#105 Ben Oelschläger bei der #lunchbox
Shownotes
Meine Gast ist heute Ben Oelschläger. Er engagiert sich auf Landes- und Bundesebene für die Interessen von Schüler:innen. Als Sonderberater des Landesschülerrats Mecklenburg-Vorpommern berät Ben den amtierenden Vorstand und verantwortet Sonderprogramme und Veranstaltungen. Gleichzeitig vertritt er als Delegierter Mecklenburg-Vorpommern in der Bundesschülerkonferenz. Als CBYX Youth Ambassador verbrachte er 2025/26 mehrere Monate in den USA und vertrat dort Deutschland und seine Jugend im Rahmen des vom Deutschen Bundestag und US-Kongress getragenen Austauschprogramms. Zuvor war er Mitglied des Landesschulbeirats Mecklenburg-Vorpommern und beriet die Bildungsministerin des Landes. Seine Schwerpunkte liegen in Interessenvertretung und Verhandlungsführung, politischer Netzwerkarbeit sowie Projekt- und Veranstaltungsorganisation.
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DigitalSchoolStory befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Seit unserem Start wachsen wir kontinuierlich. In unserem Unterstützer-Umfeld finden sich Fachleute aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und ThinkTanks.
Zum Einlesen:
- Unsere Organisation
- Erlebe uns in der Klasse
- So geht Mathe mit DigitalSchoolStory: TikTok im Matheunterricht
- Schau Dir unsere Fokusthemen an rund um Demokratie- und Wertebildung, Berufliche Orientierung und Prävention Ein lebendiges Beispiel ist das Projekt Wertebildung an der Taunusschule in Bad Camberg gemeinsam mit unserem Kooperationspartner der Werte-Stiftung: Wie Demokratiebildung in der Schule funktionieren kann, zeigt eine kooperative Gesamtschule in Bad Camberg. Schüler sollen lernen, digitale Kommunikationsmechanismen zu verstehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. Das zeigt der Beitrag "Volle Kanne" vom ZDF. Genauso wie das Projekt Demokratiebildung an der RS Meitingen, das die Augsburger Allgemeine dokumentiert hat.
- Die Lernmethode DigitalSchoolStory ist wissenschaftlich evaluiert:
- Fraunhofer FIT entwickelt Fragebogen zur Messung von Bildungskompetenzen
- Lehrkräfte beobachten Kompetenzstärkung der Schüler:innen durch DigitalSchoolStory
- Warum wir für Unternehmen interessant sind
Das sind wir: www.digitalschoolstory.de
Unsere Preise: - Wir zählen zu den sieben Preisträgern des startsocial-Bundeswettbewerbs 2023/24 und erlebt Bilder und Eindrücke an dem Tag in der Hessenschau (ab 10''02)
- Wir sind Gewinner des Corporate Digital Responsibility Award 2023 in der Kategorie Verbraucherbelange
Wir sind flexibel anpassbar und machen Integration anders erlebbar: https://copetri.digitalschoolstory.de/case-ukraine
Wir sind der Transformations-Aktivator in Unternehmen, um Menschen ins Machen und selbst gestalten zu entwickeln: https://copetri.digitalschoolstory.de
Unsere Musik: "Gutes Gefühl" von Fargo
Transkript anzeigen
00:00:02: Ich freue mich sehr, dass ich heute mit jemandem aus Mecklenburg-Vorpommern reden darf.
00:00:07: Nämlich Ben Oelschläge und du bist gar kein unbeschriebenes Platt.
00:00:10: Eine Menge werden dich wahrscheinlich kennen oder du bist ja Teil der Schüler Landesvertretung in Mecklinburg- Vorpommern Und ich freu' mich sehr das Du Zeit gefunden hast und gesagt hast, du gehst mit mir mal im Podcast zusammen.
00:00:23: Schön, dass du da bist.
00:00:25: Danke, dass sich hier sein darf
00:00:28: Ben.
00:00:29: Ich habe so ein Ritual, das heißt nämlich dass man einsteigt mit drei eigenen Hashtags die einen am besten beschreiben.
00:00:37: Weil ich finde es immer netter wenn man doch mal gucken würde auch was man sich selber zuschreibt.
00:00:41: Was würdest du dir zuschreiben?
00:00:44: Ja also wenn wir jetzt in diese Hashtag Richtung gehen würde ich glaube ich tatsächlich erstmal zwei Ja, technische Sachen.
00:00:53: Zu meiner Arbeit ist mir persönlich warum ich auf die Vertreter gekommen bin.
00:00:59: der Hashtag mitreden ganz wichtig gerade bei uns jungen Menschen.
00:01:02: Hashtags Umsetzung weil irgendwann werden auch mal Sachen tatsächlich passieren müssen und dann privat gehe ich ganz gerne wandern war jetzt auch gerade vor zwei Wochen noch mit meinen Freunden tatsächlich in der Schweiz dementsprechend hashtag Wandern zu meiner ja privaten Person
00:01:21: Sehr cool.
00:01:21: Wie kommt man dahin, dass man sagt, wir Tüler-Landesprecher bin?
00:01:26: Genau also in die Schülervertretung?
00:01:28: tatsächlich weil unser Landesschülersprecher das ist ja der Felix Witzowski und wir sind ja quasi eine Vorstandstruktur, die am Ende arbeitet und wir kreben von unserem Plenum den delegierten unserer Arbeitsaufträge.
00:01:43: so.
00:01:43: jetzt ist die Frage wie kommt man da hin?
00:01:46: Eigentlich immer ganz lustig.
00:01:48: Da hat jede Person, die da sitzt so eine ganz eigene persönliche Geschichte.
00:01:53: aber in den meisten Fällen war es immer so blöd.
00:01:56: das klingt einfach blanker Zufall.
00:01:58: Das ist mir also man fängt ja schon relativ früh an damit.
00:02:01: bei mir war's Ja in der siebten Klasse Auf Landesebene in der sechsten Entschmahr Stadt Ebene kommunaler Ebene war es bei mir so dass ich als Ja, kleiner Sechs-Klassler draußen vor unserer Schultür stand und meine damalige Schulsprecherin eigentlich gefragt hat Mensch du bist doch eigentlich immer ganz pfiffig.
00:02:23: Ich kann auf den nächsten Termin der Vollversammlung vom Stadtschülerer Drostock in der Stadt in der ich wohne nicht gehen.
00:02:29: willst du dahinten?
00:02:30: Und dann so motiviert und selbstbesicher wie ich immer war ja klar kein Problem gehe ich hin.
00:02:37: Wären wir beide damals nicht zu spät gekommen und hätten beide nicht vor der verschlossenen Schulstühltür gestanden und gewartet, bis eine Lehrkraft die Tür aufschließt, wäre ich höchstwahrscheinlich niemals in die Landesvertretung gekommen.
00:02:48: In den Landesschülerrat.
00:02:49: und da bin ich aber nicht alleine mit meinem blanken Zufall das ist bei vielen auch so.
00:02:57: Ich finde tatsächlich schon ganz spannend dass es in der sechsten Klasse passiert ist weil da gehört man ja eigentlich dann noch wenn man die weiterführende Schule geht und zu den Kleinen.
00:03:08: Und dass da irgendwie dann gleich gesagt wird, ja das kannst du doch irgendwie machen.
00:03:11: Das ist ja schon auch eine Zuschreibung!
00:03:14: Da kann man sich ja irgendwie doch freuen, dass man in dem Moment irgendwie schon hört was man dadurch für eine Verantwortung übernehmen kann.
00:03:21: War das etwas wo Du gesagt hast der willst du eigentlich mal irgendwann selber auch an so ne Rolle hin?
00:03:25: oder war das tatsächlich ein bisschen Neuland?
00:03:29: Auf jeden Fall Neuland zum Anfang.
00:03:32: Das wäre erstmal so eine Just for Fun Geschichte, also bei uns in der Schule war ich auch noch jünger hat mir das nie so richtig gepasst was die Lehrkräfte zu uns gesagt haben.
00:03:42: zumindest wollte ich auch immer mal ein Wörtchen mit reden wo jetzt am Ende nächste Klassenfahrt hingeht beziehungsweise was wir auf unserem Wandertag machen.
00:03:50: das fängt ja sehr kleinstufig an.
00:03:54: Und als ich dann nachher erfahren habe, dass das Schülervertretung nicht nur Wandertage und eine Kuchenbasar ist sondern halt auch wirklich ein kostenloses Schülerticket in Rostock oder einer Stadt.
00:04:09: Oder auch in der Bürgerschaft Anträge durchzubringen und sich mit Leuten auszutauschen um ein bisschen Lobbyarbeit zu... auf kommunaler Ebene und dann noch viel größer.
00:04:18: Auf Landesebene um am Ende auch Lehrpläne mit zu gestalten, Unterrichtsmitzugestalten, Projekte mit auszuarbeiten, Pilotschulen mit auszuerbeiten.
00:04:28: das ist natürlich was mich richtig begeistert hat, was mich wirklich abgeholt hat wo ich auf jeden Fall mit dran bleiben möchte.
00:04:35: Wie war das denn so mit den ersten Dingen, wenn du sagst, du hast Schule schon so erlebt dass man irgendwie nicht viel machen konnte und du gesagt hast die Dinge findest du die passieren nicht gut in der Form und würdest du gerne ändern?
00:04:50: Wie hast du das dann plötzlich festgestellt wie man wirklich ändern kann.
00:04:54: Kann man das oder ist es nur auch so ein Gefühl, dass man Dinge verändern kann und bis sie dann tatsächlich losgehen gehen doch ein paar Jahre ins Land?
00:05:05: Ja, Geduld sollte man schon haben.
00:05:07: Also definitiv zweiteres natürlich.
00:05:10: Am Ende ist es erst mal ein Gefühl okay wir haben jetzt an einem vierzehntseitigen Papier gesessen.
00:05:16: bestes Beispiel Wir hatten uns abgesprochen mit wir haben auch einen Landeselternrat also quasi das was wir sind plus aus Elternperspektive und bei uns in Mecklenburg-Vorpommern haben ja die Besonderheit dass wir erstmal eine Beitragsfreie Kita haben und daraus hat sich denn später auf Bundesebene der Recht hoch auf Ganztag entwickelt unter anderem.
00:05:36: wieder in die Hände der Länder gegeben wurde, wie jetzt dieser Rechtsanruf umgesetzt werden soll.
00:05:41: Und dann ist es was für uns ganz wichtig.
00:05:43: Ganztag ist nicht nur ich bin acht Stunden im Ort Schule sondern ich brauche auch verbindliche Qualitätsstandards und dazu haben wir denn quasi ein langes Papier entwickelt.
00:05:54: und wenn man da schon sieht ja wir haben jetzt auch bald Landtagswahlen, worauf wir vielleicht auch noch mal zurückkommen können.
00:06:00: aber ob das in dem Podcast passt weiß ich nicht so genau hat auf jeden Fall etwas mit Schule zu tun dass wir quasi dieses Papier geschrieben haben, wo man dann erstmal sieht ja erstes Austauschgespräch ist erst nächstes Jahr.
00:06:14: Wo ich vielleicht schon gar nicht mehr in der Schule sein werde.
00:06:16: und das sind alles Reformen für die wir uns Schüler gerade einsetzen, die wir hundertprozentig nicht bei uns erleben werden.
00:06:23: Und das hat glaube ich am Ende denn auch klar viel mit Geduld aber auch sehr viel mit Solidarität zu tun weil am ende setzt man sich für etwas ein was erst ne fünf jahre ginge nach einem ausbaden können bzw.
00:06:37: im positiven Sinne, die Lorbeeren ernten können sagen wir es mal so rum und dann ist es auch viel Solidarität.
00:06:44: Wenn jetzt ist Schule ja trotzdem was wo man sagt Man gibt viel unechte Partitipation auch mit also gibt viele Dinge wo ihr einem kleinen mitentscheiden könnt Du hast das ja auch am Anfang gesagt somit Bazaar wo man Dinge machen kann Dann vielleicht irgendwo wo es Geld dahin gibt Vielleicht auch mal bei so einer Klassenfahrt in welche Richtung.
00:07:05: Bei den größeren Themen ist es ja gar nicht so einfach irgendwie in irgendeiner Form mitbestimmen zu können.
00:07:11: Wie hat sich das so in deiner Zeit, die du jetzt auch schon dann dabei bist tatsächlich entwickelt?
00:07:18: Also Mitbestimmung und Mitreden muss man sich erkämpfen gerade einen Platz an Tisch muss man dich erkämpfen und wenn man sich denn dann auch erstmal erkämpft hat auch nicht mehr loslassen.
00:07:28: bei uns also zum Vorwissen.
00:07:30: Wir haben jedes Bundesland hat ja ein Schulgesetz und bei uns ist auch der Landesschülerrat auf einer höheren Instanze dann quasi verankert, dass wir gewisse Anführungsrechte haben
00:07:41: z.B.,
00:07:42: eine Anhörungsrecht.
00:07:44: Ja also das Bildungsministerium hatte eine Informationspflicht uns gegenüber.
00:07:47: Man muss uns auch in viele Sachen mit einbeziehen, aber das steht nicht drin.
00:07:51: Der Landestülerrat hat so und so viel Stimmrecht bei der Abstimmung da und da.
00:07:55: Und dementsprechend muss man wirklich sich mit Entscheidungsträgern an einen Tisch setzen sagen hier sind wir ihr macht Entscheidungen oder ihr trefft Entscheidungen für uns Dann wirklich immer Gesicht zeigen, auf jede Veranstaltung fahren.
00:08:08: Ganz viel Networking betreiben und dann auch sehr viel bilateral zwischenmenschlich klären.
00:08:15: Und hat man erst mal diese Position sich dieses Standing erarbeitet ist es wirklich ganz wichtig dass man auch dran bleibt.
00:08:21: wir hatten zum Beispiel der letzte Forschung bzw also jetzt der Vorstand vor.
00:08:25: Felix.
00:08:28: Also, im Jahr zum Beispiel hat es nicht so gemacht und sie haben deutlich weniger Erfolge erzielt als wir.
00:08:35: Und da sieht man nochmal sozusagen diesen Unterschied dass eine nicht nur über Papiere schreiben sich Änderungen ja umsetzen lassen aber am meisten halt durch die persönlichen Kontakte.
00:08:46: Bist du noch mal ganz konkret dann auch mal erzählen was sind denn tatsächlich auch positive Beispiele?
00:08:51: Was ihr erreicht
00:08:52: habt?
00:08:53: also unter anderem hatten wir letztes Ja, ein Bildungsprotest veranstaltet.
00:09:00: Aber das war vielleicht auch schon... Na doch, letztes Jahr ungefähr ein Jahr her.
00:09:03: Ein bisschen länger.
00:09:04: In Schwerin, wo wirklich achthundert Schülerinnen und Schüler auf die Straße gegangen sind aus dem ganzen Bundesland und auf einmal an der Tür von unserer Bildungsministerin geklopft haben nach dem Motto so wir sind jetzt da Sie haben uns lange gerne auch überhört.
00:09:19: Jetzt sieht es aber schwierig aus!
00:09:21: Jetzt müssen sich auch mal die Tür aufmachen und uns zum Reden reinlassen.
00:09:23: So ungefähr war das dann.
00:09:26: Natürlich war das vorher abgeklärt.
00:09:29: Die Tür ging ja nicht auf weil wir sie aufgebrochen haben weil wir einen Termin da hatten.
00:09:34: Dann haben wir uns auch ganz klar hingesetzt und gesagt, hey!
00:09:37: Wir wollen zum Beispiel ein kostenloses Jugendticket.
00:09:41: Und das ist jetzt bei uns in der Landtag zwar auch ein ganz großes Thema dass sich da ganz viele Leute für einsetzen.
00:09:47: dann haben wir zum Beispiel gesagt Residenzförderung ist uns unglaublich wichtig wenn Tade Gesundheit und jetzt haben wir eine Sprächstunde quasi umgesetzt, wo Schülerinnen und Schüler sich melden können.
00:09:59: Eine Anlaufstelle haben kann und sich erst mal sehr unverbindlich ohne hundert Jahre auf den Termin warten.
00:10:05: Erstmal sich melde sagen das sind meine Sorgen, es sind meine Probleme und diese Personen die sich dem angenommen haben sind auch verpflichtet dazu helfen beziehungsweise das dann weiterzuleiten dass man quasi dieses Auffangnetz erschaffen hat.
00:10:19: Das sind jetzt erstmal so zwei ganz wichtige konkrete Punkte.
00:10:21: Es könnte ich auch noch ein bisschen weiter ausführen, aber da können wir nochmal drauf zurückkommen.
00:10:26: Ich würde gerne bei dem einen Punkt nochmal nachfassen nämlich mentale Gesundheit.
00:10:31: was du auch gesagt hast wenn man da jetzt eine Anlaufstelle hatte war das nicht vorher auch schon über Sozialpädagogen die sozusagen mit vor Ort waren die man dazu ansprechen konnte?
00:10:43: oder wie war das vorher gelöst?
00:10:46: Leider nein.
00:10:48: Im besten Falle hat man an jeder Schule eine Sozialpädagogin, einen Sozialpädagogen klar.
00:10:54: Das ist bei vielen schönen Aber nicht der Fall einfach aus Ressourcen gründen.
00:11:00: Gerade in Rostock ist es noch relativ akzeptabel.
00:11:04: Da haben wir zum Beispiel mittlerweile, da haben wir uns gefragt okay wie haben zu wenig Leute und wird zu wenig gefördert vom Land.
00:11:11: Was machen wir?
00:11:12: Und dann wurde ein eV gegründet der soziale Bildung eV und dieser eV betreut quasi mehrere Schulen gleichzeitig.
00:11:21: Da haben die drei Personen eine Vollzeit eingestellt.
00:11:26: eine Person betreut in drei Schulen gleichzeitig.
00:11:28: Und dann sitzt die Montag-Star, Dienstags-Star wird auch Star und das ist natürlich sehr schwierig eine One-on-One Betreuung hinzubekommen.
00:11:34: Wenn wir jetzt nochmal in den ländlichen Raum gehen sieht es noch mal ganz anders aus.
00:11:39: also die hätten sowas wirklich gerne einfach weil wir ein Flächenland sind.
00:11:43: es ist wirklich schwierig überall personeller Anlaufstellen zu haben.
00:11:48: Das kriegt man im Detail eben gar nicht so richtig mit.
00:11:50: deswegen danke Das hier auch nochmal so zu teilen in der Form.
00:11:55: Bist du zufrieden mit dem, was ihr da erreicht oder erreicht habt?
00:12:01: Oder sagst du, da könnte man noch viel mehr tun?
00:12:03: aber wir dringen nicht so richtig durch.
00:12:06: Mehr tun kann man immer und das ist gar keine Frage.
00:12:08: Aber wie gesagt es ist dann am Ende nicht mehr in unserer Macht sondern in der Macht der Landesregierung.
00:12:14: Wir haben natürlich eine Resilienzförderung ist nicht nur ich habe hier ne Telefonnummer die es offen an ein paar Stunden und Tagen, wo sich erst mal alle Leute melden können.
00:12:24: Klar ist das ein Fortschritt, aber besser als gar kein Fortsschritt.
00:12:28: Und Resilienzförderung ist ja etwas was man umfassend sehen muss viel umfassener und da sind gerade auch Ministerialstrukturen immer sehr eingeengt in ihren Blickweisen dass sie oft nicht über den Tellerrand hinaussehen können.
00:12:46: bzw Geht das denn zum Beispiel am schlimmsten Referat?
00:12:51: Ich mache jetzt mal ein Beispiel.
00:12:52: Referat dreihundert kümmern sich um mentale Gesundheit im Sinne von Noten und Test- und Klausuren Limits Aber das ist ja nicht nur das.
00:13:01: Reserienzwörderung ist dann auch Abfangnetzen, Support bieten und das ist dann Referat dreihundert-eins zum Beispiel so dass da einfach diese Zusammenarbeit fehlt ganz viel auch im Ministerium, dass einfach Punkte nicht zusammenhängt gesehen werden und am Ende sich immer ganz viele Leute hinstellen und sagen Ja das ist aber nicht mein Problem rufen sie mal dar und daran und so geht es denn immer weiter.
00:13:22: niemand fühlt sich richtig verantwortlich.
00:13:26: Wenn du jetzt auf deine Gesamte Schulzeit mal so schaust, hat sich das schon verändert?
00:13:32: Also dass du sagst Schule ist nicht mehr so wie Schule am Anfang war.
00:13:37: Gibt es da Dinge wo du sagest Da siehst du tatsächlich auch positive Entwicklungen.
00:13:43: Auf jeden Fall.
00:13:46: Entwicklung ja Ob die jetzt natürlich auch nicht nur positive Entwicklung Das ist ja immer so.
00:13:53: was aber niemand richtig verleugnen kann is KI dass KI einen riesengroßen Unterschied gemacht hat, immer noch macht und einfach der digitale Wandel.
00:14:05: Ja das viele Lehrkräfte einfach überfordert sind nicht richtig wissen was sie da überhaupt noch unterrichten beziehungsweise wie Sie es überhaupt noch Unterrichten sollen.
00:14:17: Das ist eher die Frage.
00:14:18: Sie wissen gar nicht mehr, wie sie uns abholen können als Schülerinnen und Schüler.
00:14:23: Es ist nicht mehr unsere Generation oder nicht mehr deren Generation, die sie unterrichten.
00:14:27: Und da fehlt ihnen einfach ganz viel Wissen und ganz viel praktischer Erfahrung auch, wo viele Lehrer meiner Meinung nach hilflos dastehen und laut Nachhilfe schreien.
00:14:39: Was mache ich hier?
00:14:40: Ich fühle mich gerade ein bisschen überfordert aber wie gesagt haben wir wieder dasselbe Argument.
00:14:44: Niemand fühlt sich richtig verantwortlich für diese Person.
00:14:48: Es ist ja schon krass, weil ich meine irgendeine Verantwortung muss ja geben.
00:14:51: Es kann dann nicht jeder sagen, ich habe keine Verantwortung dafür denn am Ende ist es auch eine Ausbildung die ihr über Schule sozusagen auch kriegen solltet.
00:15:00: und da muss es ja schon jemanden interessieren wie gelingt das eigentlich in dem Maß?
00:15:05: Jetzt habt ihr ja auch ... du hast vorhin schon erzählt Konzeptpapier geschrieben.
00:15:11: Habt ihr jetzt auch wieder ein Papier rausgebracht?
00:15:13: Ihr wollt ja weg von dem Frontalunterricht und du hast ja tatsächlich auch diesen einen Satz gesagt, nämlich raus aus dem Frontallunterricht hin zum moderiertem Lernen!
00:15:23: Was ist denn das
00:15:24: genau?!
00:15:25: Ja also da knüpft genau an was ich gerade gesagt habe dass einfach dieser ganz stupide zu dieses Lernen-Predigen einfach nicht funktioniert.
00:15:40: Beispiel, wir haben eine Fußballmannschaft und der Trainer dieser Fußballmannenschaft Ja, der für die das Beste will.
00:15:48: Der kann ja auch nicht für die trainieren.
00:15:49: Ob der Trainer jetzt ins Fitnessstudio geht und dreimal die Woche auf dem Platz steht... Das müssen am Ende die Spieler selber machen!
00:15:58: Der Coach, der Trainer kann sich nur hinstellen und einen Rahmen geben, kann mal sagen hey hier guck mal deine Beine sind noch nicht hoch genug oder da steuerst du vielleicht nochmal ein bisschen nach.
00:16:08: Und dann sagt der Spieler Danke für den Tipp und ich mache selber noch mal neu.
00:16:12: Ich glaube, das ist im Klassenzimmer nicht viel anders.
00:16:15: Das Klassenzimmer – das ist unser Fußballplatz!
00:16:17: Wir Schüler sind die Spieler und der Lehrer ist der Coach oder die Lehrkraft.
00:16:23: Die Lehrkraft kann nicht für uns lernen, die Lehr Kraft schreibt unsere Tests und Klausuren nicht.
00:16:28: Die kann am Ende nur sagen hier justieren nochmal nach und das funktioniert einfach viel besser in diesem moderierten Lernen und nicht mehr im
00:16:35: Frontalunterricht.".
00:16:37: nach dem Motto ne Predigen.
00:16:39: Und wie wäre dann so eine Schulstunde, wenn du dir die aussuchen könntest dass ihr selber gestalten könntet, wie das aussehen oder ablaufen soll?
00:16:48: Wie würde es sein?
00:16:50: Im besten Falle mehr als eine Schul-Stunde und im Bestenfalle sind auch Pächer übergreifend.
00:16:54: Ich will jetzt nur mal mit dir sozusagen skizzieren, wie des aussehen kann.
00:16:57: aber da sind wir ja schonmal sehr konkret in dem wie daraus sehen könnte.
00:17:02: Nein und das ist, dass es auch wirklich veraltet meiner Meinung nach wirklich zu sagen.
00:17:09: Also dieses Thema ist nur das und das als Fach!
00:17:12: Ja, das ist ja alles verknüpft für Leben in einer ständig wandelnden Gesellschaft.
00:17:16: Das was jetzt im Sozialkunde behandelt wird muss aber auch irgendwie im Sinne von Geschichte gedacht werden weil da hängen immer ganz viele zusammenhänge und das ist glaube ich ein Informatikunterricht und bei politischer Bildung nicht viel anders.
00:17:35: Alles ist irgendwie miteinander verknüpft Und deshalb raus aus diesem Fächer denken, raus aus dem Schubladen denken.
00:17:43: So und dann am besten Falle wirklich... wie kann das aussehen?
00:17:47: Ein Traumbeispiel!
00:17:49: Dass man unsere Schule hat schon ab und an mal versucht so eine Art Projektwoche hat.
00:17:55: ja also wir haben jetzt hier einen Fahrplan Das ist die Aufgabe das muss am Ende fertig sein.
00:18:01: Die Schritte müsst ihr beachten und da habt ihr jetzt ne Woche für Zeit macht.
00:18:08: Natürlich lief da auch nicht immer alles glatt, aber dann hat man schon gemerkt okay jetzt fokussieren wir uns selber darauf.
00:18:15: Wir sind jetzt endlich mal die Akteure!
00:18:17: Wir haben jetzt Verantwortung zu tragen und dann nimmt man das auch gleich ganz anders wahr?
00:18:22: Wie ist denn das so?
00:18:23: Verantwortung übernehmen?
00:18:25: wie erlebst du das auch bei deinen Mittülerinnen wenn es plötzlich darum geht wirklich selber Dinge zu machen und selber zu entscheiden
00:18:36: Am Ende ist es immer erst einmal oh Gott ich kann das nicht.
00:18:39: Ja, das ist immer erst mal gerade wenn man klar im Raum Schule da wird immer für ein alles gemacht.
00:18:46: Wie gesagt der Lehrer kaut einem alles vor und sagt die genau was und wie läuft und man muss dann spuren in einer Reihe stehen.
00:18:56: so und wenn man erstmal selber ein Projekt hat erstmal selber Verantwortung zu tragen ist erstmal Neuland.
00:19:00: Da wird man erstmal ins kalte Wasser geschmissen.
00:19:03: aber dafür arbeitet man ja nicht alleine.
00:19:05: wie echten Leben auch.
00:19:07: Wir leben ja alle nicht in einer Höhle.
00:19:09: Jeder hat seine eigene Höhne, sondern wir leben hier alle in einer Gesellschaft und dann hilft man sich gegenseitig aus.
00:19:17: eine Person die vielleicht schon ein paar Termine Arzttermine oder so selber koordiniert.
00:19:23: Vielleicht kann denn diese Personen aushelfen einen Wochenplan zu erstellen nach dem Motto passt er mal zeitlich auf.
00:19:29: jetzt ein ganz grobes Beispiel Ja aber jeder hat seiner eigenen Stärken Und wenn wir zusammenarbeiten sind wie nun gemeinsam stark Und so kann man auch ganz viel kaltes Wasser überwinden.
00:19:42: Ja, das glaube ich tatsächlich auch oder das Erleben geht zumindest auch ganz viele wenn wir mit Digital DiscoStream Einsatz sind und da ist es tatsächlich eben nicht in der Projektwoche sondern ganz regulär im Unterricht und in der Regel so zwei Stunden die Woche wie man dann sehr eigenverantwortlich die regulären Themen aus dem Curriculum erarbeiten kann und dass eben auch im Team Und wir schon immer wieder mitkriegen, auch von den Lehrerinnen und Lehrern zurückgespiegelt.
00:20:12: Die können viel mehr als man ihnen zutraut.
00:20:15: Wie wichtig ist tatsächlich dieses Thema Zutrauen?
00:20:18: Und Vertrauen haben von Lehrkräften in Schülerinnen und Schülerinnen?
00:20:23: für dich, Ben?
00:20:24: Unglaublich wichtig!
00:20:25: Grundvoraussetzung Wenn das Vertrauen nicht da ist, dann bricht ja alles zusammen.
00:20:32: am Ende Was ich vielleicht noch daran anknüpft, dass viele Menschen oder Gegner gegen diese Position oft sagen wenn wir jetzt raus aus dem Frontalunterricht gehen rein ins moderierte Lernen dann haben die leere Kontrollverlust.
00:20:47: Dann ist es nicht mehr so autoritär geht alles unter, alles geht dem Bach herab und wir erziehen uns alle selber in die komplett falsche Richtung.
00:20:58: So ist es ja nicht... Der Person ist immer noch da, der Person passt ja immer noch auf Und das ist auch ein Vertrauensbeweis, der uns Schülern dann gebracht wird.
00:21:09: Ich finde dass viel krasser zu hören von meiner Lehrkraft so jetzt ist.
00:21:18: Jetzt setzt ihr mal dran und dann zeigt mir die Lehrkraft, sie hat vertrauen in mich.
00:21:22: Sie traut mir auch mal was zu!
00:21:23: Jetzt kann ich er selber wirken.
00:21:24: und wenn mir dieses Vertrauensgeschenk gemacht wurde nämlich das dann deutlich mehr war als im normalen Unterricht.
00:21:33: Was hindert viele Lehrkräfte daran?
00:21:35: Denkt es ist irgendwie angstlos zu lassen, denkt es geht darum alles abzuarbeiten... ...was meint sowas?
00:21:41: sind so die stärksten Hindernisse, die dazwischen liegen?
00:21:45: Es ist erstmal Veränderung Menschen.
00:21:48: generell zähle ich mich auch glaube ich mehr dazu vielleicht ein bisschen weniger als eine Lehrkraft.
00:21:54: aber Veränderungen sind immer erst mal doof.
00:22:00: Immer müssen wir nur, muss sich immer neu umstellen.
00:22:02: das was man jetzt die ganze Zeit gemacht hat kann man auf einmal nicht mehr machen.
00:22:07: Das ist erstmal dass dieses Mindset reinkommt, dass klar, dass die manchmal doof sind aber notwendig sind.
00:22:14: Am Ende geht es ja darum, wie machen wir weiter als Schule im Bildungsbereich?
00:22:18: und dann ist es ganz klar das eine Notwendigkeit raus aus dem Frontalunterricht zu gehen um wirklich zeitgemäß noch zu unterrichten.
00:22:28: Und das muss erst mal gegeben sein dass man diese Einsicht hat.
00:22:31: so was kann man da machen?
00:22:32: Klar man kann wieder sich hinschälen und sagen Ja aber wir haben hier von der Instituts für Qualitätsentwicklung vom IQMV haben wir ein ganz tolles Amt am Bildungsministerium angelegt.
00:22:45: Können Sie sagen, ja wir haben einen Flyer dazu entwickelt, da können die auf sechs Seiten nachlesen was sie machen müssen und hier ist noch eine Fortbildung.
00:22:53: aber dann muss die Schule für bezahlen und dann müssen sie noch irgendwie freigestellt werden.
00:22:58: und dann geht die super engagierte motivierte Lehrkraft, die das gelesen wirklich Bock auf Veränderung hat, geht zur Schulleitung und sagt Hier ist der Flyer bitteschickt mich dahin, ich will jetzt Veränderungen bringen.
00:23:10: Ich sehe meine Verantwortung ins Auge und dann sagt die Schulleitung aber wer soll denn unterrichten?
00:23:17: Dann haben wir wieder noch mehr Fehlstunden!
00:23:19: Ich drehe sowieso schon durch die Vertretungspläne zu erstellen.
00:23:23: und ja das Geld wo soll das herkommen?
00:23:26: Das sind alles so Fragen.
00:23:28: und da sind sie wieder beim Punkt Verantwortlichkeiten.
00:23:31: Das muss einfach bessere Strukturen haben Und dann wird das Angebot auch wahrgenommen, aber aktuell ist es wirklich schwierig für die Lehrkraft neben ihren thirty- acht Wochen Stunden noch irgendwie was zu rocken.
00:23:45: Also ich würde da gerne nochmal reingehen, Ben weil das Thema ist ja wenn jetzt auch die Lehr Kraft ausfällt, krank ist, Vertretung
00:23:55: etc.,
00:23:56: oder im extremen Fall die Stunde auch ausfellt Wie wäre das, wenn man das in die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler geben würde?
00:24:06: Das ist eine Zielsetzung, die wir auch bei Digital Disco Story haben.
00:24:11: Da braucht es gar nicht unbedingt den Fachlehrer dabei, sondern es gibt ja einen Rahmen, in dem man sich bewegen kann.
00:24:18: Es gibt eine Zielsetzung, was am Ende rauskommen soll und ein Thema mit dem sich die Jugendlichen selbstständig in ihrer Gruppe beschäftigen.
00:24:25: wäre das nicht tatsächlich sehr viel zielgerichteter, da Schüler dass sie quasi das auch gar nicht ausnutzen würden, diesen Freiraum zu haben.
00:24:36: Sondern ganz im Gegenteil sehr viel intensiver in das Lernen kommen würde wenn Sie diese Verantwortung sozusagen kriegen würden, gar nicht irgendwie eine Vertretung dann zu haben der irgendwie wieder sein Programm durchzieht sondern tatsächlich Sie wüssten in dem Rahmen in den Wochen arbeiten wir das und das?
00:24:57: Und würden das selbstständig dann sozusagen in unseren Gruppen erledigen.
00:25:00: wie schätzt du es
00:25:01: ein Ich habe jetzt das so erklärt mit der Verantwortung im Sinne der Weiterbildung, dass für die Lehrkraft notwendig ist.
00:25:13: Ich glaube nicht, dass die Aufgabe der Schüler ist, die Lehrkräfte noch weiter zu bilden.
00:25:17: Das hast du ja aber auch gerade nicht selber gesagt!
00:25:21: Genau und dann sind wir wieder im Punkt Verantwortung und Vertrauensbeweis von der Lehrkraft.
00:25:26: So, dass das neben die Schüler war, das habe ich selber wahrgenommen.
00:25:29: Wir gehen wieder auf mein Beispiel zurück in der Projektwoche, wenn man uns eine Verantwortung zieht wie auch am Ende liefern ja?
00:25:37: Und da machen wir kein Halligalli nochmal.
00:25:40: Wieder das Coach, also wir gehe ich wieder zu meinem Fußball-Beispiel zurück.
00:25:44: jetzt haben Turnier, Finale.
00:25:47: Da müssen wir liefern und wir haben ja auch ein Eigeninteresse weil das ist dann immer, welche Gruppe hat das beste Projekt?
00:25:53: Wer hat da die kreativste Idee entsteht auch immer gleich so ein kleiner Kampfgeist einen gesunder Kampf.
00:25:59: Geist entsteht dann Und dann liefern die Schüler auch.
00:26:04: Das ist dann wie gesagt nicht Halligalli sondern das ist etwas was ich selber umsetzen möchte.
00:26:08: Ich habe ein eigen Interesse entwickelt und wenn das eigene Interesse erstmal da ist denn Ja, das ist schon mal die halbe Miete.
00:26:16: Dann ist der Stein erst beim Rollen.
00:26:18: Wie sehr knüpft es an?
00:26:20: Das verändern einer Fehlerkultur an?
00:26:27: Ganz einfach!
00:26:27: Fehler werden gemacht und Fehler sind menschlich.
00:26:32: Und das ist ja nicht nur im kleinen Detail sondern Fehler werden.
00:26:35: ob das jetzt der Bundeskanzler ist, der Fehler macht Ob das jetzt die Medaille vom Sydney-Marathon ist, ich weiß nicht ob du das mitbekommen hattest.
00:26:43: Wo denn da ja die Allianz Arena auf einmal drauf war und so Fehler sind halt einfach menschlich.
00:26:49: Aber wenn ein Fehler entsteht muss dieser Fehler ja am Ende auch wieder korrigiert werden Beziehungsweise in einem gewissen Umfang Sofern man es immer noch korrigieren kann.
00:27:01: Und in einer Gruppenprojektarbeit Wenn man als Schüler selber Verantwortung übernommen hat Und man bemerkt, man hat jetzt einen Fehler gemacht.
00:27:11: Es ist nicht mehr so.
00:27:12: ja die Lehrkraft machte einfach mit einem Rotstiften F dran und dann ist die Sache erledigt und ich habe das nie wieder vor Augen sondern nochmal die Eigenverantwortung.
00:27:21: nein Ich hab noch zwei Wochen Zeit.
00:27:23: ich weiß in diesem Punkt habe ich gerade noch mir eine Quelle nicht richtig angeschaut und das stimmt doch nicht so ganz denn lass sich das ja nicht so stehen mit dem Wissen dass der Fehler Konsequenzen haben wird.
00:27:36: Dann werde ich ja alles dafür geben, dass ich am Ende die beste Leistung
00:27:39: erziehe.".
00:27:41: Ist das eigentlich ein falsches Verständnis von Fehler?
00:27:44: Was nach wie vor in Schule vorherrscht?
00:27:46: Weil wenn ich mir das jetzt auch anhöre was du sagst dann heißt es hier etwas, dass man sehr intensiv daran arbeitet und dass man auch bestimmte Dinge danach einfach gar nicht mehr so macht weil sie haben sich ja anders eingeprägt.
00:27:59: ist tatsächlich dieses Thema Fehler völlig fehlgeleitet wie das in Schule definiert ist?
00:28:05: Ja, das finde ich perfekt zusammengesagt.
00:28:07: Fehler sind fehlightend bzw nicht zielführend.
00:28:15: Wenn man einfach auch wieder ein persönliches Beispiel von mir eine tägliche Übung im Fach Englisch – Vokabeln!
00:28:23: Das wurde jetzt zehn Vokabilen abgefragt, dann wurde da dreimal mit einem Brotstift rumgekritzelt und die Vokabel habe ich mir nie wieder angesehen.
00:28:31: Also am Ende klar, nur aus Fehlern lernt man.
00:28:35: Das ist ja das was ich von Anfang an richtig mache da besteht ja keinen Lernen oder Nachholbedarf in dem Sinne.
00:28:41: klar ein weiter Entwicklungsbedarf aber kein völliger kompletter neue Aufholbedarf.
00:28:46: so.
00:28:46: und dann ist es aber halt auch so dass wenn man so Fehler verteufelt sagt das ist absolut ihr dürft keine Fehler machen jetzt eine beste die beste Note erzieht und man sieht sich selber so unter Druck.
00:28:59: Und dann am Ende ist man halt frustriert, wenn da doch noch ein Rotstift irgendwo im Text ist.
00:29:06: und dann sagt man doch ich habe doch alles versucht.
00:29:08: Ich hab alles so gemacht wie der Person wollte und jetzt ist da immer noch was falsch.
00:29:12: und dann bin ich einfach so demotiviert und frustrierte sich sage ja denn schmeiße ich jetzt den Hefter weg und fokussiere mich wieder auf etwas Neues und die Fehler gucke ich nie wieder an.
00:29:23: Richtig und damit wird eigentlich das Lernen hört ja abrupt an dem Moment auf, wo es eigentlich weiter gehen sollte um vielleicht da eine andere Lösung selber daraus zu entwickeln.
00:29:33: Und das ist hier auch etwas was ihr sozusagen mit fordert oder durch speziell nämlich irgendwie neue Denkansätze und andere Lösungswege.
00:29:42: wie stellst du dir das genau vor Ben?
00:29:44: Genau, also das ist ja eine ganz konkrete Forderung von uns.
00:29:48: Das statt am Ende die eine Endleistung im Sinne eines Tests oder einer Klausur einem finalen fertigen einzigartige Ergebnis dass wir weg von deren Bewertung kommen müssen.
00:30:03: dafür haben wir auch einfach viel zu viele technische Hilfe, auch Kaide die das einfach so schnell macht.
00:30:11: Deshalb viele Schulen bewerten ja gar keine Hausaufgaben mehr als komplette volle Note dass das einfach ein fertiges Ergebnis zu liefern nicht zielführend ist, sondern dass man zum Beispiel in Mathematik wird es ja schon so gemacht.
00:30:29: Schon seit Jahren so, dass auch Punkte auf den Lösungs- beziehungsweise Rechenweg gegeben werden.
00:30:34: und das darf aber nicht nur im Mathematikerunterricht passieren.
00:30:37: Das muss auch in allen anderen Fächern und einen anderen Schul- und Unterrichtsformen passieren.
00:30:42: Dass viel mehr Wert darauf gelegt dass die Lehrkraft sich hinstellt und den Denkansatz versucht zu verstehen, nachvollziehen wo das her kommt beziehungsweise was für Quellen und Fakten wurden genutzt um am Ende eine Meinung ein Bild zu verschaffen.
00:31:01: Dann ist es nicht relevant ob ich jetzt mit Information A und B dazugekommen bin Rund ist, sondern dann ist es erst mal egal ob die Sonne rund ist.
00:31:11: Dann ist das erstmal wichtig wie bin ich da hingekommen?
00:31:14: Ob die Sonnen jetzt eckig sind im Endergebnis darüber kann man ja nochmal reden.
00:31:17: aber dass man ja am Ende erstmal verstehen muss wie ist man dahin gekommen Wie verarbeite ich Informationen kritische Sachen zu hinterfragen Das sind alles Grundkompetenzen die wir im Leben später brauchen.
00:31:31: Wie komme ich da hin?
00:31:32: Wie liefer ich ab?
00:31:33: und nicht was Liefer Ich Ab?
00:31:37: Das ist aber eine ganz, also das ja wirklich lernen ganz anders als man das bisher auch versteht.
00:31:44: Sprecht ihr darüber auch mit der Kultusministerin und kriegt da auch sozusagen irgendwo Rückmeldungen wo ihr sagt Ja wie kann sowas denn auch aussehen oder wird es abgetan einfach so?
00:31:56: Also habt ihr das Gefühl ihr könnt da was tatsächlich
00:31:59: verändern?
00:32:02: Eigentlich leider nein!
00:32:03: Das ist auch wirklich schade.
00:32:07: Unsere Bildungsministerin ist Simone Eudenburg von der Linken.
00:32:14: In Mecklenburg fuhr man auch stellvertretende Ministerpräsidentin, bei Kooperation hat sie sich immer mit ihrer eigenen Meinung hingestellt.
00:32:25: Also wir haben, sie hat sich zum Anfang als wir auch noch neu gewählt waren.
00:32:29: Hat sie sich auch öfter mal mit uns ausgetauscht.
00:32:33: aber dann ging es eher um fundamentale Sachen nach dem Motto wie können wir als Landesstudiarat überhaupt überleben?
00:32:39: Das ist nämlich auch eine so eine Mitwirkungsform habe ich gerade gesagt wenn man erstmal einen Platz am Tisch hat muss man auch gucken dass man den behält wie wir weiter existieren können weil auch nach den Landtagsweinen mit einer potenziellen AfD Regierung wird das für's wahrscheinlich mit uns nicht so weitergehen dass erstmal irgendwie versuchen, selber überhaupt zu überleben.
00:33:00: Und dann bleibt am Ende halt noch wenig Raum mit ihr Sachen zu besprechen.
00:33:04: aber auch aus unserer Erfahrung ist es zielführender sich mit Kooperationspartnern auszutauschen und anderen Entscheidungsträgern auszutauschen zum Beispiel Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, die ja ähnliche Standpunkte vertreten.
00:33:19: Dann holen wir noch die Eltern an Bord.
00:33:21: Dann wollen wir noch andere Verbände an.
00:33:23: BORD haben vielleicht schon einer Privatschule ein Pilotprojekt implementiert oder haben anderes Projekt zb Digital School Stories, die wir da vorweisen können.
00:33:36: Und dass wir dann quasi gebündelt auftreten und erst durch eine öffentliche können wir Sachen bei unserer Bildungsministerin erreichen.
00:33:48: Das ist leider so, das ist auch schade, dass es immer erst diesen ganzen Tumult braucht aber ohne diesen medialen öffentlichen Druck passiert er oft leider gar nichts.
00:34:00: Lass uns da noch mal darauf rumdenken wenn man das jetzt mitkriegt und du sagst, da passiert einfach nix Was würdet ihr euch denn da mehr wünschen?
00:34:08: Also woher kommt diese Bestimmtheit?
00:34:10: auch zu sagen, ich ziehe das durch was ich sozusagen habe und es ist irgendwie richtig.
00:34:16: Und das ist ja häufig so die Balance, die wir haben mit der wachsenden Sagtwas, der Schülerinnen, die irgendwas erleben oder die Jugendlichen kriegen einfach langfristig in allem wenig Gehör und wenig auch dass man Dinge mal aufgreift und verfolgt.
00:34:32: Wie
00:34:33: könntet ihr euch so was vorstellen oder was muss auch geändert werden, damit da tatsächlich ein Stück weit mehr Wirksamkeit von euch reinkommt?
00:34:40: Weil bisher ist es ja faktisch hat das über die Bildung wenig Wirkung, die am Ende für die Schülerinnen und Schüler rauskommt.
00:34:50: Absolut!
00:34:51: Also erst mal zur Bildung noch, das ist ja auch ein sehr undankbares politisches Thema.
00:34:56: Dementsprechend machen die Politiker echt ungern, weil man einfach die Veränderungen, die Auswirkungen erst lange, lange nach der Entscheidung spürt bis die Personen erstmal im Berufsleben angekommen sind.
00:35:10: Was es ganz konkret braucht jetzt komme ich schon wieder mit so Fachgedönes um die Ecke aber ist einfach... Mach
00:35:17: mal so konkret wie möglich!
00:35:19: So konkret wie im Bildungsausschuss ständig vertreten sind.
00:35:23: Weil am Ende geht es ja darum Gesetze anzupassen und zu verändern, weil so erreichen wir alle.
00:35:29: Wir können noch ein Projekt machen und noch ein Pilotprojekt und noch einen Flyer und noch eine Event aber das erreicht am Ende vielleicht fünf Prozent für ein Jahr.
00:35:39: Dementsprechend braucht es Gesetzesveränderungen und diese Gesetzes Veränderungen gehen nur mit uns als Partner.
00:35:46: Und dann müssen wir auch eingeladen werden zum Bildungsausschuss, nicht nur einmal wenn es gerade passt sondern immer unständig und dann ist nicht die erste Adresse ich rufe jetzt mal den noch so Experten von der Universität so an der seit zwanzig Jahren nicht mehr im Klassenzimmer stand, sondern ich ruf jetzt den neuen Schülerrat an und fragt wie die Sache wirklich aussieht.
00:36:08: Wie sehr braucht es eigentlich die Wollte von unten, von den Schülerinnen und Schülern um tatsächlich auch am Ende langfristig diesen festen Platz zu kriegen am Tisch?
00:36:18: Und auch langfristigt tatsächlich eine Rolle spielen zu können bei dem was auch Mitsprache bedeutet.
00:36:27: Der Typ muss permanent da sein!
00:36:28: Die muss immer am Bruder hin sein.
00:36:32: Also noch mit dem Bildungsprotest das Beispiel, ja am Ende hatten wir nur dieses Gespräch erzielt.
00:36:39: Sonst heißt es ja immer, passt nicht in den Kalenderein.
00:36:42: ich bin da und kann euch leider gerade nicht austauschen.
00:36:45: Sie war auch an diesem Tag schon bekannt wie protestieren?
00:36:50: Das haben wir vor sechs Monaten bekannt gegeben.
00:36:52: Da wusste sie dass sie in sechs Monaten an diesem tag nicht da ist.
00:36:56: Das kann man immer drüber schmunzeln, ist aber eigentlich relativ traurig.
00:36:59: Und dann als wir doch mit achthundert Menschen dastanden war sie ja auf einmal doch da.
00:37:03: und das ist diese Revolte dieses Brudeln.
00:37:05: was permanent dieses Feuer muss permanent an sein.
00:37:08: und dass es nicht nur eine Sache die wir als Landeschüler raten mit unserem Vorstand von neuen Leuten alleine machen können, da müssen sich alle in der Verantwortung gesehen.
00:37:19: Da sehen wir uns aber selber auch an der Verantwortung dass wir noch viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben müssen und die Frage stellen müssen wie erreichen wirklich alle Schülerinnen und Schüler im Land?
00:37:27: Und nicht nur die ja Politik Nerds und die auf Social Media die ganze Zeit sind und Story schauen.
00:37:35: Und das ist ja auch wieder ein Punkt, weil ihr habt dann diese dreißig Forderungen aufgestellt und habt ja dann auch Gespräche mit der Politik geführt.
00:37:44: Dann hast du hier auch ganz klar wieder gesagt, dass war nur Gerede!
00:37:49: Wann wird für dich da aus Zuhören echte Beteiligung?
00:37:54: Wenn es mehr als dieses eine mediale Gespräch gab nach dem Motto Zitat von unserer Bildungsministerin deshalb ziehen wir uns jetzt hier zurück und reden darüber, wie wir die Sachen besser machen können.
00:38:08: So ein Zitat Ende!
00:38:09: Dann haben wir drüber geredet.
00:38:10: was ist ja alles gut und schön.
00:38:12: aber wie gesagt und jetzt Hashtag Umsetzung hashtag machen dass das wieder auch Verantwortung dass sich da viele Leute einfach nicht sie beißen sich nicht fest Das ist wie so ein Sandkorn am Meer.
00:38:27: Man geht mal da und hört, dass da schreien jetzt die Leute, da schreiben sie Resilienzförderung, das klingt ganz gut.
00:38:33: Wenn ich das umsetzen möchte muss ich mich aber festbeißen langfristig und dafür langfristige auch kämpfen.
00:38:39: Und nicht nach drei Wochen schwimme ich wieder woanders hin und sage, ah jetzt ist gerade der Digitalpark zwei Punkt Null auf meiner Agenda was ja auch völlig fein ist.
00:38:50: Man kann sich auch mehrere Sachen auf der Agenda gleichzeitig haben, aber wirklich sich festbeißen, Eigenmotivation entwickeln und das ist in der Politik gerade in der Bildungspolitik häufig nicht erfallen.
00:39:03: Vor allen Dingen ist es zauber anstrengend also neben Schule und neben dem seinen Kram sozusagen auch noch erledigen permanent dieses Hasseln und dann gleichzeitig auch immer wieder zu erfahren ich trinke da irgendwie doch nicht durch Das ist schon auch ermütend.
00:39:21: Wie schaffst du es tatsächlich da, die Laune hochzuhalten und nicht aufzugeben?
00:39:27: Es sind einfach persönliche Erfahrungsberichte von anderen Schülern.
00:39:33: Wir haben mich heute zum Beispiel gerade wieder eine Anfrage erreicht, wo sich noch mal eine Person bedankt hat.
00:39:41: Die hatten an der Schule ein Problem mit den Toiletten, dass die Schulhaltung gesagt hat wir schließen sie jetzt ab.
00:39:47: und nur in den Pausen, dass das wirklich an der Schule für die Schülerinnen und Schüler zu einem riesengroßen Aufschrei geführt hat.
00:39:53: Nach dem Motto Das kann ja nicht sein!
00:39:54: Ich fühle mich in meinen Rechten Persönlichkeits-, Selbstbestimmung fühle ich mich eingeschränkt.
00:39:59: Dass wir damals gesagt haben es ist jetzt wirklich ein sehr banales Beispiel aber das gibt mir wieder Hoffnung.
00:40:03: Dann sind wir da hingegangen und haben gesagt Ey so nähe ich gucke mal ins Grundgesetz.
00:40:07: Und dann war das wieder im normalen Betrieb.
00:40:10: und dann zu sehen Ja jetzt haben wir gerade Hundertfünfzig Schülerinnen-Schüler an dieser Schule wieder happy gemacht so dankbar gewesen, dass man in so kleinen Sachen wenn man wirklich sehr kleinstufig was verändert wo man dann auch positive Resonanz hat.
00:40:24: Das gibt mir Hoffnung das gibt mir Kraft und wieder Solidarität weil ich weiß das für was wir uns jetzt einsetzen.
00:40:30: Ich habe eine kleine Schwester neun Jahre alt wo ich weiß wenn die nachher mal irgendwann in der Jahr zehnten neunten achten Klasse ist, dass sie denn vielleicht einen besseren Lehrplan hat als ich ihn damals hatte am neuen Lehrplan auch gerade mitwirken.
00:40:47: Zum Beispiel, ja oder zum Beispiel dass der Ganztag dann auch besser wird das man einfach weiß.
00:40:52: okay ich setze mich hier für was ein.
00:40:54: auch wenn ich jetzt nicht mehr erlebe werden andere davon noch profitieren.
00:41:00: Wenn du das jetzt so erzählst, wie wird es sichtbar?
00:41:05: Es sind ja häufig eben immer so große Forderungen, die du jetzt auch erzählt hast, die man dann irgendwie hat.
00:41:11: Dann bruft man irgendwas ein und dann ist das vielleicht einmal ganz groß, dann erscheint es in der Zeitung, dann sagt man oh, wie cool!
00:41:19: Das fordern sie ein, danach
00:41:22: verschwindet's.".
00:41:24: Wie überall?
00:41:24: Also es gibt ja mehrere Forderungen, die immer überall auftauchen.
00:41:29: Dann ist das tamtam am Anfang groß und am Ende passiert aber einfach zu wenig.
00:41:36: Wenn du jetzt solche Dinge auch beschreibst wie eben, die dann am Ende doch auch Hundertfünfzig Schülerinnen wieder weitergebracht haben oder geholfen haben, ist es nicht das was sichtbarer werden muss damit man merkt wo wir Kung auch anfangen
00:41:50: können?
00:41:52: Na klar!
00:41:53: Das ist verständlich, aber das ist am Ende nicht attraktiv für die Presse.
00:41:57: Die Presse stellt sich nicht hin – wenn man mal Nachrichten schaut sind hier alles negative Nachrichten.
00:42:02: Es ist ja immer nur eine Tammtamm und Gebrude und Revolte.
00:42:07: Das ist das was spannend für Nachrichten ist.
00:42:09: Deshalb sehe ich auch gerade Die Mediendienstleister einfach viel mehr in der Verantwortung, auch sich mal den kleinen Sachen anzueignen und auch mal gute Sachen zu berichten.
00:42:24: Und nicht immer nur pessimistisch in die Zukunft zu schauen sondern auch wir haben zum Beispiel jetzt am einundreißig also nächste Woche Montag einen Großdemokratie-Vorum auch zur Landtagswahl wo wir zwei Hundert Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben in Politik mal reinzuschnuppern nicht immer nur durch Zeitungsartikel und Social Media, sondern mit den Menschen dort vor Ort.
00:42:43: Mit dem Politikern dort vor ort.
00:42:45: dass sowas auch viel mehr berichtet wird, ne?
00:42:47: Dass man jetzt hier solche Ebenen geschaffen wird.
00:42:49: aber Journalisten interessieren sich halt vielmehr für die misslungenden Papiere und da wo die Ministerin gerade mal wieder die Ohrstöpsel drin hatte weil das ist am Ende ein besserer Zeitungs- artikel.
00:43:03: Ich glaube, dass tatsächlich Lokaljournalismus eine ganz andere Rolle einnehmen muss heutzutage um auch Jugendliche anders erreichen zu können.
00:43:12: Ich glaube aber auch das da auch ne Verantwortung von euch selber mit einher geht nämlich auch ihr habt Sichtbarkeit und ihr könnt es sozusagen auch tun.
00:43:25: Es würde ja auch mal ein Weg sein, sozusagen selber über diese Dinge mehr zu berichten.
00:43:30: Also wirklich auch zu sagen so ich schreibe darüber weil mir es ist wichtig dass das wahrgenommen wird und dann eben auch vielleicht weiter geteilt wird Ich sozusagen auch darüber eine eigene Ein eigenes Netzwerk mitbildet damit die Vernetzung der Schülerinnen und Schüler im Land selbst ein Stück weit stärker vorankommt um dann eben aufzusehen was hatten ihr gerade für Themen?
00:43:54: gibt es nicht was wo vielleicht eine andere Schule schon eine Lösung gefunden hat.
00:43:57: Also glaubst du nicht, dass ihr vielleicht auch das bisher unterschätzt?
00:44:03: welche Möglichkeiten?
00:44:04: Auch sowas wie Social Media, so etwas wie diese Vernetzung darüber tatsächlich euch voranbringen kann in dem was ihr am Ende erreichen wollt?
00:44:16: Schon ja.
00:44:17: also ich würde sagen sagen, dass wir es unterschätzt haben bzw.
00:44:23: wissen schon was das für Tuits sind und ist halt bloß wieder die Frage wie bespielen wir das?
00:44:30: Das ist einmal bei uns ressourcentechnisch.
00:44:35: Wie gesagt am Ende noch alle Schülerinnen und Schüler, die auch irgendwie noch Schule machen möchten.
00:44:40: vom Privatleben fange ich gar nicht erst an zu reden.
00:44:45: viel zu kurz bei so einem ehrenamt, dass man sich dann halt die frage stellt okay konzentrieren wir uns jetzt lieber um die umsetzung ja und stecken da unsere ressourcen rein.
00:44:56: Und dann ist erstmal das haben wir auch selber zu verschulden kommt denn einfach diese berichterstattung viel zu kurz.
00:45:03: Das ist aber dieses ziel was wir uns in diesem vorstand gesetzt haben.
00:45:07: umsetzungen schaffen erst mal auf die Nummer
00:45:10: eins.
00:45:11: Und wenn dann Luft ist, können wir ja mal vorzeigen was wird heute geschafft haben?
00:45:16: zum Kommunikationspunkt Wir versuchen schon also wir haben durch die Landkreise, die am Ende uns als Landschularrat bilden sind wir wirklich vernetzt über zahlreiche Messenger wo wir wirklich fast sagen wir haben den Kontaktdaten von jedem Schulsprecher im Land dass aber viele Personen sich ihrer Aufgabe auch noch gar nicht bewusst sind, gerade auf kleineren Ebenen so nach dem Motto ja gut ich wurde jetzt zum Schulsprecher gewählt aus Zufall und Glück.
00:45:46: Und weil es sich sonst niemand bereit erklärt hat Aber was für Verantwortung und Verpflichtung da kommen?
00:45:52: Dass wir unser bestes geben.
00:45:53: klar wir machen Info veranstaltung Wir gehen zu den Wahlen wir sind auf Social Media dass dann aber auch die Lehrkräfte dort vor Ort auch sagen, hey das ist jetzt dein Amt.
00:46:05: Das sind deine Verpflichtungen und so erst dieser Kommunikationspur entstehen kann wenn jeder seine Funktion seiner Aufgabe wahrgenommen hat.
00:46:16: Wenn du dir das jetzt auch anguckst, da steht ja die Wahl bei euch an kann und wird sich vielleicht eine Menge verändern, ich weiß nicht wie ihr das jetzt auch schon wahrnehmt.
00:46:30: Wie siehst du es aber auch tatsächlich dass sechzehnundsebzehn jährige die jetzt das erste mal mit wählen dürfen tatsächlich davon Gebrauch machen wollen?
00:46:40: Und wie schätzt du das tatsächlich ein wo die eigentlich stehen?
00:46:45: also in erster Linie findest unglaublich wichtig für Demokratie alle mit entscheiden dürfen.
00:46:52: und ob ich jetzt, das ist ja immer mein Reden.
00:46:56: Ob ich jetzt mit sechzehn nicht politisch gebildet bin oder mit vierzig nicht politische gebildete bin endet am Ende nichts an der Tatsache dass die beide nicht politischen gebildets sind.
00:47:09: Deshalb liegt es bei uns in der Verantwortung, als Bildungspartner schon frühzeitig damit anzufangen zu kommunizieren.
00:47:19: Hey das ist dein Wahlrecht!
00:47:21: Ich finde auch generell wird das Wahlrecht einfach nicht... Respektiert.
00:47:26: Es ist ein unglaubliches Privileg eine Stimme zu haben, es ist ein Unglaubliches Priviläge in einer Demokratie zu leben und dass das ja nicht als selbstverständlich angesehen werden darf.
00:47:39: Ich bin heute irgendwie zu faul.
00:47:41: ich will nicht zur Wahl gehen oder habe mich jetzt nicht ausreichend informiert will aber trotzdem Das kann man machen keine Frage Aber in meinen Augen hat man dann seinen Wahlrecht nicht respektiert und nicht ausreichend gewertschätzt.
00:47:58: Und dass man frühzeitig anfangen muss, das zu erklären – das ist ein Privileg will ich mit einer Demokratie – frühzeitig Events um Kampagnen startet die auch diese Menschen erreichen, die Erstwählerinnen und Wähler erreichen und dass man da eine neue Demokraten heranzieht eine neue Generation, die ein ganz solides Demokratieverständnis haben.
00:48:25: Wie siehst du das im Moment wenn du auch selber siehst und verfolgs wie viel Zuspruch die AfD tatsächlich in Mecklenburg-Vorpommern bekommt?
00:48:34: Was macht das mit dir?
00:48:37: Mit mir persönlich ist es erst mal ein sehr mulmiges Gefühl.
00:48:41: also mir persönlich macht es wirklich Angst.
00:48:44: Klar, das ist die Frage, wo wir auch vorhin schon zurückgekommen sind.
00:48:48: Also in Sachsen-Anhalt ist es zum Beispiel ganz klar so dass sich die AfD hingestellt hat und meinte wenn sie Bildungsministerium stellen gibt es den Landesschülerrat nicht mehr in Sachsens.
00:49:00: Der ist dann weg!
00:49:01: Das schaffen wir alles ab.
00:49:02: Schulmitbestimmung, Zivilgesellschaft gibt es alles nicht mehr.
00:49:06: Was die AfD generell macht versucht ja jetzt schon auch in der Opposition zivil Gesellschaft zu schwächen und ganz um gar abzuschaffen.
00:49:17: Und dann sehe ich uns aber auch wieder viel mehr in der Verantwortung, nicht klein beizugeben und das nicht einfach zu akzeptieren sondern angenommen.
00:49:26: es gibt jetzt wirklich nach dieser Landesregierung oder in der nächsten Landesregierung keine Mitwirkungen mehr.
00:49:32: im Gesetz zumindest nicht festgeschrieben dass wir da nicht das Handtuch werfen und sagen okay Jetzt war es, sondern dass wir denn halt auch mit oder ohne Gesetzestitel unsere Aufgaben und Verpflichtungen wahrnehmen.
00:49:44: Und das ist wieder einfach zusammenhalten müssen.
00:49:47: Am Ende funktioniert Demokratie nur so, dass wir zusammenhalten und informieren und weiter kämpfen.
00:49:53: Erkennst du da schon eine Spaltung bei den Jugendlichen
00:49:56: die
00:49:57: sich anders orientieren?
00:50:00: Bedingt.
00:50:01: Also klar, eine Spaltung an gesellschaftlichen... Das hat ja auch viel mit gesellschaftlichem Gruppierung zu tun.
00:50:09: Die waren ja der Forschung gespalten.
00:50:11: jetzt haben die bloß andere Titel und andere Blickperspektiven bekommen.
00:50:17: Und dann hat man diesen Unterschied nur noch mehr wahrgenommen.
00:50:20: So finde ich das jetzt gerade auch dass man das jetzt einfach diese Spaltung, die davor schon dabei einfach nur noch krasser jetzt wahrnimmt Erlebt aber auch, dass am Ende ja alle das selbe wollen.
00:50:32: Alle wollen einen funktionierenden und sicheren Staat!
00:50:35: Alle wollen Frieden, alle wollen eine gute Bildung haben Alle wollen, dass die Bahn pünktlich abfährt.
00:50:42: Alle wollen ein gutes Gesundheitssystem.
00:50:44: Also jeder hat ja das selbe Ziel des Einziges halt bloß wie kommen wir da hin und haben unterschiedliche Ansichten?
00:50:50: Und dann muss man wirklich ausdebatieren was ist jetzt ein guter Mittelweg wo wir alle in Konform gehen?
00:50:57: Jetzt nochmal auf die Jugendlichen zurückgekommen zu denen ich auch gehöre.
00:51:01: Was ich auch mit meiner Generation selber merke Das einfach dieser Mittelweg dass der nicht mehr attraktiv ist.
00:51:08: Dass es viel attraktiver wäre, über die starken Ränder zu gehen, extremistisch zu sein, weil am Ende sind wir halt auch einfach irgendwo noch ein bisschen... Ich will jetzt nicht sagen, wir sind alle jung und naiv aber wir sind motiviert!
00:51:26: Wir wollen wirklich was verändern.
00:51:27: Wir sagen nicht machen wir übermorgen sondern entweder ganz oder gar nicht und dann auch am besten heute und nicht übermorgend.
00:51:35: Und das haben halt die politischen Ränder verstanden, so funktionieren die politische Ränder und von denen fühlen sie sich dann auch angezogen.
00:51:43: Dann ist es wieder in unserer Aufgabe als Demokraten zu sagen, Demokratie ist aber wie eine Waage, die muss um Gleichgewicht sein.
00:51:52: Das funktioniert mit den Rändern einfach nicht so gut.
00:51:57: Deshalb haben wir jetzt nochmal diese Kampagne gestartet, wo wir diesen Austausch geben.
00:52:04: Wo man sagen kann ja die Ränder es gibt noch mehr als die Render Es gibt auch noch ein paar Menschen dazwischen und dass das vielleicht auch eine ganz interessante Alternative sein wird Und das eröffnet dann nochmal ganz andere Blickperspektiven für die Erstwählerinnen und erstwählern, die einfach notwendig sind.
00:52:22: Ja, es ist ganz spannend was du sagst auch dieses nicht aufgeben und man muss irgendwie anfangen darüber zu reden und trotzdem diesen Weg irgendwie mit beibehalten.
00:52:32: Und das ist halt der einfache Weg sozusagen auch häufig gerne genommen wird weil dass irgendwie schneller geht und man nicht so einen langen Atem braucht.
00:52:43: Wie behältest Du auch den Mut?
00:52:46: tatsächlich dann da auch mit weiter dabei zu sein.
00:52:48: Das ist ja nicht einfach, wenn man sozusagen auch solche Strömungen erlebt und dann eben auch mitbekommt das soll dann wegfallen und da dann trotzdem irgendwie zu sagen ich bleibe oder wir wollen dann dabei bleiben und wollen trotzdem unsere Dinge mit durchsetzen wie schätzt du das tatsächlich
00:53:08: ein?
00:53:09: Ich habe vorhin schon gesagt, nur weil wir dann vielleicht einen rechtlichen Titel nicht mehr haben ist es nicht das Zeichen des Handruck zu werfen.
00:53:18: Man kämpft ja nicht, weil man gerade im Amt ist oder beziehungsweise das hat sich mal so angeben ich wurde jetzt gewählt und ich spiele jetzt mal ein bisschen Vorstandsmitglied oder Koaptivesmitglieder oder Deligierter oder irgendwas sondern man ist ja dazu gekommen weil man etwas verändern möchte.
00:53:35: Wir sitzen ja nicht im Landtag und reden mit Landtagsabgeordneten, weil wir es cool finden, im Landtag zu sitzen und mit Land tags Abgeordneten zu sprechen.
00:53:42: Weil wir sitzen da, weil sie was verändern wollen, weil die konkrete Vorschläge haben, weil Er löscht ja nicht einfach so.
00:53:58: Auch klar wird die Flamme manchmal kleiner, wenn gerade starker Gegenwind kommt aber solange da immer noch ein kleiner Funke Hoffnung besteht geht die Flame auch irgendwann mal wieder an
00:54:11: Wenn.
00:54:11: ich finde es ganz spannend und auch einen ganz wichtigen Punkt den du sagst weil das was ganz anderes ist als dass was dir erwachsen euch ständig zuschreiben Das erlebst du wahrscheinlich auch Und fühlst dich da wahrscheinlich auch immer noch mal mehr angesprochen, als ich es vielleicht eben selber auch tue.
00:54:28: Aber ich merke schon sehr stark wie eben immer diese Vorurteile sind mit die Generationen, die Nikschaf, die Generation, die faul ist wenn ich dir jetzt fast eine Stunde zugehört habe Mit den Ambitionen die du selber hast Wie du da selber rangehst dass Du umsetzen willst Dass du ne extra Meile gehst Wie nimmst du das selber wahr, dass dauernd Erwachsene über dich und über euch urteilen?
00:54:58: Was macht es mit dir auch?
00:55:00: Ich kann jetzt eine diplomatische Antwort geben.
00:55:02: Nee,
00:55:02: die echte und die wahre bitte!
00:55:04: Die echte
00:55:04: ist Wahre ja... Stimmt nicht.
00:55:08: Ist dumm Das sind einfach Verallgemeinerungen, die absolut nicht stimmen.
00:55:14: Das reicht ja schon wenn man einmal eine Studie gelesen hat, das reicht auch schon wenn mal irgendwie Tagesschau gerade an dem Tag den Fernseher eingeschalten hat wo die Robert Bosch Stiftung gerade vorgestellt wurde.
00:55:27: also wenn man sich nur etwas informiert kann man sofort nachlesen, nachweislich.
00:55:33: Das ist so nicht stimmt und dass das einfach diese Gerüchte sind, diese Narrative die einfach falsch sind und da würde ich nochmal jeden in die Verantwortung ziehen der vielleicht noch ein anderes Bild hat.
00:55:47: okay klar man kann anderer Meinung sein aber wir sind immer noch in einer Zivilgesellschaft, wir haben immer noch zivilen Discord-Discourse und der sollte am Ende auch auf Fakten beruhen und nicht auf Behauptungen, Meinungen und Gefühlen.
00:56:05: Das ist ja dieses Thema, das Erwachsene immer meinen.
00:56:07: Sie wissen es besser und wissen genau was ihr braucht ohne euch tatsächlich zu fragen.
00:56:12: Ist das nicht auch noch mal eine Konstellation wo ihr sagt also du hast am Anfang gesagt ihr habt auf den Landeselternrat mit dem er euch zusammen tut?
00:56:20: Wo ihr sagt lieber Landeselternaht fangt doch an tatsächlich da mit gegenzuwirken was überall das vorherrschende Meinungsbild ist.
00:56:31: wie geht ihr damit um?
00:56:33: Also, wie gesagt der Landeselternrat hat das ja schon lange erkannt.
00:56:36: Die wissen das ja ganz genau und wir arbeiten ja ständig mit denen zusammen.
00:56:40: Das ist eine Wertschätzung ihrerseits und unsererseits.
00:56:45: aber es kann auch kein Landeselternehrat Mecklenburg-Vorpommern so ein ganzes nationales gesellschaftliches Narrativ verändern.
00:56:52: Das is das wo wir... Gut!
00:56:57: Vielleicht tragen Sie da zu was bei?
00:56:59: Klar, jeder musste sein Teil zu beitragen.
00:57:03: Da müssen wir alle anpacken.
00:57:04: aber das ist jetzt etwas was man mit so einem kleinen Projekt nicht stemmen könnte und das dauert glaube ich auch einfach Zeit.
00:57:12: Und am Ende sage ich auch es war ja schon immer so Aber es war schon immerso.
00:57:18: Das
00:57:20: muss aber nicht so bleiben.
00:57:22: Ich
00:57:22: finde es ist was was man durchaus verändern kann.
00:57:26: Ich finde, man tut euch sehr viel Unrecht tatsächlich mit dem was da ständig passiert.
00:57:31: Hast du denn eine Idee, was man so machen könnte?
00:57:33: Ähm... ich glaube tatsächlich auch Narrative umschreiben und die wirklich auch sehr, sehr konsequent immer wieder nach außen tragen.
00:57:44: Da gibt es ja durchaus Parteien, die in der Lage sind, sehr starke Narrative zu bilden und auch Geschichten zu erzählen.
00:57:52: Und ich glaube das lebt von Geschichten erzählen!
00:57:55: Ja
00:57:57: Und ihr müsst eine gute Geschichte finden.
00:58:00: Und die schreiben wir gerade, da sind wir ganz fleißig dran.
00:58:03: Sehr gut!
00:58:04: Das ist doch ganz spannend.
00:58:05: Lass uns doch noch einmal mit in die Zukunft gucken nämlich wenn ihr morgen einen Tag kriegen würdet wo ihr eine Sache fest verändern könnt für Schule was wäre das?
00:58:18: Eine Sache nur ein Tag.
00:58:21: Dann würde ich erstmal eine Lustige Antwort geben.
00:58:23: und dann ist die Veränderung dass es ein ganzes Jahr erst mal geht und danach zehn Eintag, was könnten wir in der Schule ändern?
00:58:33: Einfach Mitwirkungskremien wirklich ins Leben rufen.
00:58:36: Beziehungsweise sind ja schon da aber den auch Power an die Hand geben.
00:58:40: Wir haben zum Beispiel eine Schulkonferenz wo theoretisch alle Schulinterne Sachen beschlossen werden müssten.
00:58:48: ob das jetzt die Händennutzung ist Ob es jetzt ne Projektwoche ist heißt, wir wollen Digital School Stories bei euch in der Schule haben.
00:58:58: Ja oder nein?
00:58:59: Das sind alles Sachen.
00:59:00: die kann nicht die Schulleitung diktatorisch entscheiden.
00:59:02: Wir leben immer noch in einer Demokratie und da haben wir dann das Gesetz Mecklenburg-Vorpommern diese Schulkonferenz zum Beispiel dass sie einfach wahrgenommen werden muss.
00:59:12: Einfach rechte Erkennen, Rechte respektieren und Verpflichtung wahrnehmen.
00:59:18: Und das ist eine Mitwirkungskultur!
00:59:20: Wenn wir einen Tag hätten, würde ich diese Mitwirkungskultur in Steinmeißeln und fünfzig Siegel draufpacken.
00:59:28: Das muss jetzt gesetzt bleiben und darf sich auch nicht mehr bewegen.
00:59:31: Das ist der Fasen nur das Fundament.
00:59:36: Gibt es auch was wo du sagst dass es so gut, das würdet ihr nicht abschaffen wollen in Schule?
00:59:42: Es ist so gut oh Gott.
00:59:47: Na doch dann wieder persönliche Geschichten, Erfahrungen.
00:59:51: Also ob das jetzt eine gute oder schlechte Erfahrung waren?
00:59:55: Ob das jetzt Fehler oder keine Fehler waren?
00:59:57: Jetzt haben wir wieder Fehler.
00:59:58: aus Fehlern lernt man natürlich wenn man ne richtige Fehlerkultur hat bzw gar keine mehr wer weiß.
01:00:06: Aber das sind einfach diese Sachen die man nach Ja, ob das jetzt nach neun Jahren Schule sind oder nach zehn oder nach zwölf oder nach dreizehn.
01:00:15: Das Schule ist nicht nur so ein Teil.
01:00:17: Die Schule ist ein ganzer Lebensabschnitt.
01:00:20: und ob das der Vokabeltest war, an den ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann oder der Streit und meiner besten Freundin.
01:00:28: Aber irgendwie haben wir uns dann doch wieder vertragen.
01:00:29: Das sind einfach Sachen die man fürs Leben lernt.
01:00:32: Dieses erste Mal komme ich aus meiner Zuhaushöhle rausgekochen und muss mit anderen Menschen interagieren.
01:00:41: Und ich glaube das ist etwas was sich nicht ändern würde.
01:00:46: dieses Miteinander ob das jetzt ein tolles Miteinander oder auch erstmal nicht so gut, dann besteht ja Nachhöhe bedarf.
01:00:52: Dann kann man ja was machen dagegen.
01:00:54: aber erst mal wirklich dieses Miteinander.
01:00:55: wie gehe ich mit anderen Menschen um zuhören?
01:00:59: Mitdenken?
01:01:00: Mitreden?
01:01:00: Mitgestalten?
01:01:02: das würde dich nicht ändern.
01:01:05: Ich würde gerne mit dir gerne noch sowas ganz kurzes Mann hin und her, weil wir wirklich nicht lange überlegen sondern einfach tatsächlich direkt antworten welche Antworten du nämlich geben würdest.
01:01:15: Noten oder Feedback?
01:01:17: Feedback
01:01:18: Frontalunterricht oder Projektarbeit?
01:01:21: Projektarbeit.
01:01:22: Einzelarbeit oder Teamarbeit?
01:01:24: Teamarbeit.
01:01:26: Hausaufgaben oder längerer Schultag?
01:01:29: Oh, hmmm... Ah, Hausaufгaben!
01:01:34: Auswendig lernen oder ausprobieren?
01:01:36: Ausprobieren.
01:01:38: Lerber oder YouTube?
01:01:40: YouTube ganz klar.
01:01:42: Handyverbot oder Medienkompetenz?
01:01:44: Das ist wahrscheinlich die Medienkompatenz.
01:01:47: Chatshi Bittiu der Schulbuch
01:01:50: Eine gute Mischung aus Beidem.
01:01:53: Gut, mehr Wissen oder mehr Kompetenzen?
01:01:57: Mehr Kompetensen!
01:01:58: Fehler vermeiden oder Fehler machen dürfen?
01:02:01: Fehler machen durften.
01:02:02: Fester Stundenplan oder mehr freie Lernzeit?
01:02:05: Viel freier Lern-Zeit!
01:02:08: Schülervertretung oder Schülerparlament mit echten Entscheidungsrechten?
01:02:16: Ja also echte Entscheidungsrecht haben mich überzeugt.
01:02:20: Es kann aber auch gerne die Schülervertretung mit echten Entscheidungsrechten sein.
01:02:24: Okay, ich sehe schon!
01:02:26: Wir hätten viel auszutragen.
01:02:29: Demonstrieren oder mit Politikern verhandeln?
01:02:33: Verhandeln.
01:02:34: Ok, wählen oder demonstrieren?
01:02:40: Wählen und demonstriern.
01:02:43: Schule, zwanzig dreißig mehr digital oder mehr menschlich?
01:02:49: Hoffentlich mehr auch menschlig, aber digitale nicht vergessen Aber hoffentlich auch das menschliche nicht vergessen.
01:02:57: Wenn wir noch einmal zusammen in die Zukunft gucken und einmal weiterspringen, und ich dich im Jahr zwanzig dreißig nochmal in die Lunchbox einladen würde... Was müsste da an Schule dann fest integriert sein?
01:03:11: Mit Wirkungsgremien!
01:03:13: Sehr cool, es hat ganz viel Spaß gemacht mit dir zu sprechen.
01:03:16: Ich hoffe auch, dass du viel Spaß hattest.
01:03:18: Ich hatte richtig viel Spaß.
01:03:21: Und dann würde ich sagen machen wir das doch nochmal und ich bin sehr gespannt auf was bei euch raus kommt wie das bei euch weitergeht und wie ihr das tatsächlich auch persönlich weitererlebt.
01:03:31: Also vielen Dank für die Offenheit!
01:03:33: Na klar, und ich freue mich wenn wir dann endlich mal die Geschichte fertig geschrieben haben in diesem Vorstand, dann können wir sie im Jahr zweizig-dreißig nochmal komplett vorlesen und dann das Ende veröffentlichen.
01:03:43: Wieso machen wir das?
01:03:44: Danke!
01:03:46: Ich danke dir auch!
01:03:47: Tschüss.
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