindet.
00:27:24: Inzwischen ist Social Media ja nicht einfach nur noch eine Plattform zum Netzwerken, in der man... einfach irgendwelche Profile anfreunden kann und dann kann man von sich gegenseitig zwei Fotos angucken, sondern da passiert so viel mehr.
00:27:39: Also da passieren wirklich ganze Bildungsangebote, passieren auf Social Media.
00:27:44: Es ist eine riesige Unterhaltungsplattform geworden die auch wirklich viel Profit daraus schlägt Jugendliche oder Personen generell stundenlang auf ihren Plattformen zu halten.
00:27:55: Und dann muss man sich natürlich jetzt fragen wird Social Media Wird Social Media jetzt größer?
00:28:05: Weitet sich das mehr aus oder macht es ein Rückschritt, weil wir jetzt erkannt haben wie gefährlich das ist.
00:28:12: Seine ganze Lebensrealität irgendwie in eine Plattform oder in die digitale Welt ganz generell zu stecken.
00:28:19: Man sieht das ja in super vielen Punkten, dass es wieder rückschreitende Trends gibt.
00:28:25: Erst mal natürlich was digitale Geräte in Schulen angeht sieht man ja, dass das von super vielen Gesundheitsfachkräften empfohlen wird die Geräte wegzulassen.
00:28:40: Dass man sich sowohl nicht mehr auf Social Media bewegen soll als auch wirklich die Bildschirmzeit reduzieren.
00:28:45: aber es ist natürlich schwierig für Jugendliche gerade wenn man sich jetzt auch über politische Mitsprache unterhält weil ich glaube ohne solche Plattformen wie Instagram oder TikTok wüssten die nächsten Bundestagswahlen sind, oder ob in ihrem Bundesland gewählt wird.
00:29:04: Oder wer gerade wo eine Regierung stellt?
00:29:08: Welche Kandidaten
00:29:09: es für
00:29:10: eventuelle Wahlen geben wird?
00:29:12: Ich glaube Sie wüssten nicht über aktuelle Debatten beschaltet.
00:29:15: Ich glaube Jugendliche könnten sich nicht zum Thema Welldienst äußern, können sich nicht zu dem Thema Social Media Verbot äußeren.
00:29:22: Könnten sich eventuell schon über ganz grundlegende Fragen gar.
00:29:27: Ich muss immer daran denken, dass erste was ich politisch so richtig auf Social Media verfolgt habe war Fridays for Future und auch Klimawandel.
00:29:36: Und ich glaube davon hätte ich nie mitbekommen wenn ich nicht gesehen hätte was für also auf Instagram gesehen hätte das für große Menschenmaßen diese Bewegung eigentlich mit sich bringen also was eigentlich dahinter steht was auch hinter dem Klimawandel steht.
00:29:50: Wenn ich da nicht das erste Mal geguckt worden wäre, wäre ich wahrscheinlich auch nie irgendwie darauf gekommen ist dass eine supergroße Bewegung ist die wirklich viel fordert.
00:30:00: Ich hätte auch jedes Jahr wird ja immer wieder irgendwie ne Petition zum zu schweren Mathe-Abitur gestartet oder sowas.
00:30:05: und Das sind ja auch Fragen die ich glaube die würden Jugendliche gar nicht mitbekommen wenn sie nicht auf Instagram gesehen hätten dass sowas im Gang ist und dass so was passiert.
00:30:14: Und dann ist es natürlich jetzt schwer einfach Wenn man schon weiß, dass das Jugendliche sich wirklich wenig beteiligen dann noch zu sagen aber eure wirklich große Informationsquelle nehmen wir euch jetzt auch nochmal weg.
00:30:29: Kompliziert.
00:30:30: natürlich ist es keine neutrale Informations Quelle.
00:30:33: Es ist wahrscheinlich auch keine gute Informationskelle Aber es ist die die am besten funktioniert bisher und jetzt so sagen okay aber Das geht nicht mit der Suchterfahrung, mit der Art und Weise wie die Plattformen sich an eurem Verhalten auch noch dumm und demnich verdienen.
00:30:52: Das muss man jetzt verbieten.
00:30:55: Aber wie kann man das in rechtfertigen alle Inhalte von Social Media jetzt mitzuverbieten?
00:31:01: Also ich hatte Leute, die mir gesagt haben, dass sie gerade Menschen mit Fluchterfahrungen und Migrationshintergrund, die dann gesagt haben über Social Media ist der letzte Weg.
00:31:11: Dass ich auch meine Familie im Ausland erreiche einfach weil das ansonsten total kompliziert ist mit Telefonieren und irgendwie andere Kommunikationswege.
00:31:23: Natürlich ist das jetzt nicht so eine Mehrheitserfahrung, zu sagen man hat einfach Kontakte super weit weg und es ist essentiell diese Leute zu erreichen.
00:31:31: Das ist jetzt wahrscheinlich passiert nicht vielen aber es ist natürlich auch wieder ein Teil einer Randgruppe die auch wieder darunter leiden würde oder queere Menschen die sagen ich habe nur in online Foren sei dass auf Social Media auch auf anderen Plattformen, habe ich so ein bisschen meine Bubble gefunden.
00:31:50: Habe ich so eine bisschen meine Peer Group gefunden die ich jetzt hier in meinem Dorf in keine Ahnung Obernieder-Altstadthausen irgendwie nie gefunden hätte und mich zum ersten Mal mit Leuten sozialisiert.
00:32:03: Und natürlich sind das auch wieder keine Mehrheitserfahrungen aber das ist eben dieser Minderheitenschutz den einen Social Media Verbot nicht betreiben könnte.
00:32:13: Ich glaube, so ist es eben auch mit politisch-desinteressierten Jugendlichen.
00:32:16: Nur dass die inzwischen wahrscheinlich keine Minderheit mehr sind.
00:32:22: Danke für die Einblicke, die du da auch noch mal geteilt hast.
00:32:25: Lilly wie erlebst du das tatsächlich bei Erwachsenen?
00:32:28: Du hast ja über die Bundeschulerkonferenz auch viel mit Erwachsenden zu tun.
00:32:32: Auch wahrscheinlich so in deinem Umfeld oder auch über die Eltern Wie erlebst wie Erwachsene mit dem Thema Social Media selber umgehen, Firmen sind, Nutzung haben.
00:32:46: Wie siehst du das?
00:32:50: Also ich kenne glaube ich aus der Generation ab vierzig.
00:32:58: Ich glaube es ist Gen X oder weiß ich gerade nicht.
00:33:03: Niemanden der Content created oder aktiv konsumiert.
00:33:14: Also ich glaube, vielleicht sind es dann doch ein oder zwei Menschen weil wenn man sich jetzt so ein bisschen auch in dieser Bubble bewegt wo viele Bildungsverbände und Initiativen sind, dann kennt man auch schon mal einen oder zwei menschen die sich dem auch aus genau den Gründen die wir schon besprochen haben auch annehmen.
00:33:31: aber ich glaub aus so einem Querschnitt der Leute sind.
00:33:35: das ist wirklich geht's wirklich gegen null.
00:33:37: also dass sich da Leute mit Social Media auseinandersetzen.
00:33:42: Ich glaube, das ist auch gerade so ein bisschen... Das ist wieder so'n Hierarchie-Problem zu sagen.
00:33:48: Jetzt gibt es Erwechsene die auch Studien erhoben haben dass unter Jugendlichen der Medienkonsum problematisch sein kann sind aber selber profitieren also haben selbst überhaupt nicht irgendwelche Bezüge zu der Tosche-Media Nutzung.
00:34:00: Also profitieren weder davon weil politische Informationswege da noch über Analogenmedien funktionieren oder andere Digitale Medien, die jetzt nicht Social Media sind.
00:34:14: Also mein Vater liest DMZ auf dem iPad.
00:34:17: Das hätte ich gerade so noch als digitales Medium durchgehen lassen und dann wird aber trotzdem... Man hat überhaupt keinen persönlichen Bezug dazu und dann entscheidet man über Menschen, die einen wahnsinnig persönlichen.
00:34:32: Und das ist dann natürlich total kompliziert, weil auf der einen Seite steht dann so eine undurchdringbare Rationalität.
00:34:38: Es gibt hier irgendwelche Zahlen es gibt Belege dafür dass es euch auch ein bisschen also das ist euch natürlich abhängig macht aber es gibt auch Belege dazu dass es bei kleinen Kindern auch Lernerfolg mindert usw.
00:34:51: Also es gibt ja super viele Belege davor warum soziale Medien für Jugendlichen nicht zu nutzen sein sollten.
00:34:59: Total zahlendaten Faktenhärte.
00:35:02: und auf der anderen Seite gibt es dann Jugendliche, die auf einmal total betroffen davon sind.
00:35:07: Wenn das jetzt heißt würde Instagram oder TikTok würden für dich jetzt abgestellt werden?
00:35:12: Oder du müsstest jetzt Ausweise einscannen oder weiß ich nicht weil dort einfach inzwischen ihre ganze Freundesgruppe ist also Jugendliche.
00:35:22: da ist ja wirklich jeder auf Tiktok oder Instagram unterwegs er geht ja die Zeit an wieder gegen gegen hundert Prozent sozusagen die dann überhaupt nicht mehr teilhaben könnten in ihrer Form des Zusammenlebens, die dann irgendwie auf einmal keine... also ihre ganzen Informationskanäle würden auf einmal wegfallen.
00:35:42: Von was macht mein Kumpel eigentlich gerade bis zu?
00:35:47: das passiert eigentlich gerade der Bundesregierung oder eben auch mal andere Fachbereiche?
00:35:52: Diese ganze Spannbreite würde dann auf einmal weggfallen.
00:35:56: und natürlich Das, was ich eben auch gerade schon erklärt habe.
00:36:01: Was das angeht wenn man eben auch irgendwo natürlich benachteiligt ist?
00:36:05: Wenn man eben besondere Bedürfnisse hat die man durch Social Media decken kann.
00:36:09: Das würde auf einmal alles wegfallen und das sind ja total emotionale Bezüge Die wenig damit zu tun haben ob man es wirklich wirklich braucht oder ob das jetzt wirklich wirklich wichtig ist aber die viel damit zu tun haben Ob das denn gerade so ein bisschen einfach einfach diese schöne Freizeit, Lebensrealität von Jugendlichen ausmacht.
00:36:27: Ob das nicht gerade ein bisschen einfach deren... Also ob es nicht so deren Anker im Ernst des Lebens ist zu sagen hier dass es sind, das ist aber unser Ding Das haben wir als jungen Generationen und das haben wir auch geklämt und da hängen wir auch so ein bisschen dran Und das steht nicht gegenüber.
00:36:43: und dann ist halt die Frage wer kann Wer darf mit was argumentieren?
00:36:47: Überwiegen die Zahlendaten?
00:36:49: Fakten der Tatsache, dass Jugendliche da wirklich sich in die ganze Welt aufgebaut haben ist halt schwierig.
00:36:59: Kann man glaube ich nicht eindeutig beantworten?
00:37:02: Muss man wahrscheinlich miteinander sprechen?
00:37:06: Da sind wir wieder bei dem Thema miteinander sprechen.
00:37:10: Es gibt ja schon die erste Bestandsaufnahme der Kommission, die eingerichtet wurde wenn du dir das anguckst, da gibt es ja Empfehlungen.
00:37:19: Trotzdem wird weiter sehr extrem über das Verbot und deutlich weniger auch mitüber das Thema Regulierung gefordert gerade von den Erwachsenen.
00:37:30: die Politik seitens der EU geht ja sehr stark in Richtung Regulierung langsam aber deutlich was ja auch gut
00:37:39: so ist
00:37:40: dass das kommt.
00:37:43: Dann sind wir dabei der Bundeschülerkonferenz, die ja tatsächlich da auch Dinge fordert und zwar sehr stark fordert in puncto Gesundheit, systemische Medienbildung.
00:37:59: Ich glaube, da können wir gleich darauf eingehen was es noch alles für Forderungen sind Und wir starten einfach nochmal rein bei dem Thema Bundeschulerkonferenz um das noch so ein bisschen stärker zu beleuchten.
00:38:11: Welche Rolle hast du da und warum engagierst Du Dich eigentlich in der Bundes-Schülerkonferenz, Lilly?
00:38:19: Also das Amt was ich gerade mache heißt stellvertretende Generalsekretärin.
00:38:23: Das ist so'n bisschen hochtrabend es bedeutet aber letztendlich gar nicht die Welt.
00:38:29: Man muss sich ja... also Schülervertretung ist ähnlich wie beispielsweise eine Jugendorganisation in verschiedene demokratische Ebenen unter Unterglieder die aufeinander aufbauen.
00:38:41: Also
00:38:41: man hat
00:38:42: seine Schule, in der Klassensprecher und Schülerräte entstehen, die entsenden Delegierte in einen Kreis- oder Stadtschülerrat also auf die kommunale Ebene.
00:38:54: Die Kommunen schließen sich dann nochmal in Form von eine Delegation zu einem Landesschülerrat zusammen.
00:39:02: Und da hört dann so ein bisschen die gesetzliche Grundlage der Schulgesetze auf, also bis dahin ist tatsächlich jede Schülervertretung auch im Landesgesetz verankert muss entstehen und muss auch unterstützt werden durch die Landespolitik.
00:39:18: Wir haben uns das dann, also nicht ich persönlich aber die Landesschüler Vertretungen haben sich denn irgendwann zur Aufgabe gemacht.
00:39:24: Sich auch noch überregional zu vernetzen und sich auf eigene Initiative auch noch eine Bundes-Schüler Konferenz zugrunden so dass quasi die Bundesschülern in Konferenz wir haben auch inzwischen endlich mal den Titel gegenert sich eigentlich aus den sechzehn Landesverbänden zusammensetzt Und sie finden sich zusammen um sich eben über Themen auszutauschen, wie auf einem Parteitag beispielsweise auch Beschlüsse zu fassen die sie dann gemeinsam nach außen vertreten möchten und damit dieses Gremium halt auch eine Arbeitsebene erhält.
00:39:59: Und man so ein bisschen steuern kann, wie diese BundesschülerInnenkonferenz auch organisiert wird und wie die sich nach Außen vertritt gibt es nochmal einen Bundessekretariat.
00:40:10: Das ist das was ich jetzt quasi gerade mache also in der Arbeitsebenen dieser und das Koordinieren, Aufgaben übernehmen, Außenvertretungen beispielsweise mit Medien oder also mit Medienvertretern.
00:40:25: Mit der Politik, mit der Presse... ...mit anderen Verbänden mich natürlich auch austauschen und vor allem eben die politischen Forderungen versuchen irgendwo im Kontext des ganzen Zusammenspiels von politischen Akteuren voranzubringen und zu sagen, die Schülerinmeidung im Rahmen Bildungspolitik muss mit ein vorderster Stelle stehen.
00:40:49: Wir müssen uns überall mit rein drängeln, wir müssen überall mit gehört werden.
00:40:54: Und das ist so ein bisschen meine Aufgabe.
00:40:58: Wie fing es an bei dir selber, dass du das erste Mal gemerkt hast?
00:41:04: Damit
00:41:04: mischen und du möchtest damit unterstützen.
00:41:06: Und das ist ja tatsächlich ein wichtiges Anliegen, dass Schüler mehr gehört werden.
00:41:11: Wie fing es an bei dir, Lilly?
00:41:13: Ich glaube also, dass ich das irgendwie mal in meiner Schule gemacht habe – ich weiß gar nicht mehr so richtig warum.
00:41:22: Ich glaub damals wollte ich einfach ein bisschen cool sein, dass man zu Klassensprecher sein konnte.
00:41:30: Da gab es nicht wirklich irgendwelche Privilegien, die man hatte.
00:41:32: Aber dass man das von sich sagen konnte war so ein bisschen cool!
00:41:36: Und dann dadurch habe ich aber auch ein paar Erfahrungen machen können.
00:41:41: Ich wohne in Halle und da gab es Veranstaltungen, die für Schüler vertreten waren.
00:41:46: Dann wurde ich so ein bisschen gehuckt einfach.
00:41:47: Man hat mich damit bekommen, dass ich zu total weltbewegenden Themen auf einmal meine Meinung sagen durfte.
00:41:54: Die hatte tatsächlich jemanden interessiert.
00:41:57: Das war ein richtiger Ohrmoment mitzubekommen das Leute ... tatsächlich auch interessieren kann, was ich zu sagen habe.
00:42:08: Und dann fahre ich das einfach so toll, dass sich das dann auch weiter machen wollte, sowohl für eine Landesebene die sich ja auch viel intensiver mit Bildungspolitik auseinandersetzen kann von den Möglichkeiten her, die eine Landesregierung hat.
00:42:27: Und dann habe ich irgendwann gedacht, okay jetzt brauche ich aber nochmal das Full Package von allem.
00:42:32: Ich möchte wirklich alles auch mal...ich möchte das erlebt haben und ich möchte diese Verantwortung, wo ich irgendwann einmal der Meinung war dass ich die habe und dass sich die übernehmen möchte, die möchte ich jetzt wirklich noch bis zum Ende weitermachen und hab dann gesagt ok dann möchte ich in der Bundesschule in Konferenz aktiv sein und möchte auch nochmal auf Bundesebene meine Meinung sagen dürfen.
00:42:55: Und ja, ich glaube auch so ein bisschen was mich auch ernsthaft sagen muss.
00:43:00: Was mich dann auch so'n bisschen mitgezogen hat ist die Tatsache dass man gerade auf Bundesebene tatsächlich auch viel bewegen kann.
00:43:07: Man denkt das immer nicht weil viele Leute sagen also weil es ja einfach so ist dass Schule und Bildung einfach ein Thema der Länder ist.
00:43:16: aber In den Medien wird man als Bundesverband sehr viel präsenter.
00:43:21: Man wird irgendwie, als Bundesverband der tatsächlich auch häufiger mal was mit dem Bundestag zu tun hat, wird man irgendwie in der öffentlichen Wahrnehmung viel, viel präsenter als als Landesverband.
00:43:34: Man bekommt also... Man hat auf einmal kontaktige Knüfte die einem in den inhaltlichen Forderungen soviel mehr nach vorne katapultieren dass man auf einmal über Netzwerke und wieder Netzwerker reinkommt.
00:43:47: Das ist auf Land es eben noch total kompliziert, weil da ist man durch diese gesetzliche Regelung dass man für die und die Dinge im Schulgesetz eingeplant ist als beratendes Gremium eines Ministeriums oder so was beispielsweise Kultus- oder Bildungsministerien.
00:44:02: Wird man auch wird man irgendwie von vornherein so doll beschränkt?
00:44:05: Und man hat von voren herein irgendwie so einen also so ein relativ.
00:44:08: in meiner Perspektive war das immer so So eine Handlungsbeengung eher, dass man so eine gesetzliche Verankerung hatte als irgendwie eine Unterstützung.
00:44:17: Aber aufgrund des Ebenes ist man so frei!
00:44:20: Da darf ich da immer nachfragen weil letztlich Also weil ich finde es so spannend, dass du das sagst, dass man sich da so begrenzt fühlt.
00:44:28: Weil eigentlich ist auch das was sozusagen auf Bundesebene passiert, das was ihr runterbrechen könnt dann auf Landesebene und dann auf Landesebene tatsächlich natürlich auch gucken könnte mit.
00:44:38: also nimm jetzt beispielsweise den Achtpunkteplan den Eschel aus Schleswig-Holstein mit veröffentlicht hat und fordert.
00:44:47: Das sind doch Dinge die jeder Landesverband theoretisch machen kann mehr in die Sichtbarkeit für Schülerinnen und Schüler zu kommen.
00:44:58: Das ist ja das, was du am Ende daraus machst.
00:45:00: Natürlich kannst du dich begrenzen lassen wenn du das siehst, was da im Gesetz steht.
00:45:04: aber du kannst es auch als Chance nehmen und sagen Gute steht im Gesetz, dass wir fest haben.
00:45:10: Aber ich möchte gerne die Wirkung für die Schülerinnen jetzt runterbrechen, was wir auf Bundesebene fordern damit wir Wirkungen bei uns im Bundesland erreichen.
00:45:19: Das ist doch eigentlich die große Chance, die darin versteht Warum machen so wenig Landesverbände?
00:45:27: Ich kann natürlich nicht auf eine Landesverbände schließen, weil wir einfach wirklich sechzehn verschiedene Dinge hier in Deutschland irgendwie zusammen rumwabbern haben.
00:45:33: Aber ich glaube das was wirklich kompliziert ist sind auch die Ressourcen, die hinter so einem gesetzlich festen Gremium stehen dass der im Aufgabenbereich definiert wird im Gesetz.
00:45:49: Also ich persönlich habe das in Sachsen-Anhalt als sehr, sehr schwer empfunden dort beispielsweise Pressevertreterinnen zu erreichen.
00:45:59: Die wirklich keine, die nicht mit einer etablierten Schülervertretung gearbeitet haben sondern wenn es eben um große mediale Debatten geht dann geht man auf die Jugendparteien zurück oder auch damit ministerialen Menschen irgendwie in Kontakt gewesen bin hatte man immer nur eine Rolle in einem großen Topf von vielen Menschen, die dort eine Rolle haben.
00:46:24: Also wir wurden auch dauerhaft mit allen Interessensvertretungen über einen Kamm geschert.
00:46:29: also da gab es nicht irgendwie die Schülerinnenmeinung und Die wird dann auch noch mal priorisiert, je nachdem welche Debatte geführt wird oder so.
00:46:37: Sondern es gab einfach die Interessensverbände und die haben die Möglichkeit nochmal sich zu äußern weil das haben wir setzlich so festgehalten dass sie das dürfen.
00:46:45: und mehr ist also mehr ist da nie differenziert worden und deswegen hat sich das immer so aussichtslos meiner Meinung nach angefühlt.
00:46:52: Abgesehen davon, dass man ja auch einmal ganz ehrlich sagen muss, die Kampagne uns geht's gut!
00:46:59: Die war extrem teuer.
00:47:01: Also diese Kampagne hat super, super viel Geld gefressen und das in der Dimension, dass ich sage.
00:47:09: Das Land Sachsen-Anhalt um diese Kampa zu betreiben dürfte drei Jahre lang keine Tagungen und keine Treffen machen, keine Zugreisen bewältigen, keine Geschäftsstelle finanzieren, dürfte eigentlich nur sich einmal wählen lassen und dann zu Hause sitzen, um die Kampagnen zu finanziert.
00:47:28: Und das ist vielleicht auch noch mal eine Dimension, die man betrachten sollte.
00:47:31: Das ist an Ressourcen in den Ländern wirklich mangelt.
00:47:37: Lass uns nochmal zurückspringen auf die Bundesebene.
00:47:41: wenn du jetzt sagst ja man hat da Einfluss Man wird da gehört was ist da am Ende aber für eine Wirkung weil man wird gehört man darf etwas sagen man darf mitreden.
00:47:51: das sind ja wieder die Themen über die wir auch im Vorfeld gesprochen haben.
00:47:57: trotzdem Echte Mitbestimmung noch
00:48:00: ganz schön
00:48:01: weit davon entfernt.
00:48:03: oder wie erlebst du das?
00:48:05: Ich glaube, was natürlich echte Mit Bestimmungen angeht... kommt es immer darauf an, mit wem wir uns auch worüber uns erhalten.
00:48:15: Wenn wir natürlich eine öffentlichen Debatte teilnehmen möchten und auch so ein bisschen das öffentliche Meinungsbild in unsere Richtung verschieben wollen hätte ich gesagt funktioniert es inzwischen sehr gut.
00:48:26: Wir haben einen sehr, sehr gutes öffentliches Auftreten auch mit einer hohen Frequenz Und da ist es schon so dass man auf jeden Fall drauf gekommen ist wichtig ist und auf jeden Fall dort, die auch repräsentiert.
00:48:43: Das funktioniert auf jeden fall gut was natürlich dann in der Mitbestimmung wieder schwieriger wird wenn man das strukturell und institutionell verankern möchte.
00:48:51: Wenn man an politischen Entscheidungen beispielsweise auch der Bundesregierung teilhaben möchte sehe diese Expertenkommission wo wir ja kein Teil von gewesen sind also warum auch?
00:49:05: oder Siehe irgendwelche Gesetze, die auch verabschiedet werden.
00:49:10: Bei denen man natürlich dann wieder sagen kann ja okay wenn aber wenn jetzt im Land Gesetzen verabsiedelt werden, die unmittelbar was mit dem System Schule zu tun haben, dann werden ja zumindest die Gruppen der Interessensvertreter angehört.
00:49:22: Wenn aber auf Bundesebene Gesetzer verabssiedelt wird, dann sind wir einfach nur ein Lobbyverein von vielen und haben dann natürlich strukturell wieder relativ wenig Mitsprache.
00:49:33: Es ist immer so, man muss mal ein bisschen das Ziel der Mitsprache definieren.
00:49:37: Wir haben relativ wenig Mitsprachen was konkrete Umsetzungen angeht, was wirklich Entscheidungsprozesse angeht wo wir eingebunden werden die wir nicht selbst initiieren.
00:49:47: Wenn wir natürlich selbst irgendwie eine Reaktion durch einen großen Zusammenschluss vieler Verbände auf die Ergebnisse der Expertenkommission organisieren dann haben wir noch einmal Einfluss auf den Entscheidungs-Prozess genommen aber Stakeholder strukturell integriert werden würden.
00:50:05: Das ist immer so.
00:50:06: der Unterschied mit dem Ziel.
00:50:08: Ist es aber was, dass du sagst das müsste eigentlich eine struktuelle Verankerung stattfinden?
00:50:14: Ja ja auf jeden Fall also.
00:50:15: in erster Linie denke ich auch, dass auch auf Bundesebene die Bundes SchülerInnenkonferenz eine gesetzliche Verankerin haben sollte einfach um festzulegen, daß auch die Unterstützung der Bundes-SchülerInnen Konferenz einer Aufgabe des Bundes wäre irgendwo zu sagen In irgendeinem Sozialgesetzbuch ist, also mit den Zahlen kann man mich wirklich jagen.
00:50:36: Ich weiß nicht in welchem muss man auch die Bundes SchülerInnenkonferenz festhalten und dann hat man eben sich eine Grundlage geschaffen dass man auch einen anderen Recht darauf hat beispielsweise als Lobbyverband auch in Entscheidungen beispielsweise von Fraktionen eingebunden zu werden oder In verschiedenen, wir sind was wir schon relativ häufig machen.
00:51:01: Sind Anhörungen in verschiedenen Kommissionen des Bundestages.
00:51:05: die sind aber häufig dann relativ ergebnislos.
00:51:09: im Umkehrschluss also erleben dass das wieder als Sachverständige angehört werden Und dann wird uns noch ein Protokoll übersandt und wir wissen eigentlich nie, in welchen Prozessen, in welche Strukturen die Antworten, die wir jetzt auf Fragen gegeben haben irgendwie verarbeitet werden.
00:51:25: Also man weiß es ist total unruhsichtig.
00:51:28: Wir wissen nicht was damit passiert.
00:51:30: In meiner Wahrnehmung passiert damit nichts Und das ist natürlich eine Sache, die könnte man super stark auch medial ausschlachten.
00:51:40: Wenn man gesagt hätte wir hätten jetzt hier eben eine gesetzliche Verankerung und würden nicht eingebunden werden dann könnten wir hätten wir so ne Grundlage auch Druck auszuüben und zu sagen es muss aber jetzt sein einfach nur als Bundesstudentenkonferenz als eins von vielen die sich eben beteiligen möchten.
00:51:56: Es gibt ja also Nicht viele Jugendliche Aber einer von vielen Verbänden die das wollen oder eine von vielen Interessensgruppen, die das wollen.
00:52:05: Die natürlich auch immer noch keine Wählermähheiten sind und natürlich auch kein Vermögen dahinter stehen haben.
00:52:12: Es ist natürlich schwer wirklich so zu lobbyieren und mit einer gesetzlichen Verankerung hätte man den Druck dahinter das zu verlangen.
00:52:22: Woran macht ihr Wirkung tatsächlich fest?
00:52:25: Gibt es Wirkung für euch ein Thema, mit dem ihr euch auch auseinandersetzt bei den Handeln und hinterher sagt das sind ganz konkrete Ziele die wir erreichen wollen damit.
00:52:38: Und das messen wir
00:52:40: oder
00:52:41: evaluieren wir auch für uns sozusagen dass wird die Ziele, die wir da haben auch erreichen können.
00:52:46: also wie wichtig ist tatsächlich Wirkung beim Handeln?
00:52:50: Wir betreiben So etwas wie eine Wirkungsübersicht tatsächlich auch über unser Hauptamtlichtbüro, dass wir dort den Menschen den Auftrag gegeben haben gerne mal so ein bisschen unsere öffentliche Wirkung vor allem zu evaluieren.
00:53:07: Das bezieht sich denn meistens darauf, dass wir so ein bisschen versuchen in Zahlen festzuhalten.
00:53:13: Zu dem Thema gab es wie viele Presseauftritte oder wie viele Fernsehauftritte?
00:53:17: Oder wie viele Anhörungen, wie viele bilaterale Gespräche und versuchen das erstmal so ein bischen zu klastern natürlich was ist welche Presse ist auch relevant usw.
00:53:28: Und dann eben noch mal rauszufiltern was hat auch also natürlich beispielsweise eine Presseinterview in der Tat, hat jetzt natürlich dann nicht so einen hohen Rank wie ein bilaterales Gespräch mit Karin Prien.
00:53:49: Und versuchen das nochmal so ein bisschen in eine Struktur zu bringen wo wir sagen dass es wirklich ne Sache.
00:53:55: also das ist einfach an sich ist das eine Aktion gewesen die ich dann viel Wirkung hatte und das ist eine Action gewesen die nicht so viel Wirkung hatte.
00:54:01: und dann versuchen wir rauszufinden welche Strategien dahinter gestanden haben, wenn wir dann viel Wirkung erzielt haben.
00:54:08: Beispielsweise gab es jetzt über die Kampagnen zur mentalen Gesundheit, gab es wirklich sehr, sehr viel Resonanz.
00:54:15: und da haben wir gemerkt, dass wenn wir eben öffentliche Kampagne fahren will sehr, Ja, als wenn wir als Verband keinen Fokus Thema setzen und uns quasi jetzt gerade nach der öffentlichen Meinung so ein bisschen richten.
00:54:38: Und gucken wo kann man gerade einsteigen?
00:54:41: Das sind Sachen die evaluieren wir in unserer Wirkung.
00:54:45: Es gibt nicht irgendwie zehn Berater in irgendeinem Hinterzimmer sitzen, die uns dann briefen was am besten was an Wirkungsvollsten wäre zu tun.
00:54:57: Muss man auch ehrlich sagen, wir haben nicht diese Strategie von wegen Wir müssen dieses Jahr das und das erreichen.
00:55:02: Also wir haben jetzt nicht die Strategie vom Wegen, wir müssen uns dieses Jahr fünfmal mit Prien getroffen haben oder sowas sondern wir haben immer nur inhaltliche Ziele und versuchen dann am besten.
00:55:12: also zum Beispiel wir wollen unsere zehn Forderungen zur mentalen Gesundheit gesetzlich verankern ist beispielsweise ein Ziel Und dann ist eine Aktion Die zu diesem Ziel führt dann jeweils nach Wirkung inwiefern sie zu diesem Ziel wird aufgeteilt.
00:55:29: Also gesetzliche Verankerung bedeutet, dass beispielsweise auch Gespräch mit Anna Stolz der Präsidentin der BMK in seiner Wirkung sehr viel höher steht als beispielsweise auch im Gespräch
00:55:52: bis ja selber in der Schule noch zumindest.
00:55:56: Kriegst du da auch eine ganze Menge mit, hast die ganzen Systeme natürlich auch über Gespräche mit anderen Schülerinnen und Schülerin mitbekommen?
00:56:05: Wo siehst Du tatsächlich die größten Hebelt drin, Schule zu verändern?
00:56:13: Ich glaube das ist natürlich schwierig.
00:56:18: Ich glaube strukturell sind die größte Hebelt tatsächlich einfach im Zusammenschluss der Interessen.
00:56:26: Was ich auf Landesebene für Erfahrungen gemacht habe, wie viel Wirkung das eigentlich hat sich nicht nur als Alleinkämpfer darzustellen und sich da irgendwie aus dem Gesamtgeschehen herausheben zu wollen.
00:56:40: Sondern wie viele Mehrwirkung es hat mit anderen Interessensverbänden oder mit anderen Vertretern zu vernetzen eine große Bandbreite an Menschen aufzubauen die mit uns gemeinsam diesen einen Konsens finden, den wir gerne durchsetzen wollen.
00:56:55: Das ist auch jetzt wieder das Beispiel.
00:56:57: Wir haben für die Kampagne zur mentalen Gesundheit von jungen Menschen ein Zehn-Forderungskatalog aufgestellt und der wird von achtzig Leuten oder achtzig Bildungsinitiativen unterstützt bzw.
00:57:10: Verbänden Stiftungen was auch immer und hat somit eine viel, viel größere Schlagkraft als nur die Bundes- schülerInnenkonferenz zu sein.
00:57:20: Und das ist wirklich... ich glaube, das Gefühl, dass es auch so ein bisschen ein Wundermittel geworden in dem man sich selbst mehrheit schafft und versucht viele Leute auf seine Seite zu bekommen aus vielen verschiedenen Perspektiven vor allen Dingen auch Leute auf seiner Seite zu bekommen Hat man oft einmal sind viel längeren politischen Hebel und wird viel ernster genommen, hat auf einmal viel mehr Privilegien zugesprochen bekommen.
00:57:44: Wenn man sich eben hinter einer Mehrheit versammelt und wenn man dann als Schülerin auch noch diejenigen sein kann, die so ein bisschen die Trends dahingehend setzen wohin sich diese Mehrheit bewegt also das beispielsweise ganz viele Bildungs-Initiativen, Verbändevereine
00:57:58: usw.,
00:57:58: beispielsweise unsere Forderung unterstützt haben heißt ja trotzdem nicht dass wir in dieser Mehrheit untergehen sondern zeigt eben dass wir diese Mehrheit tatsächlich anführen bzw.
00:58:08: dass wir die auch bilden können?
00:58:12: Also Lilly, die Frage, die sich ja da so ein Stück weit mit Anfliegs entschuldige ich wollte nicht ins Wort fallen ist das Thema wie wird es dann konkret?
00:58:21: also diese Unterstützung ist natürlich gut
00:58:24: sie braucht's
00:58:26: aber was passiert denn daraus?
00:58:27: wo und wann kommt es an?
00:58:29: tatsächlich in der Schule?
00:58:31: Ja, also am besten kommt es natürlich in den Schulen an wenn das halt über die Länderparlamente dann funktioniert.
00:58:36: Also was beispielsweise schon gut funktioniert hat oder was immer gut funktioniert sind auch Sachen, die die Rahmen- und Lehrpläne nicht angreifen.
00:58:45: Die so ein bisschen um das bestehende System von Schule rundherum ansetzen.
00:58:50: Ich kann mich erinnern dass wir mal konkret umgesetzt haben, dass es verpflichtende Gedenkfahrten an Schulen geben muss sodass man dass die Schule das nicht auf eigene Initiative machen muss, irgendwelche Gedenkstätten zu besuchen.
00:59:06: Sondern dass es eben eine gesetzliche Verankerung erhält, dass es ein Pflicht wird auch im Sinne politischer Bildung
00:59:14: und
00:59:16: Das sind Themen, die gehen relativ leicht durch die ganzen Entscheidungsebenen durch.
00:59:22: Weil sie eben dieses starre System von Unterrichtsschule, Schulgebäude und Fachkräfte nicht so sehr anfassen.
00:59:29: Also Gelder locker zu machen für Exkursionen, die am Rande des normalen Schulgeschehens stattfinden.
00:59:35: Sehr viel einfacher als beispielsweise sowas anzufassen wie wir wollen das in den Rahmen- und Lehrplänenunterrichtsfächer hinzugefügt oder weggekürzt werden.
00:59:46: wollten wir schon immer, dass auch Wirtschaftsbildung in Schulen stärker wird.
00:59:51: Also ökonomische Bildung das politische Bildungsstärke wird, das Medienbildungsstärker wird.
00:59:56: Das ist total schwer inhaltlich versuchen damit zu mischen und sich irgendwie in solche großen Expertenräte irgendwie einzubringen die diese Inhalte bestimmen.
01:00:11: Aber was immer gut funktioniert, sind alles, was irgendwie das Schulleben rundherum gestaltet.
01:00:18: Relativ gut funktioniert.
01:00:19: Es ist so ein Mittelding gewesen hat beispielsweise die Forderung nach mehr Schulgesundheitsfachkräften.
01:00:26: Das haben wir auch im Rahmen der Kampagne zur mentalen Gesundheit gefordert, dass es vor allem mehr Schulsozialarbeit geben sollte und dass es auch mehr Schulpsychologinnen geben sollte.
01:00:34: Und dahingehend wurden... Also es gibt natürlich ... Dahingehende wurden auch schon Auch schon vor der Kampagne muss man auch sagen, diese Schlüsse erniedrigt von Schulsozialarbeiterinnen.
01:00:46: Dass es mehr auf weniger Schüler gibt sozusagen.
01:00:53: Da müssen große Geldmengen bewegt werden, v.a.
01:00:55: langfristig wenn man daran denkt dass es da um Fachkräfte geht die eben angestellt werden müssen über mehrere Jahre hinweg und das sie ausgebildet werden müssen in das Bundesland kommen müssen, wenn es nicht genug ausgebildete Fachkräfte gibt.
01:01:13: Funktioniert aber auch noch gerade so und deswegen müssen wir immer abwägen, wenn wir beispielsweise jetzt eine Legislatur viel Wirkung erzielen wollen Müssen wir so ein bisschen abwägen, was sind wirklich schnelle Forderungen?
01:01:29: Wo wir auch schnell Ergebnisse erziehen können und natürlich diese Ergebnisse dann irgendwo zeigen können.
01:01:34: Also wo wir uns selber daran profilieren müssen um Glaubwürdigkeit zu behalten.
01:01:41: Und was sind eben Forderung?
01:01:42: Die müssen wir jetzt verstellen weil das einfach.
01:01:45: nach bestem Wissen und Gewissen müssen wir diese Forderunge irgendwo einbringen.
01:01:48: Sind uns aber relativ sicher dass das Also, dass da die Mühlen so langsam malen werden, dass das keine Erfolgserlebnisse haben wird.
01:01:55: Das müssen wir immer miteinander abwägen weil es einfach so ist, dass nicht alles gleich berücksichtigt wird und gerade die Sachen, die den meisten Impact hätten am schwierigsten umzusetzen wären.
01:02:06: Und wenn man diese Abwägung aber gut trifft glaube ich kann man wirklich einen guten Mittelweg fahren, dass man viele Hebel bewegt sowohl sehr lange als auch sehr kurze und dann hat man auch wieder zum Thema Wirkung ein relativ hohes Wirkungsspektrum.
01:02:22: Bist du zufrieden mit dem, was du in deiner Zeit in der Bundeschülerkonferenz erreicht hast?
01:02:29: Ich bin auf jeden Fall zufriedene mit dem das wir bis jetzt gemacht haben.
01:02:32: Ich bin sehr zufriedener damit dass wir unsere große Kampagne weiterführen, dass sie sich auch vor schon ewiger Zeit ins Leben gerufen wurde und immer noch führen können.
01:02:44: ich bin sehr zufrieden auch mit dem was ich in meinem Alltag mache.
01:02:49: also Ich habe jetzt auch erst auf Bundesebene kennengelernt, dass man auf einmal auch super viel reisen muss und das man mit super vielen Leuten ins Gespräch kommt.
01:02:58: Das war für mich total neu und es hat mir auch Spaß gemacht!
01:03:02: Natürlich ist man dann irgendwann auch so ein bisschen frustriert weil man fordert ja sehr viel wir fordern ja auch wirklich viel und wir fordern meiner Meinung nach wirklich keine Dinge die irgendwie total weltfremden sind.
01:03:16: also Sachen zu fordern wie wir brauchen Gesundheit Medienbildung Also mentale Gesundheit, Medienbildung, ökonomische Bildung auch in den Unterrichtsfächern.
01:03:25: Das... also für mich ist sowas immer normaler, wirklich normaler gesunder Menschenverstand und wirklich nicht nicht fernab von gut und böse so was fordern zu können und sowas wird aber nicht umgesetzt.
01:03:37: Und das ist immer das,
01:03:40: was
01:03:40: so wirklich Unzufriedenheit weckt wo man dann Aber es weckt nicht nur Unzufredenheit sondern es wegt auch ein bisschen.
01:03:47: ja Dann bin ich wieder so motiviert dafür, dass ich unzufrieden bin mit dem was wir gerade noch nicht erreichen.
01:03:55: Motiviert mich auch dafür der Reiter dran zu bleiben und nicht irgendwie zu resignieren.
01:04:00: Und vielleicht ist es auch so wenn man jetzt nochmal auf die Jugendlichen schaut die eher resignieren dann ist das vielleicht ein Privileg dass ich Erfolgserlebnisse schon hatte, um zu wissen, das Unzufriedenheit nicht bedeutet, dass sich nichts bewegen kann.
01:04:16: Sondern das Unzufriedenhalt bedeutet, es mehr Arbeit braucht.
01:04:20: und dieses Privileg haben vielleicht Jugendliche die diese Arbeit noch nie richtig erlebt haben, vielleicht einfach nicht.
01:04:27: Und das macht mich zwar ein bisschen traurig aber auch wieder unzufriedend.
01:04:31: und so unzuffrieden ist der Meinung wenn ich kann daran arbeiten, dass mehr jugendliche solche Erfahrungen machen können.
01:04:37: Ich finde es ganz klasse, Lili.
01:04:40: Weil
01:04:40: wir
01:04:40: immer wieder auf den Punkt am Ende Mitbestimmung und Wirksamkeit kommen in allen Themen die wir jetzt hier und ich find' wir hatten echt ein breites Spektrum was wir beleuchtet haben Es immer darum geht, am Ende wie viel echte Mitbestimmung
01:04:56: hat
01:04:56: man und wieviel ist am Ende eine Scheinpartizipation die man sagt.
01:05:03: Wenn man sich die Forderungen anguckt, die du jetzt auch noch mal gesagt hast mit Punktus Gesundheit, mit Punktumedienbildung ökonomische Bildung was alles da reingehört.
01:05:16: Am Ende fehlt trotzdem
01:05:19: dass ihr
01:05:19: einen Gewicht habt, das die Entscheidung am Ende wirklich umgesetzt wird konkret.
01:05:25: Und
01:05:26: ich
01:05:27: gehst dir damit so, dass du sagst da müsste es noch die Möglichkeit geben diese Einflussnahme tatsächlich auch haben zu können, um am ende wirklich des E-Typwöchen eigentlich zu erreichen warum man das am
01:05:40: Ende macht?
01:05:44: Ja!
01:05:45: Ich finde... Das ist natürlich jetzt so also in
01:05:48: so einer.
01:05:49: Wenn ich das so ganz ideal denken würde, dann wäre Bildung für mich auch nicht Teil eines beispielsweise Landesparlaments.
01:05:59: Wo sich dann ganz viele Abgeordnete über das System Schule unterhalten sondern für mich wäre Bildungen dann Teil einer Expertenrunde wo nur Beteiligte sitzen und sich darüber unterhalten wie sie sich selber ihr System wünschen.
01:06:13: und dann werden diese ganzen Ideen auf kleine Karteikarten geschrieben und gesammelt.
01:06:17: Und dann versucht man die alle in irgendwie eine große Verordnung zu schreiben, und dann wird das umgesetzt.
01:06:24: Das ist eigentlich mein idealer funktionierender Bildungspolitik.
01:06:30: So ist es halt aber leider nicht!
01:06:33: Es geht nicht darum wer betroffen und wer beteiligt ist.
01:06:35: Es geht darum wer an den längeren Hebeln sitzt Und das ist eine Sache, die man grundlegend ändern müsste.
01:06:43: Das ist schwer, das Grundlegen zu ändern und ich weiß nicht ob ich das überhaupt als E-Tüpfelchen jetzt verlangen kann weil ich weiß dass sich das nicht schaffen werde vor allem nicht so in meiner Anzeit.
01:06:55: vielleicht wird man das irgendwann mal noch so drehen können?
01:06:58: Wenn es jeder weiter trägt dann kann er schon gelingen.
01:07:02: manchmal muss die Vision ja noch größer sein um am Ende das erreichen zu können.
01:07:07: Also es wäre wirklich so ein Ding, was natürlich alles abrunden würde.
01:07:12: Dann wären alle unsere Forderungen endlich gut aufgehoben und wir hätten die Plattform, die wir benötigen, das ganze Schaltpult voller Hebel und das wär natürlich super toll!
01:07:24: Das E-Tüpfchen hätte ich nicht genannt weil ich weiß dass es unrealistisch ist aber es wäre der Traum den ich jeden zweiten Abend träumen.
01:07:34: Dann vielleicht noch
01:07:35: die
01:07:35: abschließende Frage an dich, nämlich was wäre dann dein E-Tüpfelchen Lilly?
01:07:41: Mein E-Teufelchen dieses Jahr wäre tatsächlich ganz realistisch umsetzbar für mich dass wir es schaffen unsere zehn Forderungen im Rahmen der Kampagne zur mentalen Gesundheit in einen gesetzlichen Rahmen zu bringen.
01:07:55: Sei das über eventuelle Beschlüsse der Bildungsministerkonferenz so sodass die Bildungsministerinnen der Länder quasi top down mäßig damit konfrontiert werden, diese Forderungen in ihren Ländern umzusetzen.
01:08:12: Das wäre so ein bisschen schön.
01:08:17: wenn das nicht funktioniert natürlich auch versuchen außerhalb dieser Struktur nochmal eine gesetzliche Verankerung zu schaffen vielleicht in einzelnen Bundesländern, vielleicht in einem Bundesland aber irgendwo diese zehn Forderung noch mal so zu umzusetzen, dass sie ganz unumstößlich werden für die Leute die Entscheidungen treffen und das sie kein freundliches Add-on übrigens.
01:08:41: Die Bundes Schüler in Konferenz hat auch eine Idee sind.
01:08:44: Das wäre mein E-Tüpfchen für dieses Jahr
01:08:47: finde ich gut und das lenkt uns ja dahin, dass wir einfach ein Ende des Jahres noch mal sprechen und gucken was daraus gekommen ist weil es hat mir
01:08:56: Total viel Spaß
01:08:57: gemacht mit dir zu sprechen und ich sage danke für dein großes Engagement.
01:09:03: Voll gerne, ich fand es auch sehr schön!
01:09:05: Dankeschön.
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