#104 Ralf Neugschwender bei der #lunchbox

Shownotes

Unser Gast ist heute Ralf Neugschwender. Ralf ist seit 2023 ehrenamtlicher Bundesvorsitzender des Bundesverbands Reale Bildung und Vizepräsident des Deutschen Lehrerverbands. Zudem ist er Geschäftsführer des Bayerischen Realschullehrerverbandes. Er studierte Germanistik und Volkswirtschaftslehre und ist ausgebildeter Realschullehrer für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Berufliche Stationen führten ihn unter anderem ins Europäische Parlament, an die Realschule und als bildungspolitischen Referenten in den Bayerischen Landtag.
Vernetze dich gerne mit Ralf oder folge ihm auf LinkedIn.
DigitalSchoolStory befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Seit unserem Start wachsen wir kontinuierlich. In unserem Unterstützer-Umfeld finden sich Fachleute aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und ThinkTanks.
Zum Einlesen:

  • Unsere Organisation
  • Erlebe uns in der Klasse
  • So geht Mathe mit DigitalSchoolStory: TikTok im Matheunterricht
  • Schau Dir unsere Fokusthemen an rund um Demokratie- und Wertebildung, Berufliche Orientierung und Prävention Ein lebendiges Beispiel ist das Projekt Wertebildung an der Taunusschule in Bad Camberg gemeinsam mit unserem Kooperationspartner der Werte-Stiftung: Wie Demokratiebildung in der Schule funktionieren kann, zeigt eine kooperative Gesamtschule in Bad Camberg. Schüler sollen lernen, digitale Kommunikationsmechanismen zu verstehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Das zeigt der Beitrag "Volle Kanne" vom ZDF. Genauso wie das Projekt Demokratiebildung an der RS Meitingen, das die Augsburger Allgemeine dokumentiert hat.
  • Die Lernmethode DigitalSchoolStory ist wissenschaftlich evaluiert:
  1. Fraunhofer FIT entwickelt Fragebogen zur Messung von Bildungskompetenzen
  2. Lehrkräfte beobachten Kompetenzstärkung der Schüler:innen durch DigitalSchoolStory

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich freue mich sehr, dass ich heute wieder mit meinem Co-host Eliott Belmadani zusammen einen Gast hier begrüßen darf.

00:00:10: Nämlich Reif Neugschwender von dem Verband Reale Bildung.

00:00:14: Ich stolpe immer noch so ein bisschen drüber weil ihr euch ja kürzlich erst umbenannt habt.

00:00:20: Reif schön, dass du da bist!

00:00:24: Ja auch von meiner Seite einen schönen guten Morgen und freue mich auch das ich da sein darf.

00:00:29: Genau, dann lass uns doch mal ganz kurz reinstatten.

00:00:32: Wir haben so ein bisschen immer die Frage am Anfang wie würde man sich denn selber persönlich am ehesten beschreiben und vorstellen?

00:00:40: Vielleicht kannst du das in drei Hashtags packen und welche würdest du wählen?

00:00:46: Ja, Hashtag für einen Verband oder Hashtack für mich persönlich!

00:00:49: Wie du

00:00:50: magst!

00:00:51: Dann würde ich einfach für mich persönlich sagen... Hashtac eins ist neugierig, Hashtaic zwei ist Bildung.

00:01:01: Ja, nehme ich jetzt noch dazu Demokratie.

00:01:04: Also sind so drei Themen oder drei Dinge die mich jetzt glaube ich umschreiben.

00:01:10: Wobei ich jetzt natürlich Adjektive sein müssten aber... Nö alles gut!

00:01:18: Erwischt am frühen Morgen.

00:01:19: Aber das finde ich tatsächlich spannend.

00:01:21: wie denn Demokratie?

00:01:23: Das ist tatsächlich ja ein wichtiges Thema was uns alle wahrscheinlich umtreibt.

00:01:31: Wie hast du das wahrgenommen im Laufe deines Lebens?

00:01:34: Tatsächlich Demokratie.

00:01:35: War das irgendwie was, wo man besonders darauf hinweisen muss oder war es nicht für uns doch eigentlich immer sehr gegeben.

00:01:43: und jetzt auf einmal passiert da was, so man plötzlich Demokratie anders denken und irgendwie wieder aktivieren muss.

00:01:51: wie siehst du das?

00:01:53: also?

00:01:53: ich sehe es tatsächlich auch so dass sich einiges in Deutschland verschoben hat.

00:01:59: Wenn ich so mich an meine Schulzeit zurück erinnere, da war es irgendwie ... Demokratie war etwas Selbstverständliches und was einfach da ist.

00:02:06: Und worüber wir uns gar nicht austauschen mussten über bestimmte Selbstverständlichkeiten oder dass wir in Frieden leben können, das bei uns der Rechtsstaat gilt, dass wir im Endeffekt auch eine Gesellschaft leben die vieles ermöglicht uns glaube ich ganz oft zu wenig Gedanken gemacht habe, dass das eben nicht selbstverständlich ist und dass wir uns auch Gedanken machen müssen wie wir diese Demokratie irgendwie behalten bewahren und irgendwie auch sichtbar machen.

00:02:41: Dass es die beste Staatsform ist, die wir haben können und welche Möglichkeiten sie eigentlich bietet manchmal ein bisschen unser Land und auch unsere Demokratie zu schlecht reden.

00:02:55: Auf der anderen Seite auch die Möglichkeiten, die wir haben was Meinungsfreiheit betrifft das in Deutschland kann jeder wenn es nicht gegen Strafgesetzbuch geht jeder sagen was er möchte.

00:03:07: eigentlich und diese Freiheit habe ich jetzt in anderen Ländern jetzt nämlich mal Russland und China mit dem Maße nicht.

00:03:13: also und ich glaube dass wenn jemand jetzt in Deutschland sagt er darf nicht mehr alles sagen dann frage ich mich immer, wie das gemeint ist.

00:03:23: Man muss den Kontext anschauen und rein formal kann jeder sagen was er will wenn er sich über Gruppenzwänge so bedingt, dass er das in einer bestimmten Situation nicht mehr sagen kann.

00:03:36: Dann ist es was anderes bei einem bestimmten Unkreis nicht mehr zu sagen kann.

00:03:39: aber da können wir uns glaube ich in gewisser Weise anders unterhalten.

00:03:43: Aber die Frage war ja nach Demokratie.

00:03:47: Also ich habe in meiner Schulzeit wahrgenommen So wie was mich demokratisch geprägt hat war mein Elternhaus vor allen Dingen also die Diskussion die man mit den Eltern abends geführt hat oder oder auch am Wochenende.

00:03:58: Und in der Schule kam mir das teilweise ein bisschen zu kurz, muss ich ehrlicherweise sagen.

00:04:02: also Ich hätte mir da gewünscht dass viel mehr aktuelle Debatten auch im Unterricht stattfinden und nicht nur außerhalb der Schule.

00:04:13: Also andersrum gesagt es hing immer ein bisschen zuseher am einzelnen Lehrer ob man jetzt über aktuelle politische Entwicklungen gesprochen hat oder nicht und ich finde das sollte schon systematisch in den Unterricht rein und dass wir mehr Zeit für politische Bildung oder auch mehr Zeit for aktuelle Themen brauchen.

00:04:34: Genau, das so mal kurz zusammengefasst werden.

00:04:37: Oh,

00:04:38: Eliott!

00:04:38: Da muss es dir wahrscheinlich unter den Nägeln trennen?

00:04:41: Oder wenn du das hörst...

00:04:43: Du sprichst ja gerade im Prinzip Demokratiebildung in Form von aktuellen Themen oder aktuellen Krisen irgendwie einen Unterricht einbezogen an.

00:04:51: Was mich aber viel mehr interessieren würde, Demokratiebildung ist ja viel mehr.

00:04:54: Demokratie-Bildung heißt ja auch wie partizipieren die Schülern und Schüler am Schulalltag?

00:04:58: Wie bestimmen sie den mit?

00:04:59: Würdest du sagen dass sich seitdem auch irgendwie das Demokratieverständnis gewandelt hat und dass es vielmehr gefordert wird von den Jugend und von den Schüleren und Schülernen?

00:05:09: Also ich glaube da haben wir noch viel Luft nach oben.

00:05:11: also was die Mitbestimmung Partizikation an der einzelnen Schule vor Ort betrifft.

00:05:16: Ich kann das jetzt natürlich auch nicht im Detail für die einzelnen Bundesländer aufdröseln, aber ich würde mir natürlich wünschen dass wir in dem Sinne von demokratischer Schule sprechen, dass Schülerinnen und Schüler genauso wie Lehrkräfte ihre Schule so gestalten, dass da mehr Mitwirkungsmöglichkeiten gibt.

00:05:38: also ob es jetzt Schulaparlamente sind oder praktisch.

00:05:44: Ich sage jetzt mal bei einer Klassensprecherwahl, dass das auch nicht gibt... ich habe immer noch so im Kopf zu manche Fälle wo im Endeffekt da wird kurz gewählt und der, der halt zweiter ist als zweiter Klassenspreche darf auf gar keinen Fall sein sondern dass man sich erst einmal Gedanken macht was welche Positionen geht es da?

00:06:05: Was die Rolle eines Klassengespräches und dann kann man da schon auch mit jüngeren Schülern im EndeFFekt schon beginnen wie Demokratien, was Wahlen bedeutet.

00:06:16: Was ein Amt bedeutet?

00:06:17: Was damit Verantwortung verbunden ist und was auch Wahlkampf bedeutet in gewisser Weise.

00:06:23: Also gibt es einiges zu tun alle.

00:06:26: ehrlicherweise ist aber auch schon bisschen etwas passiert wobei man da immer genau hinschauen muss wo genau und in welchem Bundesland oder an welcher Schule usw..

00:06:38: Und wie ist das auf Realschulen bzw.

00:06:40: Schulen, die den mittleren Abschluss anstreben?

00:06:42: Es ist ja auf Gymnasium, es ist Argument immer eigentlich, haben wir keine Zeit, wir haben viel zuviel Stoff, den wir irgendwie durchkriegen müssen und den kurkularen Druck, deswegen können wir keine Mitbestimmung irgendwie gut gestalten.

00:06:52: Nimmst du das an diesen Schulen anders wahr?

00:06:57: Ich glaube, das Zeitsargument ist tatsächlich auch eines was uns begegnet.

00:07:01: Das ist ja auch nicht vom Tisch zu wischen weil wenn ich mir überlege dass die Lehrkräfte Aufgaben auch jetzt erfüllen müssen, die sie vielleicht früher in dem Maße nicht hatten.

00:07:12: Also wenn es um aktuelle Themen geht wie das ist ich was jetzt im Iran passiert, was jetzt auch in der Ukraine passiert, dass sich das irgendwie mal im Unterricht wahrnehmen soll, dass ich irgendwie auf der anderen Seite auch sehe Berufsorientierung muss ich auch gestalten.

00:07:29: dann kommt noch sage jetzt mal auf Bayern der Tag des Handwerks dazu und dann kommen noch die Woche oder das Projekt dazu also die Lehrkräfte dass die darunter leiden, das es zu viel und top in den Schulen dazugekommen ist.

00:07:42: Das kann ich schon nachvollziehen.

00:07:44: aber es darf jetzt irgendwie auch keinen Grund sein um die Mitbestimmung auszuhebeln.

00:07:49: also das sollte irgendwie beides passieren weil auf der anderen Seite die Schülerinnen und Schülern die an Schulen schon das Gefühl haben Ich bin ernst genommen!

00:07:58: Ich kann mitwirken an meiner Schule ob Ganz praktische Dinge sind bei der Pausenrufgestaltung, bei der Exkursion XY, die dieses Gefühl haben selbst wirksam zu werden.

00:08:10: Die werden auch später glaube ich in der Gesellschaft ganz anders agieren als wenn sie nur passiv das machen was ihnen irgendwie gesagt wird.

00:08:19: also ich glaube Selbstwirksamkeit frühzeitig zu erfahren ist ganz entscheidend.

00:08:25: Das glaube ich tatsächlich auch.

00:08:27: Ich würde gerne noch mal einen Schritt zurückspringen, nämlich in das Thema Euroumbennennung auch.

00:08:33: also was steckt denn hinter dem Verständnis reale Bildung eigentlich Ralf?

00:08:38: Vielleicht kannst du das nochmal kurz zusammenfassen für unsere Hörer und Hörerin?

00:08:43: Also wir haben ja...ich fange mal andersrum an Wir hießen ja bis vor Kurzem verbannt deutscher Realschullehrer.

00:08:50: Das hat zwei...also andersrum es irgendwie auch natürlich eine Tradition, wo wir herkommen.

00:08:57: Und es gab ja früher in vielen Bundesländern starke Realschule.

00:09:01: Jetzt haben wir ganz viele bildungspolitische Reformen gehabt die dazu geführt haben dass das Schulsystem sich auch verändert an vielen Bundes Ländern.

00:09:09: Das ist nicht immer zum besseren passiert.

00:09:12: Das muss man auch ganz ehrlich sagen.

00:09:14: aber Wir haben jetzt auch in unserem Bundesverband ganz viele Landesverbände Die uns gesagt haben wie ihr müsst was machen weil bei uns gibt's die schulart Realschool In dem Sinne nicht mehr.

00:09:25: Und auch mit einer männlichen Bezeichnung Herrschulehrer können wir irgendwie auch im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig irgendwie auch schwer Werbung für uns machen.

00:09:33: Von dem Hintergrund haben wir eine vier Jahre langen Satzungsdebatte geführt.

00:09:37: Wir haben sehr intensiv an einem Leitbild gearbeitet und sind am Ende des Tages gemeinschaftlich zu einem Vorschlag einer neuen Satzung oder eines neuen Namens gekommen.

00:09:47: Und mit dem Bundesverband reale Bildung, wie wir jetzt heißen, wollen wir halt sichtbar machen.

00:09:52: Da steckt irgendwie Theorie und Praxis drin in unserem Namen.

00:09:56: also mit den Begriff realer Bildungen wollen wir auch sichtbaar machen.

00:09:59: Wir vertreten die Sekundarschulen von der ganz starken Realschule im Süden bis hin aber auch Oberschule, Sekundarshuhe in anderen Bundeslernen.

00:10:11: um das sichtbare zu machen was alle verbindet haben wir überall Diese Thematik der realen Bildung und den Fokus auf Theorie und Praxis, also ein Lebensweltbezug möglich schon in der Schule.

00:10:24: Der enge Kontakt auch zu Unternehmen, dass wir auch vielfach schon in einer Mittelstufe Praktika anbieten, das wir frühzeitig eben praktische Erfahrungen fördern wollen.

00:10:35: Das ist ja verbindet die Schularten überall egal wie sie heißen Und das wollten wir mit dem Namen eigentlich auch deutlich machen.

00:10:42: Ich habe da direkt eine Anschlussfrage.

00:10:44: Zum einen, wenn ich Satzungsdebatte höre, dann muss ich immer in die Bundes-Schielerkonferenz denken.

00:10:49: Wir haben das leider auch viel zu oft... Wie hast du das wahrgenommen?

00:10:53: Weil ich persönlich hab immer so ein bisschen den Eindruck Wenn wir die Satzungsthebatten führen, dann führt das ganz selten irgendwie zu einer Veränderung im Bündnungswesen.

00:11:02: Ja also es ist tatsächlich wie du sagst billiglich voll bei dir.

00:11:06: Satzungstebatten sind mühsam weil sie sich erstmal mit sich selbst... Also wir beschäftigen uns mit uns selbst Und das hat jetzt erstmal keine Außenwirkung, ist auch für niemanden außensichtbar was wir da machen.

00:11:18: Nichtsdestotrotz fand ich den Prozess bei uns ganz wichtig weil wir am Ganz am Anfang haben es so aufgebaut die weiß nicht wie's ihr bei der Bundes-Schüler Konferenz macht.

00:11:27: Wir haben am Anfang des Prozesses den Punkt gesetzt haben gesagt wir sammeln erst mal alles was uns verbindet für unser Leitbild.

00:11:35: also wo können Auf welche Themen können wir uns einigen?

00:11:39: Also haben wir selbst schnell herausgefunden, alle wollen irgendwie Leistung.

00:11:42: Alle wollen differenzierte Schulsysteme.

00:11:45: Alles in der Meinung es gibt Vielfalt im Bildungssystem was auch gut ist und alles in der Meinungen müssen irgendwie bestmögliche Bedingungen schaffen um Schülerinnen und Schüler individuell zu führen.

00:11:55: Da haben wir irgendwo relativ schnell eine Gemeinsamkeit gefunden.

00:11:59: schwierig wird's dann... Und das ist immer das was so langwierig ist.

00:12:03: schwierig wirds wenn es tatsächlich in die Tiefe geht mit Wo der eine oder andere, das muss man auch ganz ehrlich sagen sich verkünstelt an dem ein oder anderen Begriff den man so sehen kann.

00:12:17: Wo ich mir manchmal denke immer könnte es einfach schneller entscheiden aber am Ende des Tages geht's ja darum wir versuchen ja Demokratie auch bei uns intern umzusetzen und natürlich jede Meinung ernst zu nehmen damit Ende abzustimmen und dann haben wir tatsächlich auch ne Formulierung die vielleicht nicht in jeder Mann-Szene ist oder jeder Frau-Szinne, aber es ist halt dann so.

00:12:37: Aber es ist, gebe ich dir recht, das ist nüsamer Prozess und umso mehr freuen mich, dass wir uns gelungen sind am Ende auch eine Satzung hin zu bekommen.

00:12:46: Ehrlicherweise haben da auch nicht alle mitgestimmt.

00:12:49: Das wäre auch komisch.

00:12:51: Es ist jetzt ein Ergebnis und ich glaube, dass man damit einfach eine Entscheidung getroffen hat.

00:12:58: Ich habe gerade noch Leistung, Bildungsgerechtigkeit... Das ist ja eigentlich eine Bildungsidee, die total viele unterschiedliche Verwände auch irgendwie verfolgen.

00:13:09: Warum war euch dieser Perspektivwechsel von Schulformen eher in Richtung... Wir formulieren uns über eine Bildungsidee gerade jetzt so wichtig vor allem wenn noch viele andere sich über diese Bildungs-idee definieren?

00:13:21: Ja ich glaube weil einerseits unsere Mitglieder und sie auch zurückgespiegelt haben wir wollen nicht immer Schulstrukturdebatten führen, weil das ist mühsam und es ändert auch für meine tägliche Arbeit als Lehrkraft an der Schule wenig.

00:13:37: Ob sich jetzt auf Bundesebene oder Landesebene gestritten wird über Schulform A und Schulform B?

00:13:42: Natürlich setzen wir uns weiter klar für eine starke Realschule ein, das ist ohne Frage.

00:13:47: aber viele haben eben auch gesagt ich will eigentlich eher als Lehrkraftus vor Ort meine Bedingungen geändert werden dass ich besser arbeiten kann gezielt unterrichten kann, sodass ich keine zusätzlichen Aufgaben habe.

00:14:01: Dass ich möglichst auch gesund bis zur Pension komme oder bis zur Rente komme.

00:14:06: und vor dem Hintergrund war der Wunsch eben aus der Mitgliedschaft hoch die Bildungsideen im Mittelpunkt zu stellen.

00:14:14: Und ich glaube auch dass bei uns eben der Fokus nochmal ein bisschen klarer ist dahingehend weil wir zum mittleren Schulabschluss führen und im Regelfall ja unsere Schülerinnen und Schülern dann eigentlich auch vielfach den Übergang in die berufliche Bildung machen.

00:14:31: Also mit ihrem, sag ich jetzt mal, Realschulabschluß oder mittlere Reife, mittlere Schulab schluß wie der auch in den Bundesländern heißt sind ja zumindest jeder Zweite eigentlich danach in der dualen Berufsausbildung Und heißt aber nicht, dass man trotzdem dann auch weitermachen kann in die akademische Richtung.

00:14:50: Aber uns ist auch ganz wichtig eben auch die Idee, die Bildungsidee reinzustellen.

00:14:55: Akademische und berufliche Bildung solle auch bitte gleichwertig sein.

00:15:00: Da haben wir glaube ich schon einen Exklusivanspruch.

00:15:03: Das ist jetzt nicht bei der Agenda beim Philologenverband ganz oben, beim Berufsschullehrerverband schon klar, aber bei der VBE wahrscheinlich auch nicht.

00:15:11: Also das ist so was uns wichtig

00:15:16: Reif, ich würde da gerne noch mal ein Stück weit nachfassen.

00:15:18: Weil das was wir ja draußen in den Diskussionen häufig erleben sind ja sehr viel stärker Gymnasien dass es um die sich dreht aber auch sehr stark natürlich Grundschulen und Realschulen kriegt man ehrlicherweise gar nicht so richtig stark mit.

00:15:33: jetzt hast du auch gesagt ist es total wichtig diesen Lebensweltbezug drin zu haben das Dinge fächerübergreifend gedacht werden ausgesprächen, dass ja auch berufliche Orientierung ein wichtiger Punkt ist wie man das sehr viel stärker mit echter Praxis kombinieren kann.

00:15:54: Und trotzdem kriegt man draußen wenn sich jetzt auch in den sozialen Netzwerken bewegt wirklich viel mit, was sich da ganz konkret irgendwie mit auch geändert hat.

00:16:04: Indem zu wie Realschulen waren und wie sie jetzt eigentlich sein sollen und wie Dinge da tatsächlich umgesetzt werden.

00:16:12: Woran liegt es?

00:16:13: Und warum kriegt man gerade dieses Bild-Realschule immer noch nicht so stark in die Sichtbarkeit, wie das bei Gymnasien der Fall ist?

00:16:25: Das ist jetzt keine leichte Frage, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:16:27: Ich versuche mal.

00:16:28: irgendwie kann da auch nur irgendwie Thesen entwickeln ohne jetzt irgendwie Antworten zu haben.

00:16:32: Aber ist es so was das euch selber auch umtreibt?

00:16:34: Also ich meine ihr müsst ja

00:16:35: auch

00:16:36: ein großes Interesse haben wie kriegt man da mehr Sichtbarkeit für das was

00:16:39: auch

00:16:40: die Schülerschaft braucht um da einen besseren Abschluss dann auch machen zu können?

00:16:48: Der eine Punkt ist, dass die das Gymnasium in der Öffentlichkeit einfach immer im Fokus steht.

00:16:52: Es hängt schon glaube ich auch mit der Lobby zusammen weil die Eltern tendenziell an den Gymnasien einfach viel mehr präsent sind wie jetzt an unseren Schularten.

00:17:03: also da ist es... Also ich verstehe unsere Realschule, Oberschule.

00:17:09: Sekundarschule wie sie auch immer heißt eher so als Aufsteiger-Schule wo im Prinzip viele Schülerinnen und Schüler aus einem Elternhaus kommen das jetzt nicht zwingend schon akademisch ist.

00:17:20: also beim Gymnasium ist es ein bisschen anders gelagert und ich glaube dass man da einfach eine große Lobby hat.

00:17:26: wenn die Eltern auch präsent sind und in der Öffentlichkeit präsents sind Das haben wir in dem Maße oft nicht dann ist das andere Ich sag's jetzt mal für die bayerische Realschule, es läuft halt relativ gut und geräuschlos.

00:17:42: Und wenn etwas gut läuft dann wirds auch gar nicht so öffentlich thematisiert.

00:17:47: also wenn man ehrlich ist was in den Medien oft vermittelt wird ist ja wenn irgendwo wieder Problem ist, dass Schule XY funktioniert nicht braucht eine Reform muss die zusammengelegt werden was auch immer Dann gibt's ne öffentliche Debatte Also immer eigentlich vom negativen aus Also wird ja kaum darüber berichtet, hey ihr macht eine super Arbeit.

00:18:10: Ihr habt so und so viele Leute in der duale Berufsausbildung hinbekommen die jetzt alle einen Superabschluss gemacht haben, die jetzt übernommen werden, die Fachkräfte der Zukunft sind.

00:18:21: das ist schön dass vielleicht mal ne kleine Meldung wenn man jetzt beispielsweise im Rahmen der Schule Wirtschaft Deutschland oder Schule Wirtschaft in den Ländern dann wenn wir da mal eine große Veranstaltung machen eine Kooperation zwischen Schule und Unternehmer auf der Bühne dann würdigen, dann wird es mal kurz steht das mal kurz im Spotlight.

00:18:38: aber im Regelfall ist es so wenn Schulen einen guten Job machen.

00:18:44: Dann wird da nicht so sehr berichtet wie andersherum, wenn's irgendwie Probleme gibt und vor dem Hintergrund glaube ich sind wir haben wir nicht.

00:18:54: also die These wäre Wir haben einerseits nicht so große Lobby und andererseits, glaube ich wird über Erfolge nicht berichtet mit andersherum auch dass wir natürlich genauso die Unterstützung brauchen wie andere Schularten völlig klar.

00:19:11: Ihr führt ja auch zum mittleren Schulabschluss vor allem hin.

00:19:14: Und wenn wir uns aktuell so ein bisschen die Zahlen angucken, haben hier einen Höchststand an Schulabgängern ohne Schulab schluss.

00:19:19: in Hessen sind es gerade sechs Komma drei Prozent bei einem Sechs Komma sechs und Sachsen-Anhalt dreizehn Komma vier Prozent.

00:19:26: Da gibt es immer ein bisschen dieses Sprichwort, ja die Schülern werden immer schlechter.

00:19:30: Wo seht ihr denn eure Rolle um diese Zahl zum Beispiel zu reduzieren?

00:19:35: Also ich würde die Rolle so sehen also einerseits jeder der keinen Schulabschluss macht das eine zu viel.

00:19:40: schon mal Punkt eins also von daher wir brauchen ja in Deutschland jeden und wenn man sich die Arbeitswelt anschaut umso mehr.

00:19:48: und deswegen ist unser Auftrag dass wir jetzt glaube ich auch Schule so gestalten müssen jeden irgendwie auch erreichen und jeden irgendwie Prüfungen.

00:20:00: Und schulische Bedingungen schaffen, die an Puls der Zeit sind.

00:20:04: Also ich sage jetzt mal kurz und knapp Ich möchte mehr über innovative Prüfungsmormate reden.

00:20:11: also in Zeiten von KI glaube ich können wir nicht mehr ganz klassisch die Hausaufgaben machen und dann in der Schule abfragen und daraus eine Note machen oder wie auch immer.

00:20:21: Sondern ich glaube es muss vielmehr darum gehen Um Verständnis, also was ist der Unterrichtsinhalt?

00:20:27: Habe ich den verstanden kann.

00:20:29: Ich den anwenden?

00:20:30: wozu brauche ich denn und da ist ja jeder Auftrag seit zwei tausend vierundzwanzig von der KMK oder Bildungsministerkonferenz inzwischen das sich alle Länder Gedanken machen müssen wie sieht es denn aus mit Prüfungsformaten in Zukunft.

00:20:44: Also Was muss ich im schulisch also was muss ich auch in der Schule ändern um eben auch up to date zu bleiben denke in Zeiten von KI, müssen wir über Prüfungsformate reden.

00:20:55: Das wäre so meine Antwort auf deine Frage!

00:20:58: Um da eben besser zu werden und auch jeden individuell zu erreichen damit eben jeder auch zum Abschluss kommt.

00:21:03: das war der Punkt genau.

00:21:06: Ja wobei man sollte ja sagen wenn alle KI in irgendwelchen Prüfungformaten verwenden sollten die eigentlich mehr Schulabschüsse haben woran liegt es dann eigentlich genau dass es so wenig Schulab schüße gibt oder so viele Menschen die ohne Schulab Schüss von der Schule gehen?

00:21:21: Ich habe es anders gemeint.

00:21:22: Also ich meinte nicht, dass die KI verwenden können also können sie sondern das aber das Ergebnis was jetzt ein Schüler präsentiert viel mehr glaube ich auch verteidigt werden muss im schulischen Kontext.

00:21:34: Also angenommen kann mir ja jetzt eine Präsentation durch die KI relativ schnell und problemlos in wenigen Sekunden erstellen lassen.

00:21:40: Aber ob das das was da drin steht ob ich das gecheckt hab Das steht auf einem ganz anderen Blatt.

00:21:47: das Gespräch oder der Austausch zwischen Lehrkraft und Schülern mehr in die Richtung gehen muss um Verständnis.

00:21:54: Was ist, habe ich das verstanden was ich da an der Präsentation präsentiere?

00:21:58: Oder habe ich es verstanden, was ich gerade gelernt hab also dieses Thema irgendwie mehr auf Verständnissen zu gehen und mehr auf Anwendbarkeit?

00:22:08: Ich glaube dass das darin in diese Richtung muss man gehen.

00:22:11: wenn wir mehr auch Verständnisse in Anwendigkeit Dann haben wir natürlich einmal die Bubble, die sagt, oh, wir haben Noteninflation.

00:22:20: Alles wird leichter gemacht.

00:22:21: Die Schüler müssen nicht mehr arbeiten.

00:22:23: Aber würdest du sagen es ist dann vor allem auch weil das adressatengerechter ist?

00:22:28: Die Schulabschlüsse reduzieren würde oder weil es leichter ist wie es ja oft irgendwie propagiert wird gerade auf LinkedIn.

00:22:36: Jetzt muss ich nochmal zurückfallen.

00:22:38: In welche Richtung meinst du das jetzt?

00:22:40: also dass zu viele Noten oder zu viel gute Noten im Spiel sind?

00:22:48: Uns wird ja als Schülerinnen oft vorgeworfen, euer Abschluss sei nichts mehr wert.

00:22:54: Weil es ist ja eigentlich alles viel zu leicht.

00:22:55: was ihr da macht die verändern die Prüfungsformate für euch in dem Inhalt raus.

00:23:01: und das natürlich die Frage wenn du sagst okay wir müssen Prüfung Formate ändern wie würdest du denn auch so einen Vorwurf reagieren?

00:23:09: Also genau also den Vorwurf oder sagen wir mal die Schlussfolgerungen weil irgendwie wir weiterhin jeden oder es schaffen wollen, dass man möglichst jeden zum Abschluss bringen und damit aber die Qualitätssenken oder Anforderungen wegnehmen.

00:23:26: Ich glaube das ist nicht die Lösung.

00:23:28: Und da auch diejenigen, die das machen, glaub ich sind auf einem falschen Weg, sondern wir müssen uns immer mehr anschauen Welche Inhalte in Lehrplänen brauchen wir tatsächlich noch?

00:23:38: Und die, die dann aber drin bleiben, soll man schon auf einem guten Level auch unterrichten.

00:23:43: Also die Anforderung zurückzuschrauben halte ich für einen falschen Weg und die Schülerinnen der Schüler, die den Abschluss machen können ja nichts dafür, dass sie die unter den Bedingungen ihren Abschluss macht.

00:23:54: also von daher ist der Vorwurf gegenüber den Schülern finde ich ungerechtfertigt weil Ich mache unter dem Bedingung meinen Abschluss die ich vorfinde.

00:24:03: Ich glaube, die Politik muss sich nur fragen ob es richtig ist immer zu reagieren dass ich noch was rausnehme, noch etwas rausnehmen soll.

00:24:10: ich mir glaube ich eher die Frage stellen was ist tatsächlich jetzt entscheidend wichtig für heute?

00:24:16: und das sollte ich aber auf einem guten Level und auf einen hohen Anspruch auch machen also nicht je nach Schulart unterschiedlichem Anspruch aber ich sollte jetzt nicht an der Qualität zurückschrauben.

00:24:27: Das ist der falsche Weg.

00:24:37: Es braucht noch ein bisschen mehr Lobby für die Realschule.

00:24:42: Tatsächlich wäre das doch ein ganz wichtiges wie Handwerkskammern, wie IHKs auch gerade dafür mehr zu trommeln und mehr in die Reallschule zu machen.

00:24:54: Das ist ja ein großes Anliegen.

00:24:56: Also es sind schon zwei große Player auf wo man sagen kann Die haben ein großes Interesse ja auch junge Menschen in diese Abschlüsse zu kriegen, um am Ende Menschen auch mehr in Ausbildung zu bringen und nicht nur im Studium gesetzt.

00:25:13: Und trotzdem tut sich da so wenig?

00:25:16: Was müsste da eigentlich besser ineinandergreifen zwischen dem wie Handwerkskammer diese Themen unterstützen das was IHKs machen das was ihr als Verbände macht?

00:25:27: Was muss man noch tun damit sozusagen Realschule besseres Ansehen vielleicht dann auch in der Elternschaft oder auch in Schülerschaft bekommt, damit mehr auf diese Schulen gehen.

00:25:44: Ich glaube das Ansehen hängt jetzt auch mal den kurzen Einschub vorweg, hängt immer auch an der Region wo wir gerade sind.

00:25:50: also ich kann es jetzt nur für Bayern bestimmte Regionen da gehen ganz viele Schülerinnen und Schüler hin die im Prinzip aus Gymnasium gehen können.

00:25:58: Also da ist das Ansehen ja da!

00:26:00: Die entscheiden sich bewusst für dieses Profil.

00:26:02: In anderen Regionen, gerade im städtischen Kontext sieht es wieder ein bisschen anders aus.

00:26:07: Das ist mir schon bewusst.

00:26:08: Deswegen glaube ich dass ein entscheidender Schlüssel ist das Thema Berufsorientierung wirklich als wichtige Aufstabe zu verstehen und zwar nicht on top Also quasi da kümmert sich jetzt ein Kollege drum, der ist halt der Ansprechpartner für berufliche Orientierung und er macht alles mit den Praktikaern.

00:26:27: Sondern es sollte irgendwie systematisch im Schulprofil drin sein.

00:26:31: also bedeutet in den Lehrplänen aller Unterrichtsfächer.

00:26:36: ich sage mal bewusst alle mit entsprechenden Abstufungen klar dass sich jetzt im Sport nicht so viel Berufsorientierung machen kann wie jetzt in Wirtschaft beispielsweise oder in Deutsch.

00:26:47: Also vor dem Hintergrund sollte systematisch integriert werden.

00:26:50: Das ist der eine Punkt und der andere Punkt, man muss es irgendwie als gemeinschaftliche Aufgabe verstehen.

00:26:55: also ich glaube berufliche Orientierung gelingt ohne Eltern gar nicht.

00:27:00: Wenn ich mir überlege dass das bei der Berufsorientierung auf Platz eins immer noch die Eltern sind also ob ein junger Mensch sich für den Beruf A oder Beruf B entscheidet hängt nicht wirklich entscheiden an der Schule sondern es hängt auch vor allen Dingen an den Eltern.

00:27:15: Also die Eltern sind Platz eins, was Berufswahl betrifft und auf Platz zwei kommt dann irgendwann die Schule oder halt die Peer Group also die Mitschülerinnen und Mitschülern.

00:27:23: Und vor dem Hintergrund glaube ich ist es wichtig eben dass wir Konzepte aufstellen wo Schülerinnen und Schüler beteiligt sind, wo Eltern mit im Boot sind, von dir angesprochenen Unternehmen organisiert über die Handwerkskammer oder über die IHK Wir aber auch das Verständnis haben, dass es von beiden Seiten passiert.

00:27:46: Also Schule ist das eine Aber auch die Ausbilderinnen und Ausbildern sind das andere.

00:27:51: Auch da ist vonseiten der Wirtschaft natürlich immer der Auftrag gegeben.

00:27:55: Schaut euch mal bitte eure eigenen Bedingungen an, wer ist bei euch in der Ausbildung tätig?

00:28:00: Ist der noch ab-to-date.

00:28:02: Wenn jetzt jemand sich im Praktikum für den Beruf XY interessiert dann sollte er bei jemanden sein, der auch irgendwie ähnliche Sprache spricht und weiß wo die Schülerinnen und Schüler herkommen und nicht schon mit einer Meinung vorherrscht.

00:28:16: das habe ich schon immer so gemacht und deswegen machen wir es soweit.

00:28:19: also das beruht auf klingt zwar immer so pathetisch, aber nur gemeinsam wird es irgendwie gelingen.

00:28:27: und was wir von der schulischen Seite machen können ist systematische Integration ins Schulprofil.

00:28:34: Also das klar ist Berufsorientierungs nicht Aufgabe von einer Lehrkraft, sondern möglichst Aufgaben von vielen Lehrkräften.

00:28:41: also das kann jemand in Deutsch genauso machen wie jemand im Mathe oder wie jemand in Wirtschaft Biologie.

00:28:49: Es gibt überall Anknüpfungspunkte, wo ich das Thema berufliche Orientierung und Berufsbalen mit unterbringen kann.

00:28:56: Und letzter Satz dazu... Ich glaube auch dass die Welt einfach komplexer geworden ist wenn wir jetzt nur anschauen, dass wir aktuell roundabout dreihundertdreißig Ausbildungsberufe haben rund elf tausend Bachelor Studiengänge.

00:29:11: also wenn ich jetzt Schüler oder Schülerin Entweder egal, ob ich jetzt kurz vor meinem Realschuleabschluss stehe oder kurz vorm Abitur stehe.

00:29:20: Dass sich da manchmal ein bisschen verzweifeln kann und irgendwie jemand irgendeine Orientierung brauche oder mir wünschen würde es glaube ich wird durch die Zahlen schon deutlich.

00:29:31: Und deswegen sollte man uns diesem Thema auch sehr widmen finde ich bei der beruflichen Orientierung übrigens auch am Gymnasium.

00:29:38: Das glaube ich tatsächlich auch.

00:29:41: Da würde Eliott bestimmt auch gleich nochmal mit reingehen.

00:29:45: Tatsächlich würde ich gerne noch mal zu deinem Punkt mit reingehen, auch mit Eltern.

00:29:49: Ja Eltern glaube ich beeinflussen Kinder sehr stark für die Berufswahl.

00:29:56: Ich würde mir manchmal sogar ein Stückchen mehr wünschen.

00:29:59: das wären weniger Einflüsse durch die Eltern sondern vielleicht auch mehr Einflüssen neutraler gesehen über die Schule wo man wirklich sich bestimmte Dinge anders angucken kann.

00:30:11: es ist ja auch einen Punkt den wir sehr stark in der beruflichen Orientierung mit verändern wollen, mit Digital Disco Story wo Schüler für Schüler Videos machen um sich besser orientieren zu können.

00:30:24: Denn manchmal beweist man es einfach gar nicht.

00:30:27: du hast jetzt gerade schon gesagt wie viele Berufe es gibt das wird ganz viele Berufen noch gar nicht ja festgeschrieben sein und wir noch gar nichts wissen was sich alles sozusagen auch entwickelt in der Zukunft.

00:30:39: in der ist es da nicht sogar sozusagen ein viel wichtigeres, viel stärker auf Kompetenzbildung auch noch mal mitzugehen Ralf.

00:30:52: Wie schätzt du das tatsächlich ein wenn du berufliche Orientierung auch siehst wie das gewesen ist, ganz lange Zeit.

00:31:00: Da war man sicher da bleiben die Berufe bestehen.

00:31:02: heute ist es ja gar nicht mehr so sicher wenn Kinder und Jugendliche nachher in diesen Job gehen länger auch in so einem Job zu arbeiten weil sich er heute aus sehr viel verändert und wandelt.

00:31:12: also wie wichtig ist tatsächlich dass wir in beruflicher Orientierung auf die Kompetenz Bildung und Kompetenztärkung der Jugendlichen vorantreiben

00:31:22: ist total wichtig.

00:31:24: Ich fange jetzt mal mit dem anderen Punkt, den du auch gerade angeschnitten hast und zwar das Thema.

00:31:29: ich glaube in einer solchen Welt, dass sich immer viel verändert und unter KI verändern sich Berufsbilder relativ schnell.

00:31:39: also nicht jedes Berufsfeld hat eine Zukunft für die nächsten.

00:31:45: Das ist auch klar.

00:31:46: Es gibt ja den sogenannten Jobfoto-Romat vom IAB, den kann man sich im Internet einfach mal checken.

00:31:55: wie verändert sich mein Berufswunsch?

00:31:59: Ist dieser Beruf einer der irgendwie zukünftig durch KI ersetzt wird oder vieles automatisiert wird oder ist das ein Beruf, der viel noch auf die menschliche Komponente in Zukunft beruhen wird?

00:32:14: Das ist glaube ich schon mal ganz wichtig, auch selber sich als Schülerinnen und Schüler aber eben auch als Lehrkraft bewusst zu werden.

00:32:20: Da verändert sich gerade was.

00:32:22: Und jetzt, ich will da gleich warnen nicht immer zum Schlechten.

00:32:26: Also es war immer so über die letzten zweihundert Jahre dass sich die mit Entwicklungen, mit Erfindungen und Innovationen haben sich Berufsbilder verändert und haben sich auch Anforderung verändert.

00:32:40: Das ist erstmal was normales Die Geschwindigkeit ist vielleicht ein bisschen höher wie früher aber Ich glaube darauf müssen wir uns einstellen und damit müssen wir resilient auch umgehen können.

00:32:51: Und vor dem Hintergrund ist es, glaube ich wichtig da eben auf Kompetenzen zu setzen.

00:32:55: Bin ich voll bei dir und eben aber sich auch bewusst zu machen dass wir aktuell im schulischen Kontext auch die Möglichkeit haben eben Unterstützung zu haben.

00:33:05: einerseits ganz klassisch wie immer Ich kann die IHK Ausbildung Scouts einladen.

00:33:10: Da ist dann jemand in der Ausbildung der bisschen älter ist als die Schülerin selber oder die Schüler selber der über seine Ausbildung berichtet.

00:33:19: immer gut, wenn man persönliche Kontakte hat.

00:33:21: und das andere ist aber auch ich kann jetzt digitale Apps bei der Berufswahl nutzen.

00:33:26: Durch die Möglichkeiten von KI kann ich im Prinzip in der App durch eine responsive Befragung, die hinterlegt ist mit wissenschaftlichen Daten, kann ich jemanden irgendwie durch Fragen leiten und am Ende kriege ich ein Berufsbild vorgeschlagen was glaube Bogen der Arbeitsagentur, den jeder gleich ausfüllt.

00:33:49: Sondern das ist sehr individuell und am Ende kriege ich einen Vorschlag, der vielleicht ganz individuell zu mir passt.

00:33:56: Und da haben wir Chancen.

00:33:59: Das andere was du auch angesprochen hast... Ich bin ja in einer Realschule in Meithingen gewesen und habe mir das Projekt Digital School Story sehr gerne angeschaut und zwar gerade im Kontext der Berufsorientierung Was mir aufgefallen ist, dass die Schülerinnen und Schülern diese Videos produzieren.

00:34:19: Und nach ihrem Praktikum dann sich noch mal bewusst mit den gemachten Erfahrungen, die sie im Praktikum hatten, eben da nochmal bewusst reflektieren müssen.

00:34:29: Also was habe ich für mich jetzt mitgenommen?

00:34:32: Ist das wirklich das Berufsbild?

00:34:34: Kann ich es in anderen über ein Video auch aufzeigen, was ich da gemacht habe?

00:34:39: Was sind die Vorzüge, was sind vielleicht die Nachteile?

00:34:42: Und dadurch, dass ich das machen muss, muss ich automatisch darüber reflektieren.

00:34:45: Ich glaube es ist eben auch eine Kompetenz die wir immer mehr brauchen also die Reflexion über nicht nur jetzt im Rahmen der Berufsorientierung sondern auch über Unterrichtsenhalte zu reflektiren.

00:34:58: ja was habe ich jetzt gelernt und was hilft mir das in meinem persönlichen Kontext?

00:35:04: Absolut!

00:35:06: Es gab von euch diesen wunderschönen Aufhänger des Abitur oder sei nicht der einzige allein hier wegen zur beruflichen Glück.

00:35:13: Und dahinter steckt ja eigentlich so ein bisschen eine Forderung zwischen der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung, wie weit sind wir denn noch davon entfernt?

00:35:23: Woran hagt es sich?

00:35:23: Ich war jetzt letztens auf meiner Grundschule, ich habe dort einen Workshop gehalten.

00:35:28: die haben mir dann erzählt dass sie Eltern alle wollen das ihr aufs Gymnasium gehen und dann war's tatsächlich in diesen fünfzügigen Jahrgang, da ist nur ein einziges Kind nicht auf das Gymnasiums gegangen Und da habe ich natürlich darüber gesprochen, worum es geht.

00:35:41: Ich glaube das spielen die Eltern eine große Rolle mit rein.

00:35:44: was ihr aber auch ganz oft erlebe ist dass sie real schon selber dann irgendwie eine Rolle mit reinspielen.

00:35:48: Zum einen gibt's ne Abwertung von Glasien zum anderen gibts aber auch teilweise Realschullehrkräfte die dann ihren Kindern irgendwie sagen ihr seid hier ja auch nur auf einer Realschule aus euch wird nichts.

00:35:59: Wo siehst du denn denn die Verantwortung bei den bei den Realschuhen selber daran irgendwas zu ändern diese Gleichwertigkeit wieder herzustellen?

00:36:07: Also ich fange mal mit dem einen Punkt, den du gerade gesagt hast.

00:36:11: Ich muss über meine eigene Tätigkeit positiv reden.

00:36:13: also jeder Lehrkraft die an der Schule tätig ist oder eine Realschule oder an einer Schule die wir vertreten und die selber ihre eigene Schulart schlecht redet da muss ich ganz ehrlich sagen das kann ich nicht nachvollziehen und das verstehe ich auch nicht.

00:36:28: warum habe ich diesen Beruf gewählt wenn ich selber davon nicht überzeugt bin?

00:36:31: Das sind so Punkte die mir echt irgendwie weiß ich nicht die mich total ärgern auch.

00:36:38: Und deswegen, ich glaube was der Plus Punkt ist... Ich gebe dir recht also du bist ja aus Bremen, denke im städtischen Kontext ist es nochmal anders wie jetzt im ländlichen Raum.

00:36:49: Also ich habe den Eindruck jetzt mal Bayern und irgendwo tiefste Schwaben oder Niederbayern da ist das jetzt noch nicht so verbreitet an der Grundschule.

00:37:00: Da ist bei den Elternhäusern völlig safe und zu sagen, du gehst auf die Realschule.

00:37:07: Weil dann machst erst mal deine Realschuheabschlussen da kannst ja immer noch schauen also was du danach machst.

00:37:13: und diese ganz klare Zug zum Gymnasium ist schon viel auch von den Eltern abhängig.

00:37:20: und ich glaube was wir noch mehr machen müssen das geht der Auftrag an uns selber den Eltern noch sichtbarer zu machen ihr habt euer Kind wenn Realschule ist, ihr könnt danach immer noch alle Wege gehen.

00:37:34: Also ihr macht einen Realschoolabschluss entweder ihr macht dann eine duale Berufsausbildung in Bayern könntet ihr direkt nach dem Realschutzabschluß an die Fachoberschule gehen mit einer Ausbildung an die Berufsoberschule gehen und den Boss und dann immer noch Abitur machen.

00:37:50: Also wer dann, glaube ich an der Realschule bei uns gibt es auch die Möglichkeit irgendwie französisch an einer Realschuhe zu machen kann sogar noch das ganz klassische Abiturt machen ansonsten Fachgebundesabitur.

00:37:59: Es gibt so viele Möglichkeiten.

00:38:01: Ich habe nur den Eindruck oder die Befürchtung dass das viele Eltern gar nicht wissen Und ich glaube ist es unser Auftrag aber eben auch der Auftrag an die Politik Bitte macht noch mal sichtbarer, welche vielfältigen Möglichkeiten, welche Wechselmöglichkeiten auch Schülerinnen und Schüler haben die sie vielleicht gar nicht im Blick haben.

00:38:21: Weil was sich viel mehr schade ist wenn jetzt irgendwie ein Kind zwingend irgendwie mit allen Mitteln, Mit Nachhilfe und sonstigen Dingen auf das Gymnasium kommt aber sich überhaupt nicht da wohl fühlt und eine zweite Fremdsprache lernen muss Aber eigentlich der Typ ist eher für oder Mädchen ist mit, ich will mehr Theorien Praxis machen.

00:38:41: Ich würde irgendwie viel mehr Anwendungsbezogen macht und dann mache ich sehr viel eigentlich am Gymnasium was darauf ausgerichtet ist irgendwo das später mach studiere und da wäre es vielleicht sinnvoller den Weg zu gehen nach der zehnten Klasse erst mal eine Ausbildung und wie gesagt da kann ich mich immer noch entwickeln.

00:39:00: Ich finde es halt schade wenn im Endeffekt Schülerinnen und Schülern die Zehnte noch grad so schaffen dann in die Elfte, Zwölfte irgendwie noch ihr Abitur.

00:39:09: Dann ein Studium anfangen aber da abbrechen das sind irgendwie Jahre die eigentlich eher mit Frustration oder auch mit einem negativen Eindruck von Schule existieren.

00:39:23: Ich muss jetzt noch viel lernen und ich habe wieder Nachmittag und jetzt soll ich was studieren.

00:39:30: Schülerinnen und Schülern zu befähigen.

00:39:32: Und da sind wir wieder beim Anfang unseres Gespräch selbstwirksam zu werden, heißt irgendwie auch bei den Eltern auch Kontra zu geben, zu sagen nein ich möchte eben nicht diesen Weg gehen und ich habe vielleicht auch andere Interessen als ihr in mich rein sehen möchtet.

00:39:49: also es ist nicht leicht weiß ich.

00:39:51: aber ich glaube wir haben da echt noch einiges zu tun, was die Sichtbarkeit von den Erfolgen unserer Schularten betrifft.

00:40:00: Das nehme ich immer wieder mit.

00:40:06: Wie nimmst du das denn tatsächlich dann auch in dieser Verbandsarbeit wahr?

00:40:10: Also muss es da nicht nur im Sinne von diese Leuchtturmschulen sondern einfach wie können Dinge alltäglich ja umgesetzt werden und dass in Sichtbarigkeit bringen?

00:40:22: also wie wichtig sind Praxis-Cases, die ihr da eben auch habt.

00:40:28: Wie häufig müssten die mehr vorgestellt werden?

00:40:30: Also wie kann man doch animieren das Schulen, die schon viel tun noch sichtbarer werden mit dem was sie machen um andere vielleicht mitzureißen doch Dinge zu versuchen und sich da auch anzutrauen?

00:40:47: Ich fange mal damit zwei Dinge an.

00:40:50: also erst einmal das ist das andere.

00:40:51: nochmal zu der vorigen Frage Ich glaube, jede Lehrkraft die an ihrer Schule zufrieden ist und auch Unterrichtsbedingungen hat.

00:41:00: Und Rahmenbedingung hat sie ja mal gesund und resilient durch ihr berufliches Leben führt und die dann wird auch quasi gegenüber Freunden bekannten positiv über den Weg reden.

00:41:13: das ist glaub ich schon mal der eine Punkt oder andere Punkt ist was du ansprichst.

00:41:17: Ich glaube dass es auf der anderen Seite natürlich auch wichtig ist Die Leuchttürme, sage ich jetzt mal auch sichtbar zu machen.

00:41:28: Aber immer nur in der Richtung das es ein Best Practice sein soll was in die Fläche gehen muss.

00:41:33: Also es darf nicht sein dass wir irgendwie ein Projekt starten viel Geld reinsetzen und dann eine Schule ist die tollste Schule vom Land X oder zwei oder drei ist ja egal sondern das Ziel muss ja immer sein Sachen, die an einer Schule super funktionieren.

00:41:51: Dass sie übertragen werden an Schulen, die vielleicht in dem Feld jetzt beispielsweise Berufsorientierung nicht so viel Erfahrung haben da auch was übernehmen können ist, dass sie das nicht alle selber neu erfinden müssen, dass es sich nicht selbst nochmal erarbeiten müssen, sondern dass Sie im Endeffekt mit den Kollegen, das ist das Stichwort Netzwerk halt ganz viel von Netzwerken dass Kollegen miteinander in Austausch kommen, die auch über die Schule hinweg ihre Erfahrungen an eine andere Schule weitergeben können.

00:42:24: Da ist halt meistens so meinen Eindruck der hemmende Faktor im System Zeit.

00:42:31: also wenn wir auch ein Schulsystem mehr Einplanen würden, dass Lehrkräfte untereinander auch Zeit für gemeinsames Erarbeiten haben.

00:42:39: Aber auch über die Schule hinaus sich vernetzen können und da auch die zeitlichen Ossoßnahmen mal was gemeinsam zu machen dann glaube ich wird man auch schneller gute funktionierende Konzepte mehr oder schneller in die Fläche kriegen.

00:42:57: Also ich weiß tatsächlich gar nicht mehr, ob es wirklich immer nur an der Zeit hängt.

00:43:01: Weil jetzt nehmen wir mal die Realschule Miting, die das gemacht hatten.

00:43:05: Das ist tatsächlich auch ein best case und wir haben interessanterweise auch nicht so viele Realschoolen, die Digital Discours Story machen.

00:43:14: also tatsächlich sind wir sehr stark im Bereich der Gesamtschulen aber auch Gymnasien Und Ich würde mir total wünschen viel stärker in dem Feld der Realschuhe gerade im Kontext berufliche Orient auch unterwegs zu sein.

00:43:28: Denn das was da ja gelungen ist, es ist ja fächerübergreifend wie der stattfindet.

00:43:33: Da sind extrem viele Lehrkräfte inzwischen mit involviert gerade in dem Kontext berufliche Orientierung Und es ist sozusagen mit integriert auch die Lebenswelt der Schüler und Tüllerin.

00:43:46: Also auch das, was du sozusagen am Anfang gesagt hast und wenn du jetzt auch diese Schnittmenge siehst wie arbeiten Schüler und Schülerinnen kreativ zusammen?

00:43:55: Wie kriegt man das vielleicht sogar in Format, was für die mit Alltagsbezogen ist nämlich auch in diesem Kurzvideo-Format was wir da tun müssen und Du dann auch erlebt hast wie die zusammenarbeiten, eigentlich auf große Begeisterung stoßen könnte oder vielleicht auch sollte.

00:44:15: und trotzdem begegnet man dem immer sehr mit Vorsicht.

00:44:19: Kannst du greifen, woher kommt diese Vorsicht?

00:44:24: Warum probiert man da nicht tatsächlich einfach ein bisschen

00:44:28: mehr aus?

00:44:31: Ja ich glaube also die Vorsicht kommen meistens im schulischen Kontext ehrlicherweise durch rechtliche Bedingungen, also dass viele Lehrkräfte vielleicht auch erst mal bedenken haben.

00:44:44: So wie ist denn das jetzt wenn ich da in einem neuen Projekt Noten machen will und wie kann ich es dann irgendwie so absichern?

00:44:53: Dass es rechtlich sauer ist, dass es auch keine Probleme mit Eltern, mit Vorgesetzten gibt oder mit Schulleitungen Das ist vielleicht erst mal so ein bisschen, wo man vielleicht ein bisschen distanziert ist am Anfang wenn man es noch nicht ausprobiert hat.

00:45:08: Und ich glaube was wir viel mehr brauchen im Schulsystem ist auch Mut und auch die Möglichkeiten auch mal etwas ausprobieren zu dürfen also diese Dieses Mindset auch, glaube ich von der Schulverwaltung oder Schulaufsicht also sowohl Schulleitung als auch Ministerium.

00:45:27: Einfach die Bedingungen so zu gestalten ist okay ihr probiert es mal aus und wir unterstützen euch nicht.

00:45:35: Wir kamen nicht den Anspruch, wir kontrollieren euch sondern wir unterstützen Euch!

00:45:39: Es ist so eine Mentalitätsfrage.

00:45:41: also wenn es mehr in diese Richtung geht dann glaube ich auch schon viel erreicht weil jede Lehrkraft glaub ich hat Lust auf was Neues.

00:45:49: aber Ich sage jetzt mal tendenziell die Großteil, möchte eigentlich schon seinen Unterricht mal aufbrechen und was Neues machen.

00:45:58: Und gerade wenn es um Konzepte geht wie Digital School Story das sind ja Projekte, wenn man es dann sieht dass die Schülerinnen und Schüler selber leuchtenden Augen haben und sagen hier kann ich endlich mal etwas Eigenes machen, kann es meinen Mitschülern präsentieren Und bin auch stolz auf mein Ergebnis.

00:46:18: Hab allerdings in dem Prozess natürlich reflektiert drüber, ich hab immer wieder Feedback schleifen drin.

00:46:25: Das bestimmte Dinge vielleicht noch nicht so perfekt sind wie ich das jetzt selber gedacht habe dass sie sind.

00:46:30: also von daher es sind solche Projekte total wichtig und Ich glaube um die Frage kurz zu beantworten eine ist rechtliche Klarheit möglich schaffen.

00:46:44: Das ist der Punkt eins, dass das mit den Lehrkräften möglichst nichts zu tun hat.

00:46:48: und zweitens aber auch die... Und das haben wir an ganz vielen Schulen schon auch ehrlicherweise über die Schulleitung.

00:46:56: Die Mentalität vermitteln traut euch und ihr dürft es auch anwenden und ihr durft es ausprobieren und wir kontrollieren euch nicht sondern wir unterstützen einen.

00:47:07: Jetzt weißt du ja selber auch, dass ganz viele Schulen ja ganz viel mit Informationen auch geschlutet werden und manchmal gar nicht wirklich mitkriegen.

00:47:17: Was findet da alle statt?

00:47:18: oder wäre das auch tatsächlich passend?

00:47:22: Wie schätzt du das ein?

00:47:23: was braucht es da um wirklich durchzudringen mit solchen neuen Formaten um stärker am Ende in die Fläche gehen zu können?

00:47:34: Also ich glaube, was auf jeden Fall wichtig ist, dass neue Formate und neue Konzepte irgendwo auch evaluiert sind.

00:47:42: Und auch das jemand wissenschaftlich mal extern drauf geschaut hat, ist es wirklich gut, was ihr da macht?

00:47:54: Können wir auch Lerneffekte wirklich sichtbar feststellen?

00:47:57: Das ist das eine!

00:47:58: Wenn das der Fall ist, wovon ich stark ausgehe jetzt wenn so ein Digital School Story geht... Also einerseits wie gesagt eine wissenschaftliche Begleitung halte ich für immer ganz wichtig, um einfach von außen drauf zu schauen und die Ergebnisse immer auch selbst in Frage zu stellen.

00:48:14: Und weil du nach der Fläche gefragt hast?

00:48:17: Ich glaube da sind wir als Verbände schon auch wichtiger Unterstützer, weil wir können Netzwerke herstellen also wir können unsere ob es jetzt die Verbandszeitschrift ist oder Newsletter ist Einfach gut laufende Projekte vorstellen und uns sichtbar machen.

00:48:34: Und dann vielleicht auch Kolleginnen und Kollegen, die sich gar nicht kennen, die auch was weiß ich an komplett unterschiedlichen Schulen tätig sind, die das die miteinander in den Austausch kommen und vielleicht einfach zu wie wir jetzt digital mal treffen sagen, wie macht ihr das an eurer Schule?

00:48:50: Ich würde es gerne mal bei unser Auge machen.

00:48:52: habt ihr da irgendwie Materialen?

00:48:54: könnt ihr uns unterstützen?

00:48:56: Das meine ich mit Zeitfenstern und Vernetzung.

00:48:59: Ich glaube, das wird so die Aufgabe werden, dass wir wegkommen müssen, dass das Klassenzimmer Raum einer einzelnen Lehrkraft ist, die die Tür zu macht, sondern es muss mehr Teamverständnisse, mehr Teamarbeit sein.

00:49:14: Da meine ich auch alle Ebenen also nicht nur Lehrkräfte untereinander sondern auch Schulleitungen und Lehrkräfte genauso wie Ministerium.

00:49:24: Das geht nur in einem Teamverständnis, nicht von einer Top-Down Struktur die wir natürlich bei richtlichen Fragen brauchen.

00:49:32: aber wenn es um pädagogischer und inhaltlicher Arbeit geht dann sollte man glaube ich mehr daran denken was können wir dem einzelnen Schüler so gestalten dass die Lernbedingungen ideal sind?

00:49:44: das muss ja das Ziel sein eigentlich von allen.

00:49:45: im Endeffekt

00:49:47: Ja, absolut.

00:49:49: Ich würde gerne noch mal auf den Punkt Sicherheit gehen.

00:49:51: Du hast ja am Anfang auch gesagt dass man rechtlich Dinge mit abklärt das man evaluiert ist.

00:49:57: Das sind ja Dinge die wir tatsächlich eben haben.

00:50:01: Brauche es da trotzdem nochmal so was wie ein... eine Bestätigung des Ministeriums, dass man solche Formate auch mit empfiehlt.

00:50:10: Also jetzt seid ihr über den Verband ja auch schon so das Ihr große Fürsprecher auch mit seit von solchen Formaten.

00:50:18: was braucht es dann noch mehr um Sicherheit zu geben?

00:50:21: Gibt's da noch etwas an was wir bisher noch nicht gedacht haben Reif?

00:50:26: Ich glaube wirklich eine Unterstützung des Ministerium kann bei sowas nie schaden.

00:50:31: Und auf welcher Art es passiert, muss man sich halt anschauen.

00:50:35: Also ob man dann in einem Rahmen der Lehrerfortbildung irgendwie auch mit reinkommt?

00:50:42: Ob man im Endeffekt tatsächlich auch als Best Practice mal vorgestellt wird und die Ministerin mal vor Ort ist oder einen Abteilungsleiter oder eine Verratsleite – das ist ja egal!

00:50:56: Auf jeden Fall das Ministerium mit im Boot immer wichtig, weil es eben auch den Lehrkräften indirekt immer vermittelt.

00:51:04: Wenn das Ministerium dahinter steht dann habe ich ja überhaupt kein Problem, dann kann ich's ja, da mache ich's einfach.

00:51:10: und wenn das jetzt sagen wir mal nicht der Fall ist, dann ist halt wahnsinnig schwierig.

00:51:16: Ich würde mit dir gerne einmal noch in die Zukunft blicken, nämlich auch im Kontext Berufsorientierung und berufliche Bildung und überhaupt Realschule.

00:51:28: Wo würdest du dich in drei Jahren gerne stehen sehen?

00:51:38: Nachdem ich jetzt persönlich demnächst auch Vater werde, werden die nächsten drei Jahre sowieso sehr spannend.

00:51:48: Aber im beruflichen Kontext würde ich mir wünschen dass wir in drei Jahren deutlich weiter sind.

00:51:53: Ich habe es vorhin schon mal angesprochen was das Thema Prüfungsformate betrifft also Und zwar ganz offen mal austauschen in runden Tischen mit Ministerien, mit Schülervertretungen und mit Elternvertretung.

00:52:07: Wie sollen wir denn eigentlich in Zukunft mit Leistungsmessung umgehen?

00:52:14: Das finde ich sehr hilfreich und wenn wir in drei Jahren darauf schauen dass sich dann doch einiges in dem Maße geändert hat.

00:52:23: Das zweite ist, was ich mir wünschen würde.

00:52:26: Dass wir natürlich in drei Jahren noch ein besseres Match hinkriegen zwischen Unternehmen oder Ausbildungsbetrieb und einzelnen Schülerinnen und Schülern, der die in der Ausbildung startet eben dann eine Ausbildung nicht abbricht weil es schon die perfekte Ausbildung ist, weil man sich vorher schon so viel Gedanken gemacht hat.

00:52:45: genauso wie übrigens beim Studium da würde ich mir das auch wünscht dass man bei der Studienwahl schon soweit ist Abbrecherquoten sind nie gut.

00:52:55: Auf der einen Seite für den Einzelnen und ich glaube, das muss man sich immer klar machen.

00:52:59: Jedes Frustrationserlebnis ist erstmal... Muss ich erst mal verarbeiten?

00:53:04: Und das kann ich mich selber... Ich habe auch einige Prüfungen nicht bestanden.

00:53:09: Am Ende des Tages stellt man sich die Frage, woran lag es denn?

00:53:13: Da muss man reflektieren.

00:53:14: Sie denken ja vielleicht war's auch nicht das was ich machen möchte.

00:53:17: Vielleicht ist es ein anderer Weg für mich da bessere je früher mal irgendwie, glaube ich mit solchen Erlebnissen aber auch umgehen kann und im schulischen Kontext schon auch wie gesagt selbstwirksam wird.

00:53:32: Und auch mit Niederlagen umzugehen lernt umso besser.

00:53:39: also ich denke es ist falsch irgendwie Schule nur als Schonraum zu verstehen der jeden in Watte packen muss.

00:53:47: das nicht die richtige Antwort weil wir wollen ja irgendwie Schülerinnen und Schülern, die nach ihrem Abitur, Nach ihrem mittleren Schulabschluss, nach ihrem Quali in die Gesellschaft gehen.

00:53:57: Und das Gefühl haben ich kann damit mitwirken.

00:53:59: Ich bin... Kann mich beteiligen egal ob es im Verein oder in der Partei oder wo auch immer ist und kann irgendwie die Gesellschaft mitgestalten wenn ich das erreicht habe als Schule.

00:54:10: Das wäre so mein Wunsch in drei Jahren dass jeder irgendwie... Jeder ist natürlich ein bisschen viel gesagt aber jeder oder jede rausgehen und sagen, ich bin Teil dieser Gesellschaften.

00:54:19: Ich kann sie auch

00:54:20: verändern.".

00:54:20: Und was sich momentan ein bisschen wahrnehme jetzt wird die Antwort wieder ein bisschen lang.

00:54:25: Ich gebe es zu aber was ich momentan wahrnehmer ist wir müssen weg von diesem Resignativen irgendwie mehr wieder hin.

00:54:35: Wir haben doch viele Möglichkeiten in dieser Gesellschaft, etwas zu verändern.

00:54:38: Und wir müssen das auch möglichst früh sichtbar machen.

00:54:42: und es ist eben nicht so dass ich passiv bin.

00:54:47: der Staat entscheidet alles für mich und am Ende irgendwie bin ich frustriert weil die da oben mal alles falsch machen und dann wähle ich irgendwie ganz rechts ganz links.

00:54:56: Da muss man irgendwie einen Gegenpunkt setzen und ich glaube da kann Bildung wahnsinnig viel viel tun, weil man dieses Mindset von ich kann jeder Reinsehkan etwas selbst verändern.

00:55:08: Das muss eigentlich in der Schule irgendwie bei jedem in der DNA danach rauskommen.

00:55:13: Das wäre so mein Wunsch.

00:55:14: aber ob wir das in drei Jahren so hinkriegen?

00:55:17: Schauen wir mal!

00:55:17: Aber daran arbeiten sollten zunächst.

00:55:20: Ich bin ja jetzt selber Abiturient.

00:55:23: Das heißt, ich bin auch auf dem Weg irgendwie meinen Weg zu finden.

00:55:26: Welchen Rat würdest du in einem Schüler immer deinen Schüler geben der oder die gerade irgendwie versucht, den eigenen Weg zu finden.

00:55:34: Also in erster Linie mal den Rat.

00:55:36: glaub an dich selbst auch wenn das jetzt irgendwie ein bisschen glatt klingt aber irgendwie auch an deine Intuition und an deinem was du selbst machen möchtest.

00:55:48: dann mach aber natürlich den Praxischeck mit deinen besten Freundinnen und Freunden, denen du wirklich vertraust natürlich auch mit deinen Eltern sofern du ein gutes Verhältnis hast gerne mit Lehrkräften, denen du auch einen Urteil zutraust um dann am Ende des Tages für dich die beste Entscheidung zu treffen.

00:56:07: und wege glaube ich der Rat wäre.

00:56:13: Auch ein Scheitern kann irgendwie Lerneffekt sein das würde ich eben mitgeben.

00:56:18: es ist kein kein.

00:56:19: Du bist als Person nicht in Frage gestellt sondern vielleicht war's nicht der richtige Weg.

00:56:23: also dieses Was mir total wichtig ist, geht nie um... Jeder Mensch hat irgendwie Fähigkeiten und Möglichkeiten.

00:56:34: Und die sollte er oder sie nutzen.

00:56:36: nur sich selber als Person doch nicht in Frage stellen sondern vielleicht die Entscheidungen oder den Wegen frageln.

00:56:43: aber sich selbst als Menschen nicht infrage stellen

00:56:47: Sehr gut, dann sagen wir vielen Dank für das gute Gespräch und für die vielen Impulse, die du auch mit gesetzt hast.

00:56:53: Und wir sind gespannt!

00:56:55: Bleiben da im Austausch wie sich reale Bildung weiterentwickelt?

00:57:00: Wir drücken da fest die Daumen.

00:57:03: Ich freue mich auf den weiteren Austauschen.

00:57:05: Sagt danke!

00:57:07: Danke ebenfalls!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.