#98 Michael Stockerl bei der #lunchbox

Shownotes

Unser Gast ist heute Michael Stockerl. Er ist Director der Digital Product School bei der UnternehmerTUM und verantwortlich für das Ausbildungs- und Inkubationsprogramm zur menschenzentrierten digitalen Produktentwicklung. Nach seinem Studium der Informatik sammelte er wertvolle Erfahrungen in der modernen und agilen Produktentwicklung in der Münchner Start-up-Szene. Während seiner Arbeit bei der Digital Product School leitete er den Aufbau mehrerer Fellowship-Programme im öffentlichen Sektor und entwickelte moderne Ansätze für die Produktentwicklung von Behörden.
Vernetze dich gerne mit Michi oder folge ihm auf LinkedIn.
DigitalSchoolStory befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Seit unserem Start wachsen wir kontinuierlich. In unserem Unterstützer-Umfeld finden sich Fachleute aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und ThinkTanks.
Zum Einlesen:

  • Unsere Organisation
  • Erlebe uns in der Klasse
  • So geht Mathe mit DigitalSchoolStory: TikTok im Matheunterricht
  • Schau Dir unsere Fokusthemen an rund um Demokratie- und Wertebildung, Berufliche Orientierung und Prävention Ein lebendiges Beispiel ist das Projekt Wertebildung an der Taunusschule in Bad Camberg gemeinsam mit unserem Kooperationspartner der Werte-Stiftung: Wie Demokratiebildung in der Schule funktionieren kann, zeigt eine kooperative Gesamtschule in Bad Camberg. Schüler sollen lernen, digitale Kommunikationsmechanismen zu verstehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Das zeigt der Beitrag "Volle Kanne" vom ZDF. Genauso wie das Projekt Demokratiebildung an der RS Meitingen, das die Augsburger Allgemeine dokumentiert hat.
  • Die Lernmethode DigitalSchoolStory ist wissenschaftlich evaluiert:
  1. Fraunhofer FIT entwickelt Fragebogen zur Messung von Bildungskompetenzen
  2. Lehrkräfte beobachten Kompetenzstärkung der Schüler:innen durch DigitalSchoolStory

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00:00:02: Wir kommen in der Lunchbox und ich freue mich, dass ich heute nicht alleine moderiere sondern wieder mit meinem Co-host Eliott Bemadani unterwegs bin.

00:00:11: Schön, dass du da bist.

00:00:13: Ich freue mich auch hier sein zu dürfen.

00:00:15: Und dann haben wir ja heute einen ganz spannenden Gast bei uns nämlich den Michael Stockhall.

00:00:19: Hi Michi!

00:00:26: Hi Michii?

00:00:28: Wir hatten

00:00:28: gleich ein

00:00:28: Hänger am Anfang aber jetzt

00:00:29: ist er da.

00:00:32: Ja ich habe das Ding weggedrückt, das aufgezeichnet wird Und in dem Moment

00:00:40: So, das ist dann alles hier mit dabei.

00:00:42: Aber schön dass du da bist und dann starten wir doch direkt jetzt rein nämlich was wir

00:00:46: immer machen.

00:00:47: Wir wollen ja gerne dass die Menschen sich selber noch mal so ein bisschen vorstellen Nämlich mit drei Hashtags die du auswählen würdest Die dich am besten beschreiben.

00:00:55: Welche

00:00:55: sind es?

00:01:00: Drei Hashtag?

00:01:01: Also auf jeden Fall ist einer Hashtack Papa Hashtake Softwareentwickler.

00:01:12: Okay,

00:01:15: dann steigt doch mal ganz kurz einen in den letzten, den du gesagt hast.

00:01:19: Wie kommst du darauf?

00:01:20: Was heißt das?

00:01:22: Ich bin möglichst jede freie Minute in den Bergen.

00:01:27: Das heißt ich gewanne und ich gehe ein bisschen klettern.

00:01:32: Ich fahre jetzt mittlerweile auch Fahrrad in den Berg.

00:01:34: Und deswegen... ...ich wohle auch mittlerweile nähe von den Berge.

00:01:38: Deswegen bin ich da sehr gerne.

00:01:41: War das schon immer so eine Leidenschaft?

00:01:43: Nee, ich komme ja aus der nördlichen Oberpfalz.

00:01:46: Da gibt es keine Berge sondern nur Hügel und ich habe eigentlich auch Höhenangst gehabt.

00:01:52: aber meine Frau hat mir erfolgreich ausgetrieben und wir haben uns da gemeinsam Stück für Stück immer mehr in die Berge gewagt.

00:02:01: Das heißt dass ist eigentlich entstanden Stück für Stück in den letzten Jahren

00:02:09: Sehr gut.

00:02:09: Magst du noch mal ganz kurz reinspringen?

00:02:11: Was ist eigentlich die Product School?

00:02:15: Das ist ein Ausbildungsformat bei der Unternehmertum, wo wir Talente aus der ganzen Welt zusammenbringen und die lernen dann an echten Projekten wie man menschenzentriert digitale Produkte entwickelt.

00:02:30: das Menschenzentrierte geht dabei vor allem darum dass man nicht für Leute etwas entwickelt sondern mit den betroffenen Menschen Und das kann also jeder Bereich sein.

00:02:44: Das geht von der Industrie bis in die öffentliche Erwaltung oder auch im sozialen Sektor, aber dass man sich halt eben nicht überlegt was wäre eine gute Lösung sondern erst versucht zu verstehen, was ist eigentlich das Problem?

00:02:56: Dass man lösen muss und welches welche Lösungen löst dann das Problem auch tatsächlich weil man sieht immer wieder, dass die erste Idee, die man hat, nicht gut ist und man dann eigentlich eine andere Lösung finden muss um das beizubringen.

00:03:10: Dafür haben wir die Stitcher Broad School gegründet und im Endeffekt lernen da die Talente Hands on, wie man davor geht.

00:03:20: Und wir schaffen einfach das Umfeld damit sie das lernen können.

00:03:25: Gerade in diesem Kontext ist der Begriff Impact ja gerade in aller Munde ins Startup Pitches, in Förderprogramm und auch ganz viel auf LinkedIn.

00:03:32: was bedeutet Impact denn für dich persönlich wenn mal diese ganzen Buzzwords weglässt?

00:03:38: Tatsächlich habe ich mit früh auch darüber gesprochen weil werden nächstes Jahr zehn Jahre alt und unser Marketing beantwortlich hat dann gleich gesagt, wir müssen herausstellen welchen Impact wir quasi in den letzten zehn Jahren hatten.

00:03:52: Und jetzt konkret an dem Beispiel haben eigentlich zwei Bereiche.

00:03:58: das eine ist der Impact, den wir auf Leute haben die bei uns teilnehmen

00:04:03: d.h.,

00:04:04: die kommen zu uns mit der Erwartung dass sie danach einen Job bekommen ein Startup gründen können oder sich einfach persönlich weiterentwickeln.

00:04:14: Das heißt, da schauen wir einfach das wir in den drei Monaten die Menschen vorwärts bringen und dann haben wir den gesellschaftlichen Impact dass wir Produkte auf dem Weg bringen, die echte Probleme lösen.

00:04:30: Und im Grunde ist Impact ja dann, dass wir etwas tun und es eine Auswirkung auf die Menschen hat mit denen wir zusammenarbeiten.

00:04:42: Und es ist nicht immer leicht messbar, weil vor allem die Themen, die wir bei den Menschen verändern, das kannst du nicht ändern oder nicht so leicht messen, dass sie auf einmal mehr Selbstvertrauen haben sich aufstellen, wir werben, die Sie vorher nicht... sich getraut hätten zu bewerben, geschweige denn die Stellen auch zu bekommen, dass Sie auf einmal Zusanken bekommen, die sie vorher nicht bekommen haben.

00:05:07: Es ist relativ schwer messbar und aufwendig.

00:05:10: Deswegen auch bei uns oft Fassi.

00:05:16: Nichtsdestotrotz versucht man das natürlich dann auch irgendwo messbar zu machen.

00:05:23: Michi, wie wichtig ist denn genau dieses Messbarmachen am Ende?

00:05:28: Also ganz viele sprechen ja davon.

00:05:31: Dann gibt es ja noch die Unterscheidung zwischen... Ja, wirklich so schön.

00:05:35: Start-ups die Impact generieren und den Ventures, die auch Impact machen.

00:05:41: Da gibt es ja aber trotzdem, da liegen ja Meilen dazwischen was das tatsächlich ist.

00:05:46: Kannst du damals ein bisschen darauf eingehen?

00:05:49: Und warum am Ende Wirkung auch wirklich das Entscheidende ist?

00:05:54: Also ich würde sagen im Status quo ist es nicht immer wichtig dass es messbar ist.

00:06:01: Da ist es oft auch ausreichend, wenn ich Anekdoten erzähle.

00:06:05: Wenn ich einzelne Cases rauspicke und sage hey schon mal das erreichen wir.

00:06:11: Das ist dann oft für Förderer oder auch Unternehmen genug dass sie sagen okay das möchte ich auch unterstützen.

00:06:18: wo wir aber hin wollen ist dass es eben entscheidend ist es auch wirklich gemessen zu haben auch nachgewiesen zu haben damit die zu stärken, die tatsächlich eine positive Wirkung auf die Gesellschaft ausüben.

00:06:36: Weil damit kannst du viel besser das Kapital allokieren auf die Organisationen, die einen positiven Einfluss haben.

00:06:47: Wenn du es nicht tust hast dort Fälle, dass Firmen oder Organisationen finanziell erfolgreich sind, eher negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben.

00:06:59: Das heißt, du belohnst eigentlich dir auf Kosten anderer Leben und um das eben nicht mehr in der Zukunft zu haben wollen wir eben das auch messbar machen und dann auch Stück für Stück die Finanzierung so lenken dass die belohnt werden die möglichst hohen gesellschaftlichen Impact haben.

00:07:22: Michi, kannst du da noch mal vielleicht sagen mit welchen Missverständnissen man auch so ein bisschen aufräumen muss?

00:07:27: Also gerade wenn man auf das Thema Impact immer wieder guckt.

00:07:37: Ein Missverständnis beziehungsweise ein Problem ist dass viel aktuell eher Output passiert ist und nicht Impact basiert.

00:07:46: Das heißt es wird eher darauf geguckt was macht man eigentlich alles?

00:07:51: also wie viele Leute habe ich in meinem Programm wie viele nebenan Workshops teilen.

00:07:59: Das heißt noch lange nicht, dass dadurch etwas Positives in der Gesellschaft entstanden ist.

00:08:05: und da die Trennung hinzubekommen und zu sagen okay es ist eigentlich relativ egal was du genau machst.

00:08:11: wichtig ist was am Ende rauskommt.

00:08:14: diese Trennung wird oft nicht gemacht auch vielleicht aufgrund der Messbarkeit des Auto der Wirkung.

00:08:24: das ist so Eine und das andere ist, dass ich habe gerade unseren Marketing verantwortlichen auch genannt.

00:08:35: Und no offense.

00:08:36: aber es ist halt oft was anderes was im marketing beschrieben wird und das was wirklich dann bei den menschen ankommt oder was geschieht.

00:08:44: weil im marketing versucht sich natürlich jeder so gut wie möglich darzustellen und es gewinnt halt dann oft die die des möglichst cool und sexy darstellen.

00:08:57: Und nicht die, die da tatsächlich eine Wirkung

00:09:00: erzeugen.".

00:09:02: Du hast ja jetzt relativ klar beschrieben was Impact ist und was Impact nicht ist?

00:09:07: Ich rede hier tatsächlich viel mit meinen Freunden darüber, was ich eigentlich mache.

00:09:11: Die Frage, die dort immer wieder aufkommt, warum brauchen wir das eigentlich?

00:09:13: Warum reicht es nicht einfach aus, gute Produkte zu bauen und Steuern zu zahlen?

00:09:18: Warum braucht die Gesellschaft eigentlich aktiv Social Impact?

00:09:28: so dass nach dem was du was Erfolg gemisst, nachdem steuerst du dein Produkt und auch deinen Handel.

00:09:37: Und wenn es halt bedeutet das normaler Wort ich dann erfolgreich bin Wenn ich möglichst viel Schaden anrichte Dann werde ich halt schaden anrichten und das sieht man ja auch bei den aktuellen Entwicklungen in der Tech Branche Das viel darauf passiert Dass man eigentlich Menschen süchtig macht zum Beispiel vom Handy, dadurch haben sie eine höhere Nutzungsrate.

00:10:05: Dadurch bekomme ich mehr Geld durch Werbung.

00:10:10: Ja, bin ich erfolgreicher?

00:10:12: Weil das einzige KPI bei vielen ist der finanzielle Erfolg vor allem wenn Sie dann an die Börse gehen.

00:10:20: um da auch aktiv gegenzusteuern braucht man sich mindestens eine weitere KPI mit der man sagt okay das ist der eigentliche Erfolg.

00:10:29: Finanziell soll es natürlich trotzdem funktionieren.

00:10:33: Aber du musst auch die soziale Komponente mit reinkriegen, dass die Unternehmen richtig erfolgreich sind, die beides können und die finanziellen Erfolg haben aber auch eine positive Einfluss auf der Gesellschaft oder auch die Umwelt.

00:10:49: weil wie man sieht ist ja auch nicht gerade gut.

00:10:53: Stand.

00:10:54: Und wir müssen da aktiv gegensteuern.

00:10:56: zu dem, was in den letzten Jahrzehnten auch passiert ist.

00:11:01: Gerade dort sehen ja auch viele den Staat eigentlich in der Verantwortung das der Statue dieser Probleme lösen sollte.

00:11:07: Wie erklärst du dir denn dass viele der wichtigsten gesellschaftlichen Innovation gar nicht mehr aus der Politik kommen sondern halt oft von Einzelpersonen Vereinen oder kleineren Unternehmen und Organisation?

00:11:18: Ich würde sagen es ist ja hauptsächlich in Deutschland so, dass man den Staat jede Verantwortung zuschient und sagt hey, löst es doch mal bitte für uns.

00:11:28: Es ist halt einfach auch aufgrund unseres Systems wahrscheinlich so entstanden.

00:11:32: also vor allem die sozialen Herausforderungen sind ja ein Sozialstaat.

00:11:38: das sieht man in anderen Ländern ja total anders dass da eher auch Sozialunternehmerinnen die Probleme angehen weil der Staat gar nicht so als seine Aufgabe sieht.

00:11:50: Und an solches finde ich's auch gar nicht schlecht.

00:11:55: Ich meine, ich arbeite ja bei Unternehmertum.

00:11:57: Wir sind Entrepreneurship-Center und wir glauben daran dass die Unternehmerinnen eigentlich diese Probleme am besten lösen können weil sie da auch den Drive haben ein Problem so zu lösen das man nächste Stufe erreicht.

00:12:16: Deswegen ist es aus meiner Sicht voll gut dass es nicht von der Politik kommt weil sie oft so verstehen, wie es ein Unternehmer oder Unternehmerin verstehen würde und auch die Lösungen andere sein würden.

00:12:33: Genau also von dem her habe ich damit kein Problem wenn die Politiker nicht alle Probleme lösen.

00:12:40: sie müssen aber natürlich die Voraussetzungen schaffen dass sowas möglich ist.

00:12:48: Aktuell sieht man ja das zum Beispiel Funding eingestellt wird für soziale Unternehmerinnen was ich per se noch nicht schlimm finde weil ich denke auch viele in Vergangenheit unterstützt wurden, die einfach nicht normal überlebensfähig sind.

00:13:05: Nichtsdestotrotz sollte man halt dann wirkungsbasiert die Leute supporten.

00:13:13: Ich habe gleich drei Fragen wo ich eigentlich mit reingehen würde was mich sozusagen gleich angesprochen hat nämlich einmal tatsächlich welches Mindset haben denn genau dieses Social Entrepreneurs, also auch gerade die mit denen du arbeitest.

00:13:29: Das ist ja nochmal ein Unterschied.

00:13:31: wenn Du auch sagst, sie haben ja ein bestimmtes Mindset kannst Du da noch mal vielleicht so ein bisschen reingehen und nochmal sagen was zeichnet die denn tatsächlich am Ende aus?

00:13:41: Und was macht da auch den Unterschied?

00:13:45: Also ich glaube es gibt zwei Arten.

00:13:48: die einen sind die eher die klassischen Social Entrepreneurs sind, die erstmal totales Unverständliches zeigen.

00:13:55: Wenn man sagt du brauchst ein Geschäftsmodell um deine Lösung wirklich tragfähig auf dem Markt zu halten und selbstverständlich ansehen dass man Spenden braucht das man von Förderungen abhängig ist Die, die erfolgreich und groß werden können aus meiner Sicht sind die Social Entrepreneurs, die so ein bisschen auch das Tech Mindset haben bzw.

00:14:25: dieses Gross Mindset dass man zwar etwas Gutes tut aber eigentlich ein tragfähiges Business-Modell braucht, das mitwächst.

00:14:37: also was man nicht von immer mehr Förderungen abhängig ist sondern dass man eine Idee hat Wie kann ich eigentlich hunderttausend Menschen unterstützen wie fünfhunderttaussend, wie eine Million ohne jetzt abhängig zu werden von Spenden oder Förderungen?

00:14:56: Sondern weil eben ein Geschäftsmodell so haben das funktioniert.

00:14:59: Das ist oft ein Clash für manche.

00:15:03: Dann gibt es die, die das verstehen und dann auch aktiv darauf hinarbeiten.

00:15:08: Und dann gibt's halt die, dass nicht so sehen die aber dann auch nicht die Größe erreichen können, aus meiner Sicht.

00:15:15: Weil es gibt irgendwo den Deckel oder die Decke, wohin du mit Spenden kommst und... Dann ist halt auch Schluss.

00:15:29: Das ist wahrscheinlich häufig gar nicht so klar dass es tatsächlich so eine Decke gibt, also auch wir mussten ich würde gar nichts sagen umdenken sondern wir ja tatsächlich

00:15:38: als

00:15:39: SocialStardup schon immer irgendwie dieses Thema Skalierung sehr intensiv mitgedacht haben.

00:15:46: Aber auch da ist nochmal so ein Wandelbrauch mit, wie muss sowas tatsächlich aufgebaut sein und das führt schon zu anderen Strukturen.

00:15:54: Und auch zu einem anderen mit hinarbeiten.

00:15:58: aber die Frage, die sich mir noch stellt was du gerade gesagt hast nämlich dass Politik da ja schon auch einen Hebel ist um Strukturen möglich zu machen Was muss denn Politik eigentlich in der jetzigen Situation viel stärker tun?

00:16:19: Am Ende sage ich es, glaube ich gibt's ziemlich viele Initiativen die funktionieren könnten.

00:16:25: Die aber dann in die Skalierung nicht reinkommen.

00:16:31: In der Techbranche gibt's dafür Förderungen da gibt's ja ganze Wege, die schon etabliert sind wo das Staat auch stellenweise Wachstumskapital zur Verfügung stellt um zu sagen okay die können jetzt mal skalieren Und es gibt zwar im sozialen Bereich nicht, da gibt's Förderungen.

00:16:53: Die dann Projekte fördern?

00:16:56: Die Projekten müssen immer neu sein.

00:16:58: Dann überlegt man sich wieder ein neues Projekt... Wenn man Glück hat kann man das regional abgrenzen!

00:17:05: Wenn man Pech hat muss man halt wieder was Neues machen und das führt zu sehr viel Overhead in den Organisationen.

00:17:12: Das einfach zu vereinfachen ist, man hat Wege um solche Organisationen bei der Skalierung zu helfen und sie aber nur anzuschieben, dann den Markt zu überlassen.

00:17:26: Das bräuchte es aus meiner Sicht in der Politik.

00:17:29: Ich bin mir nicht sicher ob das gerade wie eine aktuelle Situation die Leute auf dem Schirm haben war ja erstmal nur Förderungen gestrichen werden und da nicht quasi Wege etabliert werden um die die erfolgreich sind oder sein könnten tatsächlich zu stärken.

00:17:49: Da gibt es ja gerade auch dieses Projekt mit nachhaltig wirken, was hier auch initiiert wurde.

00:17:55: und auch da ist das Thema wieder, man muss eigentlich eine neue Idee haben.

00:17:59: Nachhaltig-Wirken wäre ein wunderschönes Beispiel um daran anzuknüpfen mit Themen die vielleicht schon erprobt sind, die funktionieren und dann eben in die Skalierung kommen würden.

00:18:12: Das würde man unter dem Begriff nachhaltigen, sozusagen denken!

00:18:20: Was für ein Mindset brauchst du denn da tatsächlich auch vom Staat zu verstehen, dass es nicht darum geht immer wieder was Neues zu finden und immer wieder etwas Neues produzieren.

00:18:30: Sondern tatsächlich viel genauer dahin zu gucken wo gibt es schon was was etabliert ist?

00:18:35: Wo gibt es auch was das eine systemische Wirksamkeit haben kann?

00:18:39: und wie kann sowas dann hinterher in die Breite gebracht werden durch den Staat oder mithilfe des Staats?

00:18:50: ist schon auch das Mindset von die starken Stärken, was oft bewusst nicht gemacht wird.

00:18:57: Das sehen wir auch oft und dass wir an vielen Stellen, ich will nicht sagen abletzen.

00:19:03: aber wo es heißt okay ihr seid doch groß warum sollen wir euch noch unterstützen?

00:19:12: Und dabei eben zu sagen ok, die dies bewiesen haben, dass es funktioniert, die sollte man halt bei der Skalierung auch helfen Und das andere, aber ich befürchte, dass es rechtliche Gründe hat.

00:19:27: Ist deshalb eben nicht immer zu erzwingen was Neues zu starten sondern aus diesem Projekt Modus rauszukommen und eher in langfristigen Produkten und in langfristiger Wirkung zu denken und das dann auch zu fördern.

00:19:43: Das ist aber ja ein komplett anderes Mindset wie die ganze Verwaltung funktioniert Wie auch diese ganzen Förderstrukturen funktionieren und oftmals erlebe ich dann halt, es gibt einfach rechtliche Constraints die man ändern müsste damit das überhaupt funktionieren kann.

00:20:03: Jetzt gibts ja sozusagen auch die Social Impact Unicorns also auch gerade die ihr ja auch mit unterstützt und fördert.

00:20:11: was unterscheidet die nochmal von den normalen Social Impacts?

00:20:18: Ja ist equivalent.

00:20:19: in der normalen Startup Welt wären eben die Scale Ups Die gibt es ja viele, die auch eine gewisse Größe erreichen.

00:20:30: Dann aber wahrscheinlich eher so ein Mittelstands-Thema werden.

00:20:36: Also das kann dann auch mal in der Firma sein, die halt zehn Mitarbeiter hat und paar Hundert, paar hunderttausend Leute unterstützt beim Social Impact Unicorn.

00:20:47: Da wollen wir Startups unterstützen, die das Potenzial haben mindestens eine Milliarde an sozialer Rendite zu erzeugen, was bewusst angelehnt ist an die Unicorns in den Start-up Bereich.

00:21:03: Da ist es die reine Bewertung von dem Start up eine Milliarde und bei dem Social Impact Unicorn ist es eben die Wirkung.

00:21:13: aber es muss das Geschäftsmodell dazu passen dass man quasi eigenständig durch eine größere Wirkung auch besseres Geschäft macht und dieses Wachstum dann auch irgendwann aus dem eigenen Cashflow bezahlen kann.

00:21:30: Und es soll einfach darstellen, dass wir Organisationen unterstützen die dann groß genug werden um wirklich den signifikanten Einfluss auf der Gesellschaft zu haben.

00:21:42: Normale Sozialunternehmen haben vielleicht lokal einen guten Einfluß aber halt nicht in der Skalierung wie im Social Impact Unicorn.

00:21:52: Wie gibt's in Deutschland?

00:21:54: Meines Wissens noch nicht so richtig.

00:21:57: In anderen Ländern schon, also es gibt einige Beispiele weltweit wo's auch geschafft wurde dass man Social Impact Unicorn wird.

00:22:06: bei uns noch nicht So und da sind wir eben dran das zu ändern.

00:22:12: Warum entstehen denn so wenige davon?

00:22:14: Obwohl die Probleme diese ja eigentlich lösen können größer sind als je zuvor

00:22:22: Ja ist halt sehr schwierig durch die Förderstrukturen überhaupt so groß zu werden, also wie gerade schon gesagt da muss ich mir wieder ein Projekt überlegen.

00:22:33: Was ein bisschen anders ist als das was ich bisher mache nur um die Förderrichtlinien einzuhalten.

00:22:41: dann mache ich wieder etwas Neues was mich defokussiert und dann bin ich sehr breit unterwegs.

00:22:48: Das eine und das andere ist halt auch unser Sozialstaat.

00:22:52: Da ist immer die Verantwortung liegt beim Staat.

00:22:55: Oftmals will der Staat auch gar nicht die Verantwortung abgeben.

00:22:59: Also die Geschichten kenne ich auch, wo es dann aus Ministeriums Sicht heißt okay ich will die gar nicht beauftragen weil das ist ja meine Aufgabe wir können doch nicht dem quasi Markt überlassen.

00:23:16: Das heißt wir haben einfach durch unsere Struktur ein paar Hindernisse.

00:23:22: Auch der Föderalismus in Deutschland ist nicht hilfreich für solche Themen, weil ich halt jetzt seit ja im Bildungsbereich tätig.

00:23:34: Bildung ist ja nicht auf Bundesebene geregelt, sondern jedes Bundesland regelt das eigenständig.

00:23:43: Du hast halt auch mal sechzehn Partner und nicht nur einen wie es in anderen Ländern ist, wo ich, wenn nicht einmal ein Ministerium überzeugt habe, im ganzen Land ausgerollt werde.

00:23:54: Da hab' ich schon viele Gespräche gehabt.

00:23:58: die partenausen Ausland einfach nur lächeln und sagen ja du bist ja in Deutschland da ist ein bisschen fürdiger.

00:24:03: das heißt wir haben einfach strukturelle Gründe dass es nicht so leicht ist diese Innovationen zu scannen.

00:24:12: Genau Du hast jetzt in Prinzip ja geschrieben warum es so wenige Social Impact Unicorns gibt und wieso sie so selten entstehen.

00:24:19: Aber wenn man das mal umdreht, was würdest du denn konkret verändern damit wir deutlich mehr davon bekommen gerade auch in Bezug auf Bildung?

00:24:30: Genau wo wir aktiv dabei sind ist zum einen die Wirkung messbar zu machen und dann aber auch Finanzströme so umzuleiten dass die das Geld bekommen die die positive Wirkungen nachweisen können.

00:24:46: Und je mehr positive Wirkung sie nachweisen kann desto mehr Geld bekommen um dann auch quasi das Geschäftsmodell dahingehend umzulenken, dass eine größere positive Wirkung auch größeren finanziellen Erfolg bedeutet und man dadurch die Organisationen auch wachsen lassen kann.

00:25:06: Das ist so das konkreteste wo wir aktuell dran sind und das andere was wir tun um den Status quo zu erinnern uns in den Hightech Gründungszentren haben, auch Social Entrepreneurs zur Verfügung zu stehen.

00:25:26: Dass sie die gleiche Unterstützung bekommen wie ein klassisches Deep-Tech Startup was vielleicht jetzt nicht den gesellschaftlichen Mehrwert im Fokus hat.

00:25:36: Was aber ein super Business Model ist!

00:25:40: Jetzt hast du ja gerade den Blick einmal auf die Politik auch gelenkt, was die sozusagen so ein Stück weit mit leisten könnte oder leisten sollte.

00:25:49: Welche Rolle spielen da eigentlich Unternehmen am Ende mit dabei?

00:25:52: Dass eine Skalierung für gesellschaftliche Innovationen möglich ist?

00:26:01: Also je nach Case natürlich eine sehr große Rolle.

00:26:05: Zum einen können sie Kunden sein.

00:26:08: also vor allem im Bildungsbereich bietet sich sehr immer an zusammenzuarbeiten, weil es werden die Leute ausgebildet, die vielleicht irgendwann mal bei mir arbeiten wollen sollen.

00:26:21: Ansonsten haben ja Unternehmer klassischerweise eine gesellschaftliche Verantwortung.

00:26:28: Sie sind durch das System auch groß geworden oder vielleicht auch trotz des Systems und sehen sie oft zumindest irgendwann so als den Auftrag auch etwas zurückzugeben und dann bewusst eben Unternehmer zu unterstützen, die eine gesellschaftliche Herausforderung lösen.

00:26:50: Davon kann ja auch wieder das eigentliche Unternehmen profitieren wenn da vor allem im Bildungsbereich immer clevere Leute herauskommen, die einfach vorbereitet sind auf die Probleme der jetzigen Zeit.

00:27:03: Da sollte eigentlich ein Unternehmen sehr hohes Interesse daran haben.

00:27:07: Du hast ja was gesagt, dass es eigentlich klar sein sollte.

00:27:11: Die kommen irgendwann ins Unternehmen und dann macht das ja auch Sinn schon frühzeitig in junge Menschen mit zu investieren.

00:27:19: Das ist ein Thema, was uns extrem beschäftigt.

00:27:24: Wie können wir sozusagen jungen Menschen Dinge an die Hand geben um am Ende mehr diese Kompetenzen zu lernen, die man am Ende braucht?

00:27:32: Um dann auch mehr Wirkung im Unternehmen erzielen zu können aber auch für die Gesellschaft.

00:27:37: denn wenn man jemand hat, der aktiv ist dann trägt das ja auch dazu bei dass man sich eben gesellschaftlich nicht zurücklehnen sondern aktiv wird.

00:27:46: und da kommt ja häufig dann so ein Argument mit die sind noch so jung in der Schule wir wollen die erste in der Hochschule.

00:27:54: Warum ist es das Argument, was eigentlich greifen sollte.

00:27:58: Sondern warum müsste man da auch anders vorgehen oder eine andere Sicht draufkriegen?

00:28:02: Gerade mit Blick auf die Opportunitätskosten, die ja auch entstehen wenn man Menschen später nur mal entwickeln muss.

00:28:11: Ich meine also ich habe ein ähnliches Thema.

00:28:13: Ich bin ja auch in Ausbildungsbereichen nur sehr spät.

00:28:17: Also bei uns arbeiten ja kommen Absolventinnen von der Uni und die bereiten wir nochmal auf den Arbeitsmarkt vor.

00:28:26: Aber aus dem Gesprächen sieht man halt schon, je nachdem mit wem man spricht oder auf welcher Ebene ist es irgendwie eine Fachkraft- oder Geschäftsführer Eigentümer.

00:28:39: Ist der Zeithorizont, den man betrachtet einfach ein anderer?

00:28:42: Je nachdem was man gemessen wird.

00:28:48: Eigentürmer vor allem von Familienunternehmer haben oft einen sehr langfristigen Blick und die sind auch offener für solche Themen sehr junge Menschen zu fördern, dass sie irgendwann auch bei mir ankommen.

00:29:03: Mit denen kann man das ja offen und ja auch positiv über solche Sachen sprechen.

00:29:09: Je weiter man in der Hierarchie nach unten kommt, je mehr die dann auch über KPIs gesteuert werden, desto mehr wird es immer kurzfristiger!

00:29:22: Da muss es halt dann sofort Ergebnisse geben.

00:29:25: Und die Ergebnisse bekomme ich halt nicht, wenn ich jetzt ein Gymnasium unterstütze.

00:29:29: Sondern sie bekomme mich halt, wenn sich die Leute, die jetzt gerade den Arbeitsmarkt betreten auf einmal von meiner Firma hören.

00:29:37: Am schlimmsten ist es eigentlich bei der Aktien notierten Unternehmen, die quartalsweise Reporten und in Erfolgen nachweisen müssen.

00:29:47: Da ist das halt sehr schwierig, weil Sie immer von Quartal zu Quartalt denken Und da kannst du sehr schlecht mit langfristigen Themen kommen, weil sie danach nicht gemessen werden.

00:30:00: Also das ist halt wie bei dem Impact.

00:30:04: Nachdem was gemessen wird, das wird halt gemacht und die kurzfristiger der Zeithorizont in einer Firma ist nachdem die Menschen da bewertet werden, desto schwieriger wird es langfristige Themen zu platzieren.

00:30:19: Ich kriege immer so ein bisschen Bauchschmerzen, wenn ich von den ganzen wirtschaftlichen Hintergründen gerade in der Förderung von jungen Menschen höre.

00:30:29: Weil man ja immer wieder merkt dass es einfach auch eine sehr kurzfristige Sicht angesetzt ist und auf lange Sicht dadurch so viele Ziele irgendwie verloren gehen.

00:30:39: Ich merke ja auch gerade – ich habe ja selber mit einigen Hochschulen zusammen gearbeitet und einigen Unternehmen an verschiedenen Projekten dass die Angebote, die wir haben überhaupt nicht die Breite den Menschen erreichen.

00:30:49: Immer nur sehr privilegierte Menschen, die es wahrscheinlich auch einfach so schon geschafft hätten.

00:30:56: Wie müsste denn ein Angebot aussehen um eben auch die anderen Menschen zu erreichen oder auch die breite der jungen Menschen zu erreichen?

00:31:04: Und was müssten diese jungen Leute dort unbedingt lernen um diese Herausforderung von morgen überhaupt lösen zu

00:31:09: können?

00:31:12: Das ist eine gute Frage!

00:31:18: Also tatsächlich, ich meine... Ich hab da auch Schmerzen.

00:31:23: Und ich selber, ich habe ja gesagt, die kommen aus den nördlichen Urpfeils ist jetzt nicht unbedingt die Reichsgegend.

00:31:33: Ich hab zum Glück oder ich hab das Glück zumindest in Bayern aufgewachsen zu sein.

00:31:41: Aber es geht schon mal los!

00:31:44: Erreichst du ja hauptsächlich die, die eh schon in der Netzwerks sind oder die schon gut verbunden sind und die anderen erreichst Du gar nicht.

00:31:55: Das heißt es geht schon mal los sich überhaupt zu überlegen wie erreiche ich den Menschen die ich nicht erreichen würde?

00:32:02: Und das muss ich schonmal wollen weil also für die meisten genügt ist ja die Privilegierten so erreichen das sind auch Klebere Leute, dann kriege ich die mein Unternehmen und dann ist schon mal super.

00:32:18: Dass da noch irgendwo Talent flummern könnte, ist mir an der Stelle wahrscheinlich egal weil mein Problem schon gelöst ist.

00:32:24: Das heißt es geht noch erst gar nicht so sehr um das Programm an sich oder was man hier anbietet sondern erstmal auch die zu erreichen, die man sonst nicht... also nicht leicht erreichen würde.

00:32:38: Und ansonsten Ich habe mal irgendwo gelesen, dass eigentlich schon in der Grundschule vorausgesagt werden kann wer im Leben erfolgreich sein wird und wer nicht.

00:32:49: Im Sinne von welche Posten sie erreichen.

00:32:53: Vielleicht geht es auch schon beim Namen bei der Namensgebung los, hab ich irgendwann auch schon Mal gesehen.

00:32:58: Das heißt das Gap ist schon sehr groß.

00:33:02: So ist so ein einzelnes Programm.

00:33:05: Kann das Gapp wahrscheinlich gar nicht schließen?

00:33:09: Es gibt ja viele Angebote zur Sprachförderung, zur Future-Skillförderungen.

00:33:18: Die müssen sich eigentlich zusammenschließen und da wirklich so ein durchgegendes Programm anbieten damit es überhaupt eine Chance hat dass du aufholst.

00:33:27: weil ich sehe jetzt mein eigenes Beispiel Ich bin der erste Akademiker in der Familie auch meine Frau ist Akademikerin Und sonst komme ich aus einer Arbeiterfamilie.

00:33:41: Ich war am Wochenende bei der neunzigste Geburtstag von meinem Opa, das heißt meine Cousinen und Cousins waren da.

00:33:49: auch meine Schwester war mit ihren Kindern da und man merkt einfach den Unterschied von meinen Kindern mit dem also mein Nichtneffen die komplett anders aufwachsen alleine weil ich mittlerweile Münchner Raum wohne Die Leute außen rum andere sind Und die Chancen, die meine Kinder haben werden einfach anderes sind wie meine Nicht- und Neffen.

00:34:17: Das Gap ist jetzt schon da und sie sind auch nicht mal in der Schule.

00:34:21: Deswegen ist es glaube ich schon eine riesige Challenge wenn man das schließen möchte.

00:34:28: Ich habe keine einfache Antwort auf das.

00:34:32: Aus einer unternehmerischen Sicht macht es ja tatsächlich Sinn sind diese privilegierten Menschen zu nehmen, weil man möchte ja praktisch möglichst wenig Geld, möglichst effizient sein Ziel irgendwie erreichen.

00:34:44: Was mich immer so ein bisschen daran stört ist die Frage welches Potenzial lässt man da eigentlich liegen?

00:34:50: und würde man nicht vielleicht sogar noch viel bessere Menschen finden wenn man eine breitere Masse gehen würde?

00:34:56: Hast du persönlich Argumente oder Gründe warum wir uns dort verändern sollten und die breiteren Masse ansprechen sollten auch aus einer wirtschaftlichen unternehmerischen Sicht?

00:35:08: Ich weiß nicht, ob es ein gutes Argument ist.

00:35:11: Aber ich sehe schon das ich anders denke wie meine Piers.

00:35:18: und dadurch dass Leute aus der breitere Masse reinkommen gibt's einfach andere Perspektiven auch auf das gleiche Problem und dadurch vielleicht auch neue Lösungen die es sonst nicht gegeben hätte.

00:35:32: Und das quasi der Klassiker von Diversität.

00:35:37: Je mehr Leute, die anders denken auf ein Problem schauen und dann auch miteinander in den Konflikt gehen, desto besser wird die Lösung auch.

00:35:45: Und immer nur die zu nehmen, die eh so zu denken gelernt haben wie man selber weil sie aus der gleichen Bubble kommen, wird nicht das Problem lösen.

00:35:55: Deswegen macht schon auch Sinn in die breitere Masse zu gehen aber ist natürlich mit mehr Kosten verbunden.

00:36:05: Und da ist halt die Frage, ist es mir wert das einzugehen oder nicht?

00:36:10: Die Frage ist ja immer ob der Return dann am Ende nicht doch größer wäre.

00:36:14: Das ist so ein bisschen was wo man eigentlich auch mal spekulieren könnte.

00:36:19: Wäre das nicht so... und darin tatsächlich ja auch ganz, ganz viel Potenzial liegt.

00:36:24: Also das ist ja auch das was wir letztlich haben oder darin sehen welche Wirkung wir am Ende mit entfalten können wenn wir eine Million Schülerinnen erreichen.

00:36:35: also was passiert da am ende?

00:36:37: Tatsächlich auch für eine Wirtschaftskraft hinten die daraus kommt Und dann ist es ja unwahrscheinlich viel Das was man vielleicht in dem Moment gar nicht sieht aber am Ende doch eben auch ne gesellschaftliche Wirkung.

00:36:48: Wenn du jetzt auf Deutschland mal in, ich würde gar nicht zehn Jahre auch nicht fünf Jahre zur Fall, wenn du meinen drei Jahre guckst.

00:36:58: Meinst du da hat sich irgendwie an dem Markt ein bisschen was verändert.

00:37:01: oder muss man tatsächlich da wirklich in Richtung zehn Jahre gehen und sagen, da kann sich dann erst etwas wirklich verändern bei dem Thema soziale Innovationen durch in der Gesellschaft mit?

00:37:15: Also wir werden alles dafür tun dass ich in zwei Jahren was verändert habe.

00:37:22: Ich habe nur gelernt, dass meine Zeithorizonte andere sind wie von anderen Menschen.

00:37:32: Aber ich glaube schon es wird sich schon als getan haben was ich so beobachte.

00:37:37: Es gibt schon einige Leute die versuchen umzudenken oder auch neue Wege zu gehen.

00:37:46: Das dauert dann immer ein bisschen bis man die neuen wege gefunden hat rechtlich safe sind.

00:37:53: Aber ich bin schon eher optimistisch, dass sich einiges tun wird, wo ich so bisschen Sorge habe, vor allem auch weil wir ja einen Partner aus ganz Deutschland haben ist wie sich die Stimmung im Land bis in zwei drei Jahren so verändert hat und das es vielleicht nicht mehr fünf vor zwölf ist, sondern fünf nach zwölfe und sich dadurch die Rahmenbedingungen nochmal erschweren könnten.

00:38:30: Aber da ich grundsätzlich unpositiv bin, glaube ich dass wir in zwei drei Jahren zumindest ein paar Kandidaten schon haben, die auf dem Weg sind, die eine Milliarde Social Returner und Invest zu erreichen noch nicht erreicht haben.

00:38:46: aber man sieht okay sie etwas in der Gesellschaft verändert.

00:38:57: Wenn du dafür einen Wunsch frei hättest, was für Weichen bräuchtest du damit das vielleicht ein Stückchen schneller geht?

00:39:08: Also mein einziger Wunsch wäre das schneller geht!

00:39:11: Aber dafür bräuchtest du ja auch was.

00:39:13: oder also... Was bräuche es dann mit schneller gehen kann?

00:39:21: Ja ich meine ist jetzt aus dem Entrepreneurshipssicht Der größte wünsche natürlich dass man mehr Risiko eingeht die zu unterstützen, die erfolgreich sein können.

00:39:34: Dann stelle ich mal fest das Ministerienstiftungen etc.

00:39:38: halt nicht auf ja nicht so offen sind Risiken einzugehen sondern sich fünfmal absichern müssen.

00:39:47: also das wäre glaube ich dann mein Wunsch dass man sich eben nicht fünfmal Absichern muss Sondern auch mal sagt okay das probieren wir jetzt mal aus.

00:39:56: wenn es total schiefläuft dann steuern wir gegen Und vieles dauert einfach viel zu lange, weil man jedes Senatetour spielen möchte und darauf vorbereitet sein will.

00:40:11: Dann geht es los und dann kommt es doch anders.

00:40:13: Deswegen da einfach mehr Risiko einzugehen um schneller voranzukommen.

00:40:19: Ich würde da vielleicht noch mal eine Anschlussfrage mitstellen nämlich du sagst ja es braucht mehr Risikos und es braucht ein Stück weit mehr Mut.

00:40:29: Was wäre denn dann das Risiko tatsächlich?

00:40:31: Also wie viel würde man denn wirklich auch verlieren, wenn man das vorher macht statt dieses dauerhafte Plan-Plan-Pan und dann kommt es am Ende eben doch anders.

00:40:40: Ist es nicht am Ende sogar mehr was ich drauf zahle, was da sozusagen passiert als dass sich einfach den Schritt mache und dabei dann in dieser Reise auf diesem Weg justiere?

00:40:52: Genau absolut!

00:40:53: Ich glaube das ist der größte cultural mismatch zwischen Entrepreneurship und Verwaltung zum Beispiel.

00:41:04: Das Risiko nicht bedeutet totales Disaster, sondern das es bedeutet ich gehe jetzt mal einen Schritt ohne alles zu wissen lerne daraus und passe dann meinen Weg an.

00:41:21: Und das Risiko eigentlich darin besteht dass man wahrscheinlich dabei herauskommt, was man sich vorgenommen hat.

00:41:29: Irgendwo ein bisschen weiter drüben aber aufgrund von echten Erfahrungen das herausgefunden hat und wenn man so mal rumschaut die Starraps, die entweder selten in den totalen Disaster.

00:41:44: klar gibt es mal ein paar Probleme.

00:41:47: Es klappt nicht alles.

00:41:48: Manche gehen natürlich pleite Aber in Summe funktioniert das schon ganz gut und es gibt immer wieder mal die Probleme, die man halt anpacken muss.

00:41:59: Und deswegen ist für uns ja nichts Risiko nix Schlimmes.

00:42:02: Man muss halt damit leben und darauf reagieren können.

00:42:07: Von dem her hat das eigentlich das Potenzial, dass viel bessere Lösungen rauskommen würden.

00:42:13: Aber es muss halt den oder die Erste geben, die sich traut, das zu tun, das auch so in das bestehende System einflechten kann.

00:42:25: Sonst wartet jeder auf den, der sich traut.

00:42:29: Genau was bräuchte es da vielleicht dann aber auch noch für ein gesellschaftliches Umdenken?

00:42:33: Weil wir ja immer sehen mit Politik und Gesellschaft das misst sich ja auch so ein Stück weit müsste da die Gesellschaft auch einen stückweit umdenken.

00:42:42: Ja auf jeden Fall.

00:42:43: also zuerst die Medien.

00:42:44: Die müssen natürlich ein bisschen positiver sein.

00:42:47: So eher so.

00:42:48: Chaka haben sie getraut Und nicht Schau mal was die wieder verbockt haben.

00:42:55: Also wenn ich natürlich immer mir nur das vorgehalten wird, was sich schlecht gemacht habe dann traue ich mich natürlich nicht mehr Risiko einzugehen.

00:43:05: Da hatte ich mal so eine coole Geschichte gelesen mit dem Mathe-Lehrer der das einmal eins aufgeschrieben hat und von den hundert Rechnungen eines bewusst falsch geschrieben hat und dann die Schülerinnen gesagt haben hey hey des hast du falsch gemacht du dofer Lehrer.

00:43:21: Und er meinte anstatt mich zu loben, dass ich es mal richtig gemacht habe.

00:43:26: Hängt euch an den einen auf wo ich es falsch gemacht hab und das ist halt der Mindset-Shift in Spräuchte, dass man sagt hey wir freuen uns über die Sachen die super gelaufen sind lernen dann aus denen was nicht gut gelaufen ist und weilen die Leute dafür dass sie sich überhaupt gedraut haben.

00:43:46: Ich feier dich dafür danke mich

00:43:48: hier!

00:43:50: Ich hab zum Abschluss noch eine Frage Welchen Rat würdest du den jungen Menschen geben, die gesellschaftlich etwas bewegen wollen und was hat dir selbst am meisten geholfen?

00:44:03: Also mein Rad wäre mal anzufangen.

00:44:07: Und dann auch step by step zu denken also gar nicht klar irgendwo das große Ziel zu haben aber einem bewusst zu sein dass man erstmal von null zu eins kommen muss Das schon ein sehr schwieriger Schritt ist.

00:44:23: Dann von eins bis zehn ist auch noch mal ein schwieriger Schritt.

00:44:27: Zehn bis hundert, auch wieder!

00:44:29: Aber dass man das wirklich so step by step angeht und wichtig ist halt anzufangen und dann aber auch die Sachen fertig zu machen und nicht zu versuchen weil man es irgendwie eilig hat Schritte zu überspringen.

00:44:44: Dass man sagt hey ich muss jetzt sofort der coolste größte beste sein sondern erst mal das Problem zu verstehen und dann einer Person zu helfen zum Beispiel.

00:44:56: Was hat mir geholfen, es geduldiger zu werden, genau das zu tun?

00:45:04: Also ist einfach so dass ich auch da genauso denke wie alle anderen.

00:45:13: Ich schon viele Lösungen im Kopf hatte die einfach nicht funktionieren können aber natürlich zu der Zeit dachte das wäre die coolste Lösung.

00:45:21: und das muss doch jeder verstehen Und sich da wirklich, da step by step vorzugehen und sagen okay jetzt versuche ich erstmal zu verstehen was das Problem ist.

00:45:32: Dann die Lösung zu entwickeln und da Schritt für Schritt vorzugeben hat mir selber dann auch am meisten geholfen und dann auch einigermaßen spannend zu sein wenn es nicht ganz so schnell geht wie ich mir das vorstelle.

00:45:45: aber zu sehen Es gibt Fortschritt und man kommt immer näher das genauso zu feiern wie zu sagen hey ich habe es jetzt erreicht und einfach jeden Schritt eben auch als meilen stein.

00:46:00: ja wer zuschätzen?

00:46:06: du hast nach einem schrad gefragt aber ich hau noch einen nach.

00:46:08: vor allem junge menschen.

00:46:09: haben wir noch das ganze leben vorsicht?

00:46:13: ich würde es auch nicht erzwingen wollen sondern vielleicht auch erst mal ein paar jahre Irgendwas machen, also im Sinne von Arbeiten gehen.

00:46:27: Verstehen wie die Welt eigentlich läuft und dann vielleicht auch erst mit Mitte dreißig anzufangen sich zu überlegen.

00:46:32: jetzt mache ich was größer ist.

00:46:35: Was ich sehe es in der Berichterstattung werden immer die Jungen gefeiert, die irgendwie Start-ups bauen oder etwas Cooles tun.

00:46:43: Die wirklich erfolgreichen Gründungen entstehen eigentlich erst später im Leben weil man viel mehr verstanden hat was die wirklichen Probleme sind.

00:46:53: Deswegen würde ich mich da auch nicht zu sehr stressen, weil man noch sehr viel Zeit hat.

00:46:59: Ich meine Nina und ich sind schon ein bisschen älter.

00:47:03: Aber wir haben noch ewig viel Zeit.

00:47:07: Was ist das, dass

00:47:08: du das jetzt

00:47:09: sagst?

00:47:11: In zehn Jahren kann man auch sehr viel reißen von dem her einfach auch nicht so verkrampft an die Sachen ranzugehen.

00:47:20: Eliott interessiert mich natürlich Anschlussfähig bei dir?

00:47:25: Was sagst

00:47:25: du?

00:47:28: Also das ist so dieser Ziel, ich möchte jetzt anfangen und habe noch ewig Zeit anzufangen.

00:47:36: Aber tatsächlich sehr anschlussfähig für mich.

00:47:40: Und das ist glaube ich auch so das größte Learning was ich aus den letzten Jahren gezogen habe einfach mal anfangen zu machen.

00:47:50: Genau Du kannst ja anfangen!

00:47:52: Das ist auf jeden Fall

00:47:55: Null.

00:47:56: Solltest du dich selber nicht so unter Druck setzen, dass deine erste Idee oder das Erste was du angehst genau das sein wird.

00:48:02: Was Du in dreißigvierzig Jahre machen wirst Sondern das einfach auch als Lernreise verstehen und zu sagen aber wichtig ist halt anzufangen.

00:48:14: viele Die denken lange drüber nach was sie alles tun Ich weiß eben zwei Wochen auch mit meinem Neffen der furcht sind es im Urlaub wenn ich denke was der da alles angefangen hat, hypothetisch und was er wirklich anfangen wird.

00:48:30: Da klaffen Welten auseinander und das Wichtige ist halt anzufangen aber nicht sich drauf festzulegen und offen zu bleiben.

00:48:41: Also mir hat es großen Spaß gemacht mit euch beiden hier in dem Podcast zu sprechen und ich bin gespannt Wir können verfolgen, was Eliott da irgendwann irgendwie macht.

00:48:53: Das bleiben wir auch dran.

00:48:55: und Michi vielen Dank für die vielen guten Einblicke und das Aufzeigen nochmal, was es dafür braucht.

00:49:04: Ich bin wirklich gespannt wo die Reisen hingehen und unsere Reise hingeht und sage vielen Dank!

00:49:15: Vielen lieben Dank.

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